Donnerstag, 2. Mai 2013

Olle Bærtling, der gemobbte Künstler Schwedens

Als Olle Bærtling am 2. Mai 1981 in Stockholm starb, galt er als einer der  bedeutendsten abstrakten Maler Schwedens und war nicht nur weltweit anerkannt, sondern seine Bilder wurden von den größten Museen Schwedens gekauft und erzielten bei Ausstellungen in Galerien Rekordsummen. Als Bærtling jedoch 1934 zu malen begann, sah seine Zukunft alles andere als vielversprechend aus, denn ihm fehlte jede Voraussetzung um von schwedischen Künstlern und Kritikern anerkannt zu werden.

Olle Bærtling war Bankangestellter als er 1934 als Autodidakt zu malen begann, einer jener zahlreicher expressionistischer Hobbymaler, die man in ganz Schweden fand. Als er jedoch 1949, während einer längeren Urlaubs in Paris bei André Lhote und Fernand Léger die abstrakte Kunst entdeckte, ging er ganz zu diesem Stil über, ohne auch nur eine Sekunde daran zu denken, dass diese bahnbrechende Kunst in Schweden noch nicht angekommen war. Als er sich zurück in Schweden um Ausstellungen bemühte, wurde er aus allen künstlerischen Gruppen ausgeschlossen und jede Ausstellung wurde ihm unmöglich, denn Dreiecke und Kreise hatte nichts mit schwedischer Kunst zu tun.

In Form der Galeristin Agnes Widlund kam dann jedoch die Wende für Olle Bærtling, denn über Widlund traf der Künstler Oscar Reuterswärd, Pontus Hultén und Rolf Söderberg, die von seinen Gemälden spontan begeistert waren und ihm 1953 zu einer Ausstellung in Paris verhalfen. Erst als man weltweit auf das Genie Olle Bærtling aufmerksam geworden war, wurde der Künstler auch in Schweden gefeiert, dem Land, das seine Bilder zu Beginn am liebsten verbrannt hätte, da er eine abartige Kunst schuf.


2. Mai: Åsa, mehr als nur ein Namenstag
2. Mai 1754: Hedemora brennt bis auf wenige Häuser nieder

Copyright: Herbert Kårlin

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