Freitag, 26. Juni 2015

Der Göteborg-Kolorist Ivan Ivarson

Als Ivan Ivarson, oft auch Ivarsson geschrieben, am 26. Juni 1939 in Paris starb, war er im Grunde nur in Künstlerkreisen bekannt, obwohl der Künstler an sehr vielen Ausstellungen teilgenommen hatte und heute als einer der bedeutendsten Göteborg-Koloristen bezeichnet wird. Ivarson, der zeitweise unter Depressionen litt und einen starken Drang zum Alkohol hatte, war zu sehr von französischen Künstlern wie Paul Cézanne beeinflusst um in der Heimat von Kritikern positiv bewertet zu werden, sein starkes Farbenspiel, das ihn gerade von anderen Künstlern unterschied, wurde in Schweden nahezu als entartet betrachtet.

Ivan Ivarson war am 20. Juli 1900 in Göteborg zur Welt gekommen und hatte von 1922 bis 1925 in der dortigen Kunsthochschule Valand unter Tor Bjurström, der stark vom Expressionismus beeinflusst war und seinen Schülern die Liebe zur Farbe vermitteln konnte, Malerei studiert. Die wahre Kraft der Farben entdeckte Ivarson jedoch erst während seines ersten Aufenthalts in Paris, wo er sich von 1927 bis 1929 mit der Künstlerin Märta Taube, seiner künftigen Ehefrau, aufhielt. Nach seiner Rückkehr nach Schweden ließ er sich kurze Seit im dänischen Helsingör nieder, um sich anschließend jedoch überwiegend in Göteborg und im Bohuslän aufzuhalten.

Die eindrucksvollsten und ausdrucksstärksten Gemälde Ivan Ivarsons entstanden zu Beginn der 30er Jahre, als er sich auf Stenungsö im Bohuslän aufhielt, seine Leinwände immer größer wurden und Ivarson die Farben teilweise von der Tube direkt auf die Leinwand drückte. Wer die Bilder dieser Epoche sieht, versteht auch seine Aussage, dass er Farbe am liebsten gegessen hätte, denn so stark war seine Beziehung zu den leuchtenden Farben, die typisch für die Göteborg-Koloristen waren. Ivarson, der vor allem mit seiner Landschaftsmalerei überzeugt, erhielt 2010 eine Sonderausstellung im Kunstmuseum Göteborg, wo sich auch einige seiner bekanntesten Werke befinden.


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Copyright: Herbert Kårlin

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