Sonntag, 15. Juli 2012

Der schwedische Kreuzzug ins russische Reich

Der 15. Juli 1240 war einer der verhängnisvollen Tage in der Geschichte der schwedischen Kreuzzüge, zumindest wenn man den russischen Quellen vollen Glauben schenkt, denn in der schwedischen Geschichte findet man zwar Hinweise zu diesem Kreuzzug ins russische Reich, aber von der Schlacht bei Neva berichtete nur Alexander von Nowgorod ausführlich, der spätere Heilige Alexander Newski, einer der größten russischen Nationalhelden um den zahlreiche Legenden aufgebaut wurden.

Als Birger jarl diesen Kreuzzug nach Russland plante, hatte er eben erst die Tavaster in Finnland besiegt und zum rechten Glauben gebracht, so dass er davon überzeugt war, dass ihm Gott nun auch gegen die russischen Barbaren helfen würde, zumal er der Meinung war, dass die Mehrheit des russischen Heeres in der Mongolei beschäftigt sei und er daher bei seinem Zug gegen Nowgorod auf keinen bedeutenden Widerstand stoßen würde. Die Mündung der Newa zu dominieren sollte ihm dabei gleichzeitig dazu dienen den gesamten Ostseeraum zu beherrschen.

Über den verhängnisvollen 15. Juli gehen dann die schwedische und russische Versionen jedoch etwas auseinander, denn nach Alexander von Nowgorod soll Birger jarl bei den Kämpfen verletzt worden sein und die Schweden geradezu in Panik die Flucht ergriffen haben, während nach schwedischen Quellen Birger jarl sich zu jener Zeit gar nicht an der Front aufhalten konnte, sondern der Bischof Thomas von Åbo den Kreuzzug leitete. Sicher ist jedoch, dass sich die schwedischen Truppen zurückziehen mussten und das russische Reich bei diesem Kreuzzug nicht zum christlichen Glauben fand.


15. Juli 1949: Carl Bildt, diplomatischer Außenminister Schwedens
15. Juli 2008: Der Streik der Busfahrer, nur ein halber Erfolg 

Copyright: Herbert Kårlin

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