Mittwoch, 25. Juli 2012

Albert Lindhagen und die Planung Stockholms

Albert Lindhagen wurde am 25. Juli 1823 in Askeby in Östergötland geboren und war ursprünglich Jurist und zweitrangig Politiker. Bekannt wurde er jedoch durch seinen sogenannten Lindhagenplanen, der Stockholm seinen Charakter als europäische Großstadt gab, was noch heute insbesondere am Karlaplan und am Stureplan deutlich wird. Albert Lindhagen hat damit den Teil Stockholms geschaffen, der als die schwedische Revolution der Stadtplanung des 19. Jahrhunderts betrachtet werden kann.

Wer heute Stockholm genauer betrachtet, stellt fest, dass die Stadt im Grunde nur nach drei Stadtplänen erbaut wurde. Nach dem Plan von Clas Larsson Fleming aus dem 17. Jahrhundert mit seinem Einfluss der Renaissance, jenem von Albert Lindhagen, der Stockholm den Klassizismus brachte und schließlich Yngve Larsson, der mit der Norrmalmsreglering im 20. Jahrhundert den Modernismus hinzufügte. Alle neuen Pläne Stockholms passen sich den Strukturen an, die diese drei Planer Stockholms ursprünglich schufen.

Auch wenn Albert Lindhagen eigentlich Recht in Uppsla studiert hatte, so interessierte er sich insbesondere für die nordische Städteplanung, wobei ihn hierbei alle Aspekte interessierten, angefangen von der Brandgefahr bis zur Gesundheit der Bewohner und der Infrastruktur. Mit seinen Arbeiten beeinflusste Lindhagen sämtliche Stadtplaner Schwedens des 19. Jahrhunderts, inklusive jener, die bis zum Ersten Weltkrieg aktiv als Stadtplaner tätig waren. Lindhagen ließ sich bei der Entwicklung Stockholms allerdings von den Ideen Haussmanns beeinflussen, so dass man gewisse Parallelen zwischen Paris und Stockholm finden kann.


25. Juli 1526: Gustav Vasa und der Svea Kanal vom Mälaren zum Vänern
25. Juli 1700: Jacob Serenius und die Konfirmation in Schweden 

Copyright: Herbert Kårlin

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