Dienstag, 13. November 2012

Die größte Sturmflut der Geschichte Skånes

Tagelang hatte ein starker Südwestwind bereits Wassermassen in die Ostsee gedrückt und nicht nur Teile Dänemarks, sondern auch die Küste Skånes bedroht. Am 13. November 1872 geschah dann das Unvermeidliche als am Abend ein wahrer Orkan losbrach und  im Hafen von Abbekås (zwischen Ystad und Trelleborg) ein Wasserstand von 360 Zentimeter über dem Normalstand gemessen wurde und große Teile der Hafenanlage in nur wenigen Minuten überschwemmt wurden und evakuiert werden mussten.

In der Nacht hatte der Wind dann an der Küste Skånes eine Geschwindigkeit von über 115 Kilometer die Stunde erreicht und an vielen Stellen lag das Wasserniveau etwa drei Meter über der Normalhöhe. Als die Dämme brachen, mussten zahlreiche Häuser an der Küste verlassen werden. Selbst in der Kirche von Skanör-Falsterbo, wo viele der Halbinsel ihre Zuflucht suchten, mussten noch Bretter über die Kirchbänke gelegt werden, damit die Bewohner nicht im Wasser stehen mussten.

In dieser Nacht wurden in Skåne, Jylland, Falster und Lolland über 200 Boote an Land gespült und weite Küstenstrecken vollkommen verwüstet. Skåne kam bei dieser Sturmflut dennoch noch relativ gut davon, denn in Dänemark starben in dieser Nacht etwa 80 Personen, weil sie sich nicht rechtzeitig vom Hochwasser retten konnten. Obwohl nach dem Wetterdienst eine solche Katastrophe nur alle 1000 Jahre eintritt, stieg das Wasser der Ostsee bereits 1904 auf nahezu das gleiche Niveau, so dass sich die Katastrophe bereits nach 32 Jahren fast wiederholt hätte.


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Copyright: Herbert Kårlin

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