Donnerstag, 13. Februar 2014

Tore Fredrik Wretman und die schwedische Kochkunst

Als Tore Fredrik Wretman am 13. Februar 2003 in Stockholm starb, galt er als der Erneuerer der schwedischen Küche, der nicht nur den Smörgåsbordet und die Hausmannskost wieder in die schwedischen Restaurants gebracht hatte, sondern durch seine Radio- und Fernsehsendungen auch die gesamte schwedische Kochkunst erneuert hatte und in jedes Heim des Landes geführt hatte. Als einer der Gründer der gastronomischen Akademie ist sein Name auch heute noch sehr eng mit der schwedischen gehobenen Küche verbunden.

Tore Fredrik Wretman, der zum Ehrendoktor ernannt wurde und die Professorenwürde verliehen bekam, hatte seine gastronomische Karriere im Jahre 1932 begonnen, als er als Sechzehnjähriger im Hotel Continental in Stockholm zu arbeiten begann, allerdings bereits ein Jahr später zum legendären Maxim in Paris wechselte. Fünf Jahre lang machte sich Wretman dort mit der französischen Küche vertraut bevor er nach Schweden zurückkehrte um dort für Sara Reuterskiöld zu arbeiten. Seine Arbeit im Restaurant Regnbågen dauerte jedoch nur sehr kurze Zeit, da der Kuchenchef zum Wehrdienst einberufen wurde.

Nach Abschluss des Wehrdienstes ging Tore Fredrik Wretman dann in die USA um die dortige Kochkunst zu entdecken. Als er 1941 mit einem finnischen Schiff nach Skandinavien zurückkehren wollte wurde jedoch dieses vor Island von den Briten nach London umgeleitet wo Wretman dann bis 1943 im Savoy an der Rezeption arbeitete. Erst zwei Jahre später konnte Wretman dann wieder schwedischen Boden betreten. In Stockholm arbeitete der Küchenchef dann zwei Jahre lang im Operakällaren bevor er sein eigenes Restaurant eröffnete, dem einige weitere folgten bis er 1955 den Operakällaren übernehmen konnte und damit das führende Restaurant Schwedens besass. Dort verwandelte er, durch Einführung anderer Rohwaren, Anwendung von Gewürzen und der Einführung von damals exotischen Früchten, die schwedische Hausmannskost zu dem was man heute im gehobenen Niveau davon erwartet.


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Copyright: Herbert Kårlin

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