Mittwoch, 21. Mai 2014

Knut der Heilige verleiht Helsingborg die Stadtrechte

Helsingborg zählt heute zu einer der ältesten Städten Schwedens, wobei archäologische Funde belegen, dass es im Raum der heutigen Stadt bereits während der Wikinger eine Siedlung gab. Erstmals schriftlich genannt wird Helsingborg im Jahr 1070, als der deutsche Bischof Adam von Bremen die Bewohner des Nordens als grausame Barbaren beschrieb, eine Meinung, die noch heute viele Gewchichtswissenschaftler übernehmen, jedoch nichts anderes als Vorurteile sind und dabei hilft die Wikinger als mörderische Piraten zu beschreiben.

Die Bedeutung Helsingborgs in der ältesten nordischen Geschichte beruht vermutlich bereits darauf, dass sich hier die engste Stelle des Öresund befindet und Helsingborg zu dieser Zeit fest in dänischer Hand war und ein schneller Zugang nötig war. Skåne, und damit auch Helsingborg, wurde erst mit dem Frieden von Roskilde im Jahre 1658 schwedisch. Genau genommen wurde Helsingborg daher von den Dänen und nicht von den Schweden gegründet. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass die Stadtrechte, die schriftlich bis zum 21. Mai 1085 zurückreichen, vom dänischen König Knut dem Heiligen ausgefertigt wurden.

Knut der Heilige, auch als Knut IV. bezeichnet, gehörte zu jenen Königen, die von einem Grossdänemark träumten und daher als Kriegskönig bezeichnet werden kann. Dass Knut IV. heilig gesprochen wurde, beruht im Grunde nur darauf, dass seine Erben unmittelbar alles in die Wege setzten um den König nach seinem Tod unsterblich zu machen und ein unbekannter Mönch eine Legende verfasste, die den König zu einem Märtyrer machte. Wenn man in Schweden vom Knutdagen spricht, der jedes Jahr auf den 13. Januar fällt, so hat dies nichts mit dem Heiligen Knut zu tun, der vor allem von der römisch katholischen Kirche gefeiert wird, sondern man bezieht sich auf Knut Lavard, einen Neffen des Königs, der neben Olav dem Heiligen, einer der populärsten Personen des nordischen Mittelalters war.


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Copyright: Herbert Kårlin

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