Sonntag, 25. Mai 2014

Jokkmokks-Jokke und das schwedische Volkslied

Jokkmokks-Jokke wurde am 25. Mai 1915 als Bengt Johansson in Djupbäck, einem kleinen Ort am Polarkreis geboren und nahm 1974 den Familienname Djupbäck an, der an seinen Heimatort erinnern soll. Wie so viele junge Leute Lapplands deren Eltern kein Samendasein führten, suchte Johansson mit 19 Jahren nach einem besseren Leben und begann daher als Arbeiter bei der schwedischen Eisenbahn SJ, liess sich dann jedoch als Maler ausbilden um im gleichen Unternehmen weiterzuarbeiten, jedoch mehr zu verdienen.

Als Maler begann Bengt Johansson sich mehr und mehr für die Musik zu interessieren und lernte Gitarre zu spielen. Ein Freund, der den zukünftigen Sänger spielen hörte, überredete Johansson mit ihm nach Stockholm zu gehen und eine dort eine Musikkarriere anzustreben statt ein Leben lang Arbeiter zu bleiben. Die beiden Freunde ginen nach Stockholm, wo der neu gebackene Sänger sein Glück direkt im legendären Nalen versuchen sollte. Der Freund hatte auch gleich die Idee Johansson den Namen Jokkmokks-Jokke zu geben und gab ihm den Tip sich in samischer Nationalkleidung zu präsentieren.

Im Nalen überzeugte Jokkmokks-Jokke mit seinem originellen Auftreten und Topsy Lindblom, der damalige Direktor des Nalen, liess den Sänger vor dem damaligen Jitterbug-Publikum auftreten, ein Kontrast, der kaum grösser sein konnte. Auch wenn Jokkmokks-Jokke nun von der Musik leben konnte, so dauerte es noch bis 1963 bis er mit seinem Lied Gulli-Gullan, das er für eine Geliebte geschrieben hatte, den grossen Druchbruch hatte und in ganz Schweden bekannt wurde. Acht Jahre später, und nach einer Rolle in einem Åsa-Nisse Filme, kam der Sänger 1971 mit Tillbaka till min hembyn selbst in die Svensktoppen. Der grosse Erfolg von Jokkmokks-Jokke, der am 15. Juni 1998 in Nacka starb, lag im Grunde jedoch nicht an seiner Stimme, sondern daran, dass er das Volk berührte und sich sein Leben lang um arme und ausgesetzte Personen kümmerte.


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Copyright: Herbert Kårlin

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