Freitag, 16. Januar 2015

Henning Hamilton und die Hamiltonaffäre

Henning Hamilton kam am 16. Januar 1814 als Sohn eines Politikers und Justizrates in Stockholm zur Welt und beendete sein Studium an der Universität Uppsala im Jahre 1830 mit dem Kanzleiexamen. Nach einem längeren Auslandsaufenthalt begann sich Hamilton nicht nur politisch zu engagieren, sonder wurde auch Lehrer für Topographie und Befestigungen an der Kriegsakademie. Parallel hierzu entwickelte sich Hamilton zum kriegswissenschaftlichen Schriftsteller, was ihm in jener Zeit nicht nur große Ehren einbrachte, sondern ihn auch zum Fachmann der schwedischen Kriegsführung machte.

Ab 1839 wurde Henning Hamilton Sekretär der Kriegsakademie und Kammerherr der Kronprinzessin Josefina (Josefina von Leuchtenberg), später auch für die Prinzen Karl und Gustaf. Vor allem sein Verhältnis zu Karl, dem späteren Karl XV., sollte für den rapiden Aufstieg des konservativen und königstreuen Hamilton eine wichtige Rolle spielen da dieser 1857 auf Grund der Krankheit seines Vaters, Oscar I., die Regierung übernahm. Hamilton stellte sich in jedem Punkt hinter den König und forderte damit die gesamte Adelsschicht Schwedens heraus.

Trotz des Widerstands der adeligen Schwedens gehörte Henning Hamilton bald zu den mächtigsten und einflussreichsten Personen Schwedens, der in alle bedeutenden wissenschaftlichen Akademien gewählt wurde und selbst im Ausland als überragender Wissenschaftler und Politiker galt. Das Ende kam für Hamilton jedoch im Jahre 1881, als bekannt wurde, dass er für einen Kredit von 80 Milionen Kronen, heutiger Wert, die Unterschrift eines Verwandten gefälscht hatte. Auch wenn die Tat nie zur Anklage kam, so fülte sich Hamilton dennoch dazu gezwungen von allen seinen Ämtern zurückzutreten und selbst seine Auszeichnungen wieder abzugeben. Henning Hamilton ging ins Exil nach Frankreich und starb am 15. Januar 1886 im südfranzösischen Amélie-les-Bains.


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Copyright: Herbert Kårlin

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