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Mittwoch, 1. Januar 2014

Henrik Gahn, einer der bekanntesten Ärzte Schwedens

Henrik Gahn der Ältere wurde am 1. Januar 1747 in Falun geboren und studierte ab 1762 unter Carl von Linné, einem Freund des Vaters, und unter P. N. Christiernin. Als Lehrjunge Linnés unternahm er mehrere naturwissenschaftliche Reisen mit dem Professor, wobei sich Gahn dabei vor allem für die Zoologie interessierte. Auch wenn sich sehr früh sein medizinisches Interesse zeigte, so schloss Gahn 1765 sein erstes Studium in Theologie und Chemie ab. Nach Privatstudien bei Linné folgte jedoch bereits wenige Monate später das medizinisch-philosophische Examen jener Zeit.

Anschließend arbeitete Henrik Gahn einige Jahre lang in Krankenhäusern in Stockholm, was ihn schon 1769 zum Kanzleiexamen und unmittelbar hinterher zum Lizentiat in Medizin führte. Die folgenden drei Jahre verbrachte der Mediziner dann in Deutschland und England um seine medizinischen Kenntnisse auszubauen und den modernsten Errungenschaften anzupassen. In diesem Rahmen arbeitete Gahn auch einige Zeit am Saint Thomas Hospital in London. Noch vom Ausland aus bewarb er sich dann als Admiralitätsarzt, eine Anstellung, die er dank sehr einflussreicher Freunde auch erhielt, was ihm jedoch die Feindschaft der anderen schwedischen Ärzte einbrachte, die nicht über entsprechende Verbindungen verfügten.

Auch seinen weiteren Aufstieg verdankte Henrik Gahn einflussreichen Freunden, was dazu führte, dass er neben seiner Tätigkeit als Admiralitätsarzt auch eine private Praxis hatte in der er vor allem Diplomaten und Adelige behandelte. Problematisch wurde dann für Gahn jedoch der Krieg mit Russland, da der Arzt sich auch unter dem russischen Adel Freunde gemacht hatte. Seine hohe Position wurde daher unhaltbar in Schweden und König Gustav III. schloss ihn daher von seinen gehobenen Diensten aus. Finanziell kümmerte dies Gahn wenig, da er nach wie vor die gehobene Schicht Schwedens als Patienten hatte. Seine bedeutendste Leistung als Mediziner war indes die erste geglückte Impfung in Stockholm, eine der wenigen Leistungen, die die Allgemeinheit betraf.


1. Januar 1516: Königin Margareta Eriksdotter wird in Lillkyrka geboren
1. Januar 1879: Schweden führt die Normalzeit ein
1. Januar 1911: Eslöv in Skåne wird zur Stadt erhoben

1. Januar 1929: Cordelia Edvardson kommt in München zur Welt 
1. Januar 1931: Hjalmar Bergman stirbt in Berlin
1. Januar 2000: Die schwedische Kirche wird vom Staat getrennt

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 23. Oktober 2011

Der Kampf gegen Pocken in Schweden

Am 23. Oktober 1801 wurden in Schweden erstmals mehrere Personen gegen Pocken (Variola) geimpft. Da diese erste Impfung einen durchschlagenden Erfolg mit sich brachte, entschloss sich die Regierung dann bereits ab 1816 eine allgemeine Pockenimpfung für Kinder einzuführen. Diese Pflichtimpfung blieb in Schweden bis zum Jahre 1976 bestehen, als man diese Seuche in Europa als endgültig ausgerottet betrachtete.

Die Impfpflicht ab 1816 konnte allerdings das Auftreten der Pocken in Schweden noch nicht vermeiden, denn während des 19. Jahrhunderts tauchten immer wieder Epidemien im Land auf von denen insbesondere ältere Personen betroffen waren. Und selbst im Jahre 1963 brach in Stockholm noch eine Epidemie aus bei der 27 Personen an Pocken infiziert wurden und vier unter ihnen starben, weil ein Seemann bei seiner Rückkehr aus Australien die Krankheit importiert hatte.

Pocken erschienen in Schweden erstmals im 16. Jahrhundert und verbreiteten sich dann im ganzen Land. Im 18. Jahrhundert waren dann etwa 10 Prozent aller Todesfälle des Landes allein auf Pocken zurückzuführen, wobei insbesondere Kinder davon betroffen waren, da alle, die die Krankheit überlebten immunisiert waren. Weltweit wurde der bisher letzte Pockenfall im Jahre 1977 in Somalia entdeckt, wobei natürlich die Pocken jederzeit durch eine kriegerische Virenattacke erneut auftauchen können.

23 Oktober 1952: Der schwedische Zerstörer HMS Småland

Copyright: Herbert Kårlin