Samstag, 25. Mai 2013

Gustaf Bonde, ein Gegner der schwedischen Kriege

Als Gustaf Bonde am 25. Mai 1667 im Alter von 47 Jahren auf der Rückreise nach Schweden starb, hatte er ein Leben lang dafür gearbeitet die Schulden Schwedens zu reduzieren und das Land damit intern zu stärken, auch wenn er selbst zu jener Schicht gehörte, die davon überzeugt war, dass Adel und Regierung eng verknüpft sind und er sich daher mit seinen Sparmaßnahmen im eigenen Kreis sehr unbeliebt machte. Zufrieden zeigte sich eigentlich nur der König, da dieser gerade einen Finanzmann haben wollte, der die Überschuldung des Landes stoppte.

Historisch gesehen war Gustaf Bunde als „Finanzminister“ in drei Punkten von größter Bedeutung für Schweden, denn als er nach der Thronbesteigung von Karl X. Gustav die Finanzen Schwedens regeln sollte, war er bereits gut darauf vorbereitet, da er sich schon unter Königin Kristina intensiv mit der Staatsfinanzierung beschäftigt hatte. Sein erster Schritt war daher den Verkauf von königlichen Gütern aufzuhalten und gleichzeitig Schenkungen und Stiftungen zu stoppen, da beides bisher sehr großzügig geschah und damit das Staatskapital bedeutend schrumpfen ließen.

Während Gustaf Bonde mit der ersten Maßnahme zwar dem Adel die Einkünfte etwas beschnitt, was bereits mit Unwillen gesehen wurde, brachte ihm die zweite Methode die Feindschaft von Magnus Gabriel De la Gardie ein, denn Bonde wollte die schwedischen Kriege nicht weiterhin stützen und reduzierte die Ausgaben für den Krieg gegen Bremen bedeutend, bremste dadurch das Großmachtdenken von De la Gardie, wodurch selbst seine dritte Änderung nur noch einen schwachen Widerstand fand, denn Bonde sorgte dafür, dass Kupfergeld abgeschafft und von Silbergeld ersetzt wurde. Parallel dazu wurde die erste Bank Schwedens gegründet und Bonde hatte die Idee, dass die höheren Stände und die Verwaltung Stockholms als Garantie für die Palmstruchska Bank eintreten sollten, nicht der König.


25. Mai 1622: Gustav II. Adolf gründet die Stadt Borås
25. Mai 1930: Ohne Pass zwischen Schweden und Dänemark über den Öresund 

Copyright: Herbert Kårlin

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