Montag, 5. Mai 2014

Carl August Ehrensvärd, ein Admiral als Künstler

Carl August Ehrensvärd wurde am 5. Mai 1745 in Stockholm geboren und sollte nach dem Willen seines Vaters die militärische Laufbahn beschreiten. Als Ehrensvärd daher acht Jahre alt war, wurde er als Kadett in der Artillerie eingeschrieben, mit zehn begann er ein Studium an der Universität Uppsala und im Alter von 15 Jahren begann er vermutlich seine militärische Ausbildung, was auch dazu führte, dass er mit 17 Jahren bereits als Leutnant am Preußisch-Schwedischen Krieges in Pommern teilnahm.

Sehr früh hatte Carl August Ehrensvärd auch eine künstlerische Ausbildung, die damals auch die Architektur mit einschloss, erhalten, wenn auch mit dem Ziel beim Bau militärischer Anlagen, bei der Beratung im Schiffbau und der Planung von Kriegshäfen mitwirken zu können. Gerade diese Kunstausbildung war für Ehrenswärd das ganze Leben lang ein Problem, denn er fühlte sich vielmehr als freier Künstler als als militärischer Befehlshaber, was sich auch während seiner verschiedenen Auslandsreisen ausdrückte, denn jeder Aufenthalt führt ihn zu Kunstsammlungen, historischen Bauten und weniger zu den militärischen Anlagen, die er studieren sollte.

Da Carl August Ehrensvärd unter Gustav III. eine außerordentliche Karriere in der Marine machte, die mit dem Verlust bei der Schlacht bei Svensksund eine kurze Unterbrechung machte, gerieten seine Gemälde immer mehr in den Hintergrund, abgesehen von seinen erotischen Zeichnungen und Karikaturen, die heute noch viele Liebhaber finden. Um seiner militärischen Karriere nicht zu schaden hatte Ehrensvärd auch seine beiden künstlerischen Bücher Resa till Italien und De fria konstersa filosofi 1786 auch unter einem Pseudonym veröffentlicht. Nach dem Tode von Gustav III. wurde Ehrensvärd zum Generaladmiral der Marine ernannt, was ihn jedoch nicht davon abhielt enge Kontakt zu Johan Tobias Sergel und anderen Künstlern zu halten und sich verstärkt der Kunst zu widmen. Carl August Ehrensvärd starb am 21. Mai 1800 im Alter von 55 Jahren in Örebro.


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Copyright: Herbert Kårlin

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