Montag, 23. Juli 2012

Erik Brahe will die schwedische Königsmacht stärken

Erik Brahe starb am 23. Juli 1756 auf dem Schafott, da er an einer Verschwörung beteiligt war, die die Königsmacht im Land stärken sollte. Er beendete damit seine bis dahin glänzende Laufbahn, die ihn vom einfachen Ritter in der Kavallerie Skånes bis zur ritterlichen Leibgarde des Königs bgebracht hatte. Als Graf hatte Brahe zudem im schwedischen Reichstag einen gewissen Einfluss erlangt. Leider ließ er sich in dieser Position von Königin Lovisa Ulrika in eine Konspiration verstricken.

Lovisa Ulrika wollte die Macht des Königs in Schweden ausdehnen und suchte daher in ihrer Umgebung so viele Verbündete wie möglich. In diesem Rahmen verpfändete sie selbst die Kronjuwelen, die jedoch Eigentum des Landes waren. Erik Brahe ließ sich nur zu gerne von dieser Änderung überzeugen, die nach dem Umsturz auch die Macht des Adels beschränkt sein sollte, was ihm einen höheren Einfluss und eine höheres Einkommen bringen konnte. Allerdings rechneten weder die Königin noch Brahe damit, dass die Hofdame Ulrika Strömfelt den Plan verraten würde.

Am 22. Juni 1756 wurde der Plan während eines Reichstags, bei dem auch Erik Brahe anwesend war, aufgedeckt und am 16. Juli fiel bereits das Urteil. Alle Beteiligten, außer dem Königspaar, wurden zum Tode verurteilt und sämtliche ihre Güter wurden eingezogen. Die 22-jährige Ehefrau Brahes, die gerade ein Kind erwartete, versuchte die Richter und den Reichsrat, der für Begnadigungen zuständig war, umzustimmen um das Leben ihres Mannes auf jede erdenkliche Weise zu retten, ohne jedoch irgendeinen Erfolg zu erreichen. Am 23. Juli 1756, nur eine Woche nach dem Urteil, wurde Erik Brahe öffentlich hingerichtet.


23. Juli 1373: Visionen der Heiligen Birgitta
23. Juli 1896: Untergang der S/S Freja af Fryken in den Frykensjöarna

Copyright: Herbert Kårlin

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