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Mittwoch, 12. April 2017

Der Künstler und Kupferstecher Gustaf Broling

Gustaf Broling kam am 11. April 1766 auf Gut Lundsgård in Edsberg zur Welt und studierte nach seiner Hochschulreife an der Universität Uppsala um sich auch eine leitende Tätigkeit in den schwedischen Bergwerken vorzubereiten, wobei sich Broling insbesondere für die Mechanik und die Gießereien interessierte. Während seiner Arbeit im Bergwerkkollegiet zwischen 1789 und 1797 nahm Brolin auch mehrere private Aufträge an und war Teilhaber an einigen Industrieunternehmen. Bedeutend für die Zukunft Brolins wurde dann jedoch eine Studienreise nach England, die er von 1997 bis 1999 unternahm.

Mit dem Stipendium, das Gustaf Brolin für seine Studienreise erhalten hatte, sollte er insbesondere die Herstellungen von chirurgischen Instrumenten, die Schmiedekunst und die Herstellung von Stahldraht erlernen um diese Techniken nach Schweden zu bringen. Auch wenn Brolin beim Besuch zahlreicher Fabriken auf zahlreiche Schwierigkeiten stieß, da man dort verhindern wollte, dass er Geheimnisse der Herstellungsprozesse erfuhr, konnte Brolin viele der Prozesse erahnen und Rückschlüsse ziehen, was ihm so gut gelang, dass er, nach seiner Rückkehr nach Schweden, selbst eine Fabrik für chirurgische Instrumente nach englischem Modell aufbauen konnte.

Ab diesen Jahren beschäftigte sich Gustaf Brolin auch mit der Herstellung von Münzen und der Lithographie, was dazu führte, dass er 1814 beim königlichen Münzwerk als Inspektor angestellt wurde und auch Vorstand des Bergkollegiums wurde. Seine Fähigkeit als Kupferstecher konnte Brolin bereits ab 1811 beweisen, da er, in der Folge seiner Reise nach England, seine Aufzeichnungen zur Englandreise in vier Bänden veröffentlichte, wobei drei Bände den wissenschaftlichen Erklärungen dienten und der vierte Band ein Tafelwerk mit 32 Kupferstichen Brolins ausmachte. Dieses Werk führte auch zur Gründung mehrerer Fabriken und Werkstätten. Gustaf Brolin starb am 12. April 1838 in Stockholm.


12. April: Der schwedische Vorname Liv und seine Bedeutung
12. April 1106: Rikissa von Polen, zweimal schwedische Königin und einmal Fürstin
12. April 1116: Rikissa von Polen wird zweimal zur schwedische Königin
12. April 1167: Karl Sverkersson stirbt auf Visingsö
12. April 1537: Kristina von Holstein-Gottorp wird in Schweden Königin
12. April 1838: Axel Elmlund, vom Ballett zur Tragödie
12. April 1959: Die Markthalle Hötorget in Stockholm 

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 13. Dezember 2013

Das Karolinska Institut in Solna bei Stockholm

Die Gründung des Karolinska Institut in Solna am 13. Dezember 1810 geht auf König Karl XIII. zurück, der erkannt hatte, dass Schweden gut ausgebildete Chirurgen (fältskärar) brauchte, die im Kriegsfall an der Front eingesetzt werden konnten. Eine bedeutende Rolle dabei nahm Jacob Berzelius ein, der sich seit 1802 als medizinischer Forscher an der Kirurgiska Skolan, dem Vorläufer des Instituts, hervorgehoben hatte und zu dieser Zeit dort bereits Professor für Medizin und Pharmakologie war.

Das Karolinska Institut nimmt in Schweden eine besondere Rolle ein, denn hier findet rund 40 Prozent aller medizinischer Forschung des Landes statt und hier werden rund 30 Prozent der Ärzte Schwedens ausgebildet. Im Gegensatz zu den anderen Einrichtungen des Landes wird das Karolinska von Politikern geleitet und ist daher als Amt zu betrachten, auch wenn die Forschungstätigkeiten in den 22 verschiedenen Institutionen in großen Zügen relativ frei sind. Hinsichtlich der Finanzierung steuert die Regierung jedoch gewisse zukunftsgerichtete Bereiche.

Etwa 80 Prozent aller Tätigkeiten des Karolinska Institutet sind der medizinischen Forschung, oft in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen in anderen Ländern, gewidmet, was bedeutet, dass man hier jedes Jahr etwa 2000 Studenten auf eine Forschungstätigkeit vorbereitet und hier jedes Jahr rund 300 Studenten ihren Doktorhut erwerben. Die Forschung im Karolinska erstreckt sich auf alle Bereiche der Medizin, wobei auch die Ausbildung sehr breit gefächert ist und die Fortbildung von Forschern und Medizinern einschließt. Gegenwärtig verfügt das KI (Karolinska Institutet) über knapp 4000 Angestellte und ist damit der größte Arbeitgeber im klinischen Forschungsbereich.


13. Dezember 1533: König Erik XIV, der Nachfolger von Gustav Vasa 
13. Dezember 1939: Schweden bekommt eine Sammelregierung (samlingsregering)

Copyright: Herbert Kårlin