Dienstag, 24. Juli 2012

Kristina, ein unveränderlicher Namenstag in Schweden

Obwohl in Schweden katholische Namenstage in immer größerem Masse abgeschafft wurden, so überstand der Vorname Kristina, bisweilen auch Christina geschrieben, jede Namenstagsreformation Schwedens. Noch heute wird Kristina am 24. Juli jeden Jahres gefeiert, während Kristin und Kerstin erst 1986 an diesem Tag eingeführt wurde und bereits 1993 wieder entfernt wurde und Stina ab 1993 Kristin ersetze und dann 2001 ebenfalls wieder aus dem Kalender verschwinden musste.

Die Ursache, dass Kristina jede Reformbewegung überstanden hat, ist darin zu suchen, dass dies der Name mehreren Königinnen Schwedens war, insbesondere aber der berühmten Königin Kristina, die das schwedische Reich von 1632 bis 1654 regierte. Der Vorname Kristina ist daher eng mit der schwedischen Geschichte verbunden und wird daher trotz seines katholischen Ursprungs und der Bedeutung „die Christin, die Erleuchtete“ auch in Zukunft erhalten bleiben. Um die christliche Bedeutung zu mindern, lassen sich allerdings viele schwedische Kristinas lieber Kia, Kicki oder Kickan nennen.

In der katholischen Kirche wird der Vorname Kristina mit der Märtyrerin Christina aus dem italienischen Bolsena in Verbindung gebracht, die gegen das Jahr 200 als Tochter heidnischer Eltern geboren wurde, von einer Dienerin zum katholischen Glauben geführt wurde für den sie, nach mehreren bedeutenden Wundern, auch starb. Auch in Italien hat Christina am 24. Juli ihren Namenstag, wobei die Stadt Bolsena die Wunder der Heiligen jedoch bereits am 18. Juni mit einem großen Blumenfest feiert. Nach einer Legende erhob Papst Urban IV., erneut nach einem Wunder in Bolsena in Zusammenhang mit der Heiligen Christina, Fronleichnam zu einem offiziellen Kirchenfeiertag, nur 18 Jahre nach seiner Entstehung.


24. Juli 1619: Russische Galere greift Nyköping an
24. Juli 1842: Die Skeppsholmskyrkan in Stockholm 

Copyright: Herbert Kårlin

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