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Montag, 28. Juli 2014

Die Sängerin und Revuekünstlerin Cilla Edström

Als Cilla Edström am 28. Juli 1998 nach längerer Krankheit im Alter von 67 Jahren in Stockholm starb, blieb in Schweden nicht nur die Erinnerung an eine große Revuekünstlerin des Landes erhalten, sondern auch ein Abguss ihrer Nase, der in der Nasothek des Café Athen in Lund zu sehen ist, einem der wichtigsten Treffpunkte der Studenten der Stadt. Diese Ehre wird nur jenen Personen gewährt, die sich im studentischen kulturellen Lebens  Lunds besonders hervorhoben.

Cilla Edström kam am 10. April unter dem Namen Agnes Cecilia Ingvar als Tochter eines Professors in Lund zur Welt und fühlte sich bereits in ihrer Kindheit von der Bühne angezogen und stand noch während der Schulzeit neben Max von Sydow auf den Brettern des Schultheaters. Als Edström dann an der Universität Lund ihr Studium begann, war es geradezu selbstverständlich, dass sie im Studententheater der Universität mitwirkte und dort in Revuen auftrat. Da sie sich noch lange nach ihrem Abschluss des Philosophiestudiums zu Lund verbunden sah, gehört Cilla Edström zur sehr kleinen Gruppe an ehemaligen Studenten, die an drei Lundakarnevaler, den studentischen Karnevals in Lund, teilnahm.

Entdeckt wurde Cilla Edström im Jahre 1955 von Karl Gerhard, was zu einer engen Zusammenarbeit bis zum Jahre 1963 führte. Edström spielte in dieser Zeit in nahezu allen Revuen Gerhards. Nach ihrer Ehe mit Ricardo Edström im Jahre 1964 verließ die Künstlerin dann jedoch das Rampenlicht um sich um die Familie kümmern zu können, auch wenn Edström zwischen 1970 und 1973 für den schwedischen Staatsfunk zu arbeiten begann. Erst 1978 gelang es Uno Myggan Ericson die Künstlerin nochmals zu überreden auf der großen Bühne in Liseberg einige Lieder aus den Revuen von Karl Gerhard zu singen.


28. Juli: Botvid, ein vergessener Name Schwedens
28. Juli 1878: Die Svalövs kyrka des Bistums Lund in Skåne
28. Juli 1900: Die schwedische Kinderbuchautorin Edith Unnerstad
28. Juli 1930: Allvar Gullstrand revolutioniert die Augenheilkunde
28. Juli 1963: Der schwedische Illusionist Joe Labero

Copyright: Herbert Kårlin

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Dienstag, 26. März 2013

Die schwedische Studentenzeitung Lundagård

Als am 26. März 1920 die erste Ausgabe der Studentenzeitschrift Lundagård erschien, dachte niemand daran, dass diese Zeitschrift auch im Jahr 2013 noch existieren würde und damit zur ältesten heute noch existierenden Studentenpublikation werden würde, die nun regelmäßig von rund 45.000 Studenten der Stadt Lund gelesen wird. Um die Zeitschrift aufrecht zu halten, sind heute drei feste Redakteure und eine große Zahl an unbezahlten Mitarbeiter nötig.

Lundagård unterscheidet sich mit seinen zahlreichen Sparten in nichts von bedeutenden nationalen Zeitschriften und war für sehr viele Redakteure der Sprungbrett zu großen Zeitungen und Zeitschriften Schwedens, da die Mitarbeiter vom ersten Tag an eine sehr hohes Niveau bieten müssen, auch wenn sich sämtliche Themen an die Studenten Lunds wenden, aber nicht nur über das Leben an der Universität berichten, sondern auch über alle kulturellen Ereignisse, die Studenten in Lund interessieren können. Ironie und Humor wird mit der höchsten Qualität an Reportagen verbunden.

Das Maskottchen der Studentenzeitschrift Lundagård ist seit 1924 die sogenannte Quatten, eine Katze, von der auch jeder Redakteur bei seinem Ausscheiden eine Gipskopie erhält. Die Katze wurde deswegen gewählt, weil dieses Tier selbständig ist, vor nichts Angst hat und auch seine Krallen zeigen kann. Die Quatten war auch bereits zweimal die Hauptfigur einer gezeichneten Serie in Lundagård und kam mit dem Lundakarnevalen 1924 zur Zeitschrift. Einige der ehemaligen Mitarbeiter der Zeitschrift haben heute führende Positionen in der Medienwelt Schwedens.


26. März 1822: Die missglückte Ehrung von Karl XIII.
26. März 1948: Jugendrevolte in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin