Freitag, 9. Mai 2014

Der schwedische Erfinder Gustaf de Laval

Gustaf de Laval kam am 9. Mai 1845 in Orsa in Dalarna zur Welt, legte 1863 seine Hochschulreife an der Universität Uppsala ab und studierte dort anschließend drei Jahre lang Mechanik. Nachdem de Laval dann zwei Jahre lang im Kupferbergbau gearbeitet hatte, kehrte er zurück nach Uppsala und legte dort im Jahre 1872 seinen Doktor in Philosophie ab. Auch wenn Gustaf de Laval um diese Zeit bereits einige Erfindungen gemacht hatte, begann er erst anschließend geradezu unermüdlich an ständig neuen Erfindungen zu arbeiten.

Da sich Gustaf de Laval als angestellter Ingenieur in Falun unbefriedigt fühlte, ging der Erfinder 1877 ganz nach Stockholm und entwickelte sich dort zum eventuell produktivsten Erfinder Schwedens, auch wenn de Laval die Nachteile hatte, dass er auch utopische Visionen hatte, die er nie realisieren konnte und dass er keinerlei Verhältnis zu Geld hatte, was seine Tests mit den Erfindungen manchmal problematisch machte. Dennoch gelangen ihm einige der bedeutendsten Erfindungen seiner Zeit, die noch heute weiterleben. Es handelt sich dabei insbesondere um die Dampfturbine, die Milchzentrifuge und die Lavaldüse, die noch heute in der Raketentechnik angewandt wird.

Die Bedeutung von Gustaf de Laval kann man ermessen, wenn man bedenkt, dass er während seines Lebens 37 verschiedene Firmen gründete und 93 schwedische Patente besaß. Da der Erfinder jedoch unfähig war mit Geld umzugehen und er teilweise sehr teure Entwicklungen realisierte, benötigte er in seinen Unternehmen immer wieder Partner, die seine Erfindungen auch vermarkten konnten. Aber auch das half de Laval nicht bei seinen persönlichen finanziellen Schwierigkeiten, denn bei seinem Tod musste seine Ehefrau noch wegen der Erbschaft den persönlichen Konkurs anmelden.


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Copyright: Herbert Kårlin

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