Freitag, 28. August 2015

Der finnlandschwedische Dichter Jacob Tegengren

Jacob Tegengren kam am 28. August 1875 in Vasa, dem heute finnischen Vaasa, zur Welt, legte im Jahre 1896 seine Hochschulreife ab und wurde drei Jahre später Agronom. Da er jedoch in diesem Bereich nicht arbeiten wollte, studierte er anschließend noch in Dänemark und Schweden Volkshochschulökonomie um zwischen 1910 und 1915 die Volkshochschule in Närpes (finnisch Närpiö) zu leiten. Anschließend wechselte Tegengren jedoch erneut seinen Beruf und wurde Bankdirektor im finnischen Vörå, an der Küste in Österbotten, eine Arbeitsstelle, die er bis 1945 einnahm.

Jacob Tegengren war in seiner Freizeit auch als Archäologe und als Ornithologe aktiv war, sowohl in Finnland als auch in Schweden, auch wenn dies heute weniger bekannt ist. Die literarische Aktivität von Tegengren reicht bis zum Jahr 1900 zurück, als er mit seiner Gedichtsammlung Dikter an die Öffentlichkeit trat. Als Inspirationsquelle für einige der darin enthaltenen Gedichte gilt seine große Liebe Else Nyman, die er nur zwei Jahre später heiratete. Wie alle Werke des Dichters, so zeugt auch seine frühe Poesie bereits von einem starken Glauben, denn die die Bibel war immer die wichtigste Quelle Tegengrens, ein Leitfaden, den man sowohl in seinen Gedichten, als auch seinen Novellen und Psalmen deutlich verfolgen kann.

Jacob Tegengren, der am 25. November 1956 starb, wurde bereits zu Lebenszeiten als nordischer Dichter bezeichnet, da er in Schweden und Finnland gleichermaßen bekannt war, nicht zuletzt auch auf Grund der Anwendung der schwedischen Sprache, was sich daraus erklärt, dass sein Vater aus Schweden stammte und die Mutter aus Schottland. Tegengren, der mit mehreren Psalmen im schwedischen Psalmenbuch vertreten ist, veröffentlichte im Laufe der Jahre 15 Lyrikbände, einige Prosawerke und seine gesammelten Reden. Auch wenn Tegengren zu Beginn des 20. Jahrhunderts als der größte Dichter Österbottens bezeichnet wurde, so gelang es ihm nie den nordischen literarischen Kreis zu verlassen, vermutlich, weil ihm die Originalität eines Dichters fehlte.


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Copyright: Herbert Kårlin

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