Mittwoch, 8. Mai 2013

Der schwedische Staat rettet die Nordbanken (heute Nordea)

Die Nordbanken wurde durch ein Zusammenlegen der Uplandsbanken und der Sundsvallsbanken gegründet und war gerade einmal sechs Jahren lang aktiv als sie durch die schwedische Wirtschaftskrise der 90er Jahre wegen Valutaspekulationen und einer großen Menge unsicherer Kredite bereits kurz vor den Konkurs geriet. Die Rettung kam jedoch am 8. Mai 1992, als sich der schwedische Staat entschied die Bank mit 20 Milliarden Kronen zu unterstützen und damit das gesamte private Aktienkapital zu erwerben und die Bank vollständig zu übernehmen.

Diese Maßnahme war sehr umstritten, denn durch den Eingriff des Staates wurde eine einzige Bank Schwedens gestützt, was auch bedeutete, dass nur für diese Bank die Kreditwürdigkeit stieg und nahezu alle alle anderen Banken des Landes auf ihren riskanten Krediten sitzen blieben und deswegen die Besitzer der Aktien um Geld angehen mussten. Carl Bildt, der damalige Ministerpräsident, griff damit einseitig in das Wirtschaftsgeschehen ein und brachte zahlreiche Banken in eine sehr prekäre Situation um die bis dahin halbstaatliche Nordbanken, die  überwiegend aus der früheren Post- und Kreditbanken bestand, zu retten und in eine stabile Bank zu verwandelt.

Allerdings konnte auch der Aufkauf des gesamten Aktienkapitals durch den Staat die Bank nicht langfristig retten, denn als Nordbanken 1998 erneut in Schwierigkeiten geraten war, fusionierte sie mit der relativ stabilen, finnischen Merita Banken und erhielt vorübergehend den Namen Merita-Nordbanken, die im Jahre 2000 durch weitere Fusionen zum gesamtnordischen Finanzkonzern Nordea wurde, das sich um jede Art von Finanzgeschäften kümmert und bereits mehrmals in die Kritik geriet, unter anderem wegen ihrer Personalpolitik und vermuteter Geldwäsche.


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Copyright: Herbert Kårlin

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