Samstag, 3. November 2012

Gustaf Tenggren, von Trollen zu Disneys Pinocchio

Am 3. November 1896 wurde Gustaf Tenggren im kleinen Ort Magra bei Alingsås im Västergötland geboren. Da sein Vater 1898 nach Amerika auswanderte ohne den Sohn mitzunehmen, wurde Gustaf von seinem Großvater Johan Teng erzogen. Der spätere Illustrator lernte seinen Beruf in der Kunsthochschule Valand in Göteborg und ersetzte im Jahre 1916 den Illustrator John Bauer bei der Serie Bland tomtar och troll, für die er bis 1925 Gestalten der schwedischen Sagenwelt zeichnete.

Bereits 1920 wanderte Gustaf Tenggren ebenfalls nach Amerika aus, wo er die ersten Jahre vor allem Zeitungen illustrierte und Plakate malte, da er sich erst dem amerikanischen Stil anpassen musste, der wenig mit jenem in Schweden gemein hatte. Bald begann Gustaf Tenggren dann jedoch auch Märchenbücher zu malen, die zwar im amerikanischen Stil entstanden, wo man jedoch immer wieder die bekannten Morauhren im Hintergrund entdeckt, die auch die typische Malereien aufweisen und eine verborgene schwedische Signatur des Illustrators darstellt.

Im Jahre 1936 wurde Gustaf Tenggren bei den Disney Studios angestellt wo er während der Entstehung der Filme „Schneewittchen und die Sieben Zerge“, „Bambi“ und „Pinocchio“ Atelierchef war, was sich, unter anderem, bei der Gestalt Geppetto sehr deutlich zeigt, da dieser in sehr vielen Zügen seinem Großvater Johan Teng ähnelt. Gustaf Tenggren, der bis 1940 bei Disney arbeitete und anschließend fast ausschließlich Bücher illustrierte, kehrte nie nach Schweden zurück, sammelte jedoch Antiquitäten aus Scheden, die er testamentarisch dem Dalarna Museum in Falun vermachte, wo sie in einer eigenen Abteilung zu sehen sind.


3. November 1902: Die Göteborgs-Tidningen (GT) erscheint zum ersten Mal
3. November 1911: Der schwedische Kapellmeister William Lind 

Copyright: Herbert Kårlin

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