Sonntag, 2. August 2015

Fredrik von Ehrenheim, der Vertraute von Gustav IV. Adolf

Als Fredrik von Ehrenheim am 2. August 1828 in Stockholm starb, ging er nicht als der loyale Diplomat Gustav IV. Adolfs in die Geschichte ein, der er in der Tat war, sondern er wurde, nicht zuletzt auf Grund der Schriften von Georg Adlersparre, ins politische Abseits gestellt. Nur dank seiner wissenschaftlichen Arbeiten und seiner kurzen Rückkehr in die Politik im Jahre 1817, wurde Ehrenheim nicht ganz vergessen, einer der wenigen Adeligen des Landes, die sich nicht dem Staatsstreich gegen Gustav IV. Adolf angeschlossen hatten.

Fredrik von Ehrenheim war am 29. Juni 1753 auf Gut Broby in Bettna im Södermanland zur Welt gekommen und hatte nach seinem Studium an der Universität Uppsala eine Beamtenlaufbahn begonnen. Während er die ersten Jahre unentlohnt als Kanzleischreiber beschäftigt war, stieg Ehrenheim relativ schnell im Rang und schon 1782 wurde er in die königliche Kanzlei versetzt, was den Beamten drei Jahre später zum diplomatischen Dienst in Dresden und in Kopenhagen führte. In dieser Zeit fiel Fredrik von Ehrenheim auch König Gustav IV. Adolf auf, der ihn 1797 zum Hofkanzler und 1801 zum Kanzleipräsidenten ernannte.

Dieser Aufstieg kam selbst für Fredrik Ehrenfeld überraschend, aber der König hatte erkannt, dass er in seinem Staatsdiener einen loyalen Angestellten hatte, der sich bei seinen Entscheidungen nicht um die verschiedenen politischen Strömungen kümmerte und unbestechlich war. Dies war auch der Grund, warum Ehrenfeld den Auftrag bekam den schwedischen Vertrag mit Napoleon zu beenden und mit England ein Abkommen einzugehen ohne Schweden in einen neuen Krieg zu führen, eine Entscheidung, die letztendlich zum Sturz des Königs führte und Ehrenfeld in Ungnade brachte. Als sich der Diplomat 1809 auf sein Gut zurückzog, beschäftigte er sich fast ausschließlich mit der Gartenkultur und machte sich als Autor von wissenschaftlichen Werken einen Namen.

Copyright: Herbert Kårlin

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