Sonntag, 1. Juli 2012

Die erste Briefmarke Schwedens

Auch wenn die Geschichte des schwedischen Postdienstes bis ins 17. Jahrhundert und damit zu Axel Oxenstierna zurückgeht und die erste Briefmarke bereits  im Jahre 1840 in Großbritannien entstanden war, so wurde in Schweden die erste Briefmarke erst am 1. Juli 1855 verwendet, die damals für Standardbriefe vier Schillinge kostete und die bis dahin vom jeweiligen Postamt abhängigen Gebühren durch einen Einheitspreis für ganz Schweden ersetzte.

Genau genommen weiß man nicht einmal, ob diese ersten Briefmarken am 1. Juli bereits verwendet wurden und wenn ja, wie viele dann die Briefe zierten, denn bekannt ist nur, dass die Postverwaltung an diesem Tag eine Million Briefmarken in den Postämtern Schwedens verteilte und, außer der Vier-Schilling-Briefmarke, auch Marken im Werte von drei, sechs, acht und 24 Schilling verteilt wurden. Ein üblicher Brief für vier Schillinge durfte damals 1 1/4 Lod wiegen, also 16,6 Gramm.

Aber auch wenn der Versand von Briefen im Jahre 1855 noch nicht gerade für Jedermann üblich war, da ein Arbeiter ganze 90 Minuten arbeiten musste um nur eine einzige Briefmarke kaufen zu können, so wurden im gleichen Jahr bereits 9,3 Millionen Briefe in Schweden verschickt. Durch die Vereinheitlichung des Portos und die Erscheinung von Briefkästen, machte der Postversand dann in den folgenden Jahren einen gewaltigen Sprung nach oben, denn 1870 hatte sich die Anzahl der Briefsendungen bereits auf 19,5 Millionen erhöht.


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Copyright: Herbert Kårlin

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