Dienstag, 13. Mai 2014

Der schwedische Botaniker Daniel Solander

Als Daniel Solander am 13. Mai 1782 im Alter von 49 Jahren in London plötzlich an einer Gehirnblutung starb, gehörte er zu den bedeutendsten Botanikern seiner Zeit ohne jedoch je seine wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlicht zu haben. Seine sehr umfangreichen Manuskripte dienten, nach seinem Tod, jedoch zahlreichen Botanikern in mehreren Ländern und haben noch heute einen einzigartigen Wert, da Solander jede Pflanze und jedes Tier detailgetreu beschrieben hat und einige dieser Tier- und Pflanzenarten heute bereits ausgestorben sind.

Daniel Solander war am 19. Februar 1733 in Öjebyn, dem Kirchdorf in Piteå geboren worden und wurde in Uppsala der bedeutendste Schüler Carl von Linnés, was sogar zur Spekulation führte, dass Solander der uneheliche Sohn des Naturforschers sei. Linné hatte große Erwartungen an Solander, die dieser leider nie erfüllen konnte, denn als ihn Linné zur Forschung nach London schickte, unternehm dieser seine wichtigsten Forschungsreisen unter Joseph Banks, der dadurch auch die Arbeiten Solanders als erstes auswerten durfte und da Solander auch seine Manuskripte nicht an Linné schickte, wartete dieser vergebens auf die Ergebnisse des Forschers.

Dank Joseph Banks konnte Daniel Solander an der Weltumseglung von James Cook auf der HMB Endeavour teilnehmen und war daher, neben Banks, einer der ersten Naturwissenschaftler, der die Fauna und Flora Neuseelands und Australiens entdecken konnte. Diese Entdeckungen machten die beiden Wissenschaftler geradezu zu Helden in England und sie wurden auf Grund ihrer Entdeckungen selbst vom König empfangen. Solander, den seine ersten Reisen unter Linné nur nach Lappland geführt hatten, hat von England aus nahezu die ganze Welt besucht und wird, auch wenn er die englische Staatsbürgerschaft annahm und nicht mehr nach Schweden zurückkehrte, noch heute vom Solanderverein in Piteå in hohen Ehren gehalten.


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Copyright: Herbert Kårlin

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