Dienstag, 28. Mai 2013

Die Skandale der Fotografin Elisabeth Ohlson Wallin

Elisabeth Ohlson Wallin, geborene Ohlson, wurde am 28. Mai 1961 in Skara geboren und begann ihre Karriere als Fotografin im Jahre 1980, allerdings nicht als Künstlerin, sondern sie arbeitete für Tageszeitungen und die Kunst blieb für einige Jahre ein engagiertes Hobby. Der Erfolg kam dann jedoch nahezu über Nacht, als Ohlson Wallin im Jahre 1998 ihre Ausstellung Ecco Homo präsentierte, eine Ausstellung, die die Fotografin weltberühmt machte.

Die Ausstellung Ecco Homo von Elisabeth Ohlson Wallin ist bis heute die umstrittenste Fotoausstellung Schwedens, obwohl die Folgethemen der Fotografin in der Regel ebenfalls zum Skandal neigten und die Besucher die Ausstellungen nur unter bedeutenden Sicherheitsvorkehrungen, zum Beispiel der Passage von Metalldetektoren, besuchen konnten. Bei der Ausstellung Ecce Homo zeigte die Fotografin 12 Bilder, bei denen sie Bibelzitate als Basis nahm um, unter anderem, Jesus als Homosexuellen darzustellen. Nahezu jede der Ausstellungen verursachte einen Aufruhr und mehrmals wurden Bilder oder auch die gesamte Ausstellung zerstört, da Ohlson Wallin grundsätzlich eine sehr eigene Interpretation der Bibel zeigt. Aber egal welche Motive die Fotografin hatte um Ecce Homo zu schaffen, ihr Name war nun in aller Munde.

Viele Fotografen hätten nach diesem Aufstand und Bombendrohungen nun das Thema Bibel gewechselt, nicht so Elisabeth Ohlson Wallin, die sich mit ihren Fotos zu religiösen Themen für die Rechte Homosexueller einsetzt und mit jedem Bild provoziert, und auch eine Gruppe Menschen verletzt. Aber gerade dadurch gelingt es ihr auch ein sehr breites Publikum anzusprechen und sich selbst, als Künstlerin, in den Vordergrund zu setzen. Immerhin hat sie sich ein einziges Mal halbherzig für ein Foto entschuldigt, das satirische Foto Kungamiddagen auf dem Königin Silvia ein Hakenkreuz zu beseitigen versucht.


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28. Mai 1914: Selma Lagerlöf wird Mitglied der Svenska Akademien

Copyright: Herbert Kårlin

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