Posts mit dem Label Kaufmann werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kaufmann werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 9. Juni 2015

Frans Suell, ein schwedischer Kaufmann mit neuen Ideen

Frans Suell kam am 9. Juni 1744 als Sohn eines aus Deutschland eingewanderten Kaufmanns in Malmö zur Welt und begann sehr früh im Unternehmen des Vaters zu arbeiten, unterbrach diese Arbeit jedoch ab 1758 um erst einmal zwei Jahre lang die verschiedensten Fächer an der Universität Lund zu studieren und anschließend in mehreren großen europäischen Handelshäusern eine kaufmännische Erfahrung zu sammeln. Als Suell 1971 zurück nach Malmö kam, übernahm er die Firma des Vaters, allerdings mit seinem Stiefvater, der in Malmö eine bedeutende politische Rolle spielte. Erst als sich dieser 1793 vom Berufsleben zurückzog, führte Suell das Unternehmen dann vollkommen selbständig.

Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Schweden hatte Frans Suell begonnen weitere Unternehmen aufzukaufen und nach den in anderen Ländern erworbenen Kenntnisse zu modernisieren. Suell sah seine Wirtschaftstätigkeit in sehr großen Ausmaßen und dachte jede Sekunde an Modernisierung. So begann Suell 1774 auch die ersten Hafenanlage in Malmö zu errichten, begann bald seine Reederei auszubauen um Eisen und Tabak exportieren zu können und gründete 1803 auch die erste Bank Malmös, denn gerade in den verschiedensten Verflechtungen sah der Kaufmann den großen Gewinn.

Eine weitere wichtige Reform Schwedens geht ebenfalls auf Frans Suell zurück, denn dieser kaufte im Raum Malmös mehrere kleinere Güter auf, die wegen der geringen landwirtschaftlichen Fläche jener Zeit wenig Gewinn brachten und schuf große zusammenhängende Flächen, die weitaus besser zu bewirtschaften waren und daher auch höhere Gewinne abwarfen. Diese Idee Suells verbreitete sich sehr bald auch auf andere Teile Schwedens und kann als Beginn der Agrarreform Schwedens gesehen werden. Um sich die auf seinen Gütern beschäftigte Bauern zu verpflichten, schuf er auch Schulen für deren Kinder und legte selbst ein Dorf mit einfachen Reihenhäusern für seine Beschäftigten an. Frans Suell starb am 15. November 1817 als einer der angesehensten Bürger Malmös in seiner Heimatstadt.


9. Juni 1886: Tora Dahl, die Bewältigung einer unehelichen Geburt
9. Juni 1948: Die schwedische Politikerin Gudrun Schyman
9. Juni 1960: Eva Dahlgren, mehr als ein musikalisches Symbol Schwedens
9. Juni 1962: Die Rennstrecke Knutstorp in Skåne
9. Juni 2007: Die Götheborg legt wieder in Göteborg an

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 19. November 2014

Der Aufstieg des Kaufmanns Jacob Graver

Als Jacob Graver am 19. November 1779 starb, galt er als einer der reichsten Kaufleute Schwedens, der in den verschiedensten Bereichen aktiv gewesen war und nur eine seiner Geschäftsideen mit Verlust beendet hatte. Mehrere seiner Aktivitäten blieben allerdings bis heute mehr Gerüchte als bewiesene Tatsachen, denn Graver nahm es mit Bestimmungen nie sehr genau und stellte die Frage nach Einkommen und Gewinn immer an die erste Stelle,auch wenn dadurch die Qualität der Ware unter Umständen litt oder er einen Strohmann einsetzen musste um gewisse Geschäfte durchführen zu können.

Jacob Graver war Anfang November 1708 als Sohn holländischer Einwanderer in Stockholm geboren worden und begann bereits sehr früh für den Stockholmer Kaufmann Henrik Steinhausen zu arbeiten. Seine Handelstätigkeit schien sehr erfolgreich zu sein, denn 1738 wurde er vom Handelskollegium erstmals angezeigt, weil er Handel betrieben hatte ohne schwedischer Bürger zu sein. Diese und zahlreiche folgende gerichtliche Auseinandersetzungen hinderten Graver jedoch nicht weiterhin eine kaufmännische Tätigkeit auszuüben, bis Graver seine Situation im Jahre 1742 durch eine Einbürgerung normalisierte und lauf legale Weise Kaufmann werden konnte.

Obwohl Jaob Graver ein relativ vorsichtiger Kaufmann war, der vor allem Eisen exportierte, hatte er sich aus finanziellen Gründen, mit zwei anderen Kaufleuten zusammengeschlossen was eine enorme Expansion der Geschäfte ermöglichte. Leider waren seine Partner finanziell gesehen weitaus leichtsinniger als er selbst und nahmen Risikogeschäfte in Kauf. So kam es auch zur Gründung einer Gerberei, die vor allem mit der Gilde der Schuhmacher zusammenarbeitete, was sich als Problem herausstellte. Gravers Unternehmen hatte sich verpflichtet Eichenrinde zum Gerben zu verwenden, ein Material, das es nicht in ausreichender Menge gab. Als die Firma daher heimlich zu Birkenrinde griff, kam es erneut zu Klagen wegen der schlechten Qualität des Leders. Als das Trio, das auch Katzenfell und Hundefell zu Leder verarbeitete, dann auch noch minderwertiges Leder für die Herstellung von Militärschuhen lieferte, griff die Armee zum Import von Schuhen und die Gerberei musste zu Grabe getragen werden. Von diesem Problem war jedoch Gravers Eisenexport, seine Versicherungstätigkeit und sein Kreditunternehmen nicht betroffen, aber der Verlust beendete die Zusammenarbeit mit seinen Partnern.


19. November 1889: Fritz Herman Eriksson und die öffentliche Kunst
19. November 1915: Joe Hill, der berühmteste Schwede Amerikas
19. November 1919: Die schwedische Kinderhilfsorganisation Rädda Barnen
19. November 1973: Fünf Ameisen sind mehr als vier Elefanten

Copyright: Herbert Kårlin