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Sonntag, 12. Juni 2016

Die Nyeds Kirche (Nyeds Kyrka) in Molkom

Auch wenn der Ort Nyeds bereits zur Steinzeit besiedelt war, so gehen die geschichtlichen Aufzeichnungen des Ortes nur bis 1595 zurück, als der Ort noch Nya Edz geschrieben wurde und sich hier eine eigene Kirchenversammlung gründete und ein Kirchdorf entstand, das heute in Molkom zu finden ist. Das Zentralgebäude Nyeds war, wie schon der Name Kirchdorf (Kyrkby) sagt, eine Kirche, die Nyeds Kyrka, um die sich mehrere kleinere Gebäude gruppierten, die jedoch nicht permanent bewohnt waren. Heute liegt das gesamte Nyed im Süden Malkoms und gehört zum Stift Karlstad.

Die erste Nyeds Kirche wurde Ende des 16. Jahrhunderts erbaut und war, wie die heutige Kirche, eine reine Holzkonstruktion. Bereits 1643 wählt ein Blitz die Kirche, die dadurch vollständig abbrannte. Auch die neue Holzkirche, die 1682 ihren Kirchturm erhielt, erlitt das gleiche Schicksal, denn in der Nacht zum 30. Juni 1702 brannte auch diese Kirche nach einem Blitzschlag vollkommen ab, und es musste eine dritte Nyeds Kyrka gebaut werden, die erneut aus Holz errichtet wurde und am 12. Juni 1706 eingeweiht wurde. Bei dieser dritten Kirche handelt es sich um das Gebäude, das man heute dort vorfindet.

Bei der aktuellen Nyeds Kirche (Nyeds kyrka) handelt es sich um eine Kreuzkirche, die unter dem Baumeister Måns Rank entstand und mit seiner roten Farbe geradezu wie eine typisch schwedische Kirche wirkt und Platz für 300 Kirchenbesucher hat. Interessant ist auch das Innere der Kirche, da das Taufbeckene, eine der Orgeln, der Altaraufsatz und die Kanzel noch aus der Gründungszeit der Kirche kommen und seit Beginn des 18. Jahrhunderts i der Nyeds Kyrka zu finden sind. Ein weiteres Kleinod der Kirche ist der zentrale Kronleuchter, der bereits 1706 als private Spende in die Kirche kam.


12. Juni 1120: Sankt Eskil, der Schutzheilige des Södermannlands
12. Juni 1550: Gustav Vasa gründet die Stadt Helsingfors (Helsinki)
12. Juni 1789: Die Schlacht bei Porrassalmi und Gustav III.
12. Juni 1912: Carl David af Wirsén und der Widerstand gegen moderne Literatur
12. Juni 1916: Ulla Isaksson und ein Blick in die Seele der Frau
12. Juni 1946: Kostenloses Schulessen in Schweden
12. Juni 1947: Rose Lagercrantz und das kritische Jugendbuch Schwedens
12. Juni 1979: Robin Carlsson, bekannt unter dem Künstlernamen Robyn

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 4. September 2015

Nässjö wird 100 Jahre alt, vom Kirchdorf zur Stadt

Am 4. September 2014 erschien in Nässjö das Buch Nässjö stad 100 år, ein Buch, das die 100-jährige Geschichte der Gemeinde aufzeigt, denn vor genau 100 Jahren hatte Nässjö mit seinen damals rund 2000 Einwohnern die Stadtrechte erhalten, auch wenn diese Entscheidung mehr symbolischen Gehalts war als eine Stadtgründung, denn erst 1971 sollten mehrere Orte eingemeindet werden um die heutige Stadt mit seinen rund 17.000 Einwohner zu schaffen. Entscheidend für die Stadtprivilegien war vor allem, dass Nässjö ab 1874 zu einem Eisenbahn-Verkehrsknotenpunkt geworden war und sich ab diesem Jahr die Bevölkerung stark vermehrte und sowohl Handel als auch Industrie zu blühen begannen.

Die tatsächliche Geschichte von Nässjö geht allerdings rund 4000 Jahre zurück, denn zahlreiche Funde beweisen, dass der Ort bereits zur Steinzeit bewohnt war und auch während der Bronzezeit und der Eisenzeit Menschen hier lebten. Im Laufe der Christianisierung entstanden dann die ersten Kirchen und Nässjö entwickelte sich zu einem kyrkby, einem Kirchdorf. Die Entwicklung des Ortes ging jedoch sehr langsam vor sich, denn als im Jahre 1864 die Entscheidung fiel, dass durch den Ort die Södra stambanan führen sollte, zählte man gerade einmal rund 50 Einwohner, die sich auf mehrere Bauernhöfe verteilten.

Als dann ab 1872 der Bau der ersten Eisenbahnlinie, von insgesamt vier Linien, in Nässjö einsetzte, entwickelte sich der Ort mit enormer Geschwindigkeit, denn da die Arbeiten mehrere Jahre dauern sollten, zogen immer mehr Arbeiter nach Nässjö, denen bald auch Handwerker und Kaufleute folgten. Drei Jahre nach Beginn der ersten Eisenbahnlinie zwischen Nässjö und Oskarshamn war die Bevölkerung in Nässjö auf über 1300 Einwohner angewachsen, was letztendlich auch dazu führte dass der Ort 1890 die Marktrechte erhielt, also zu einem köping wurde, wobei um diese Zeit allerdings auch die ersten Fabriken den Weg nach Nässjö gefunden hatten, da die Eisenbahn bedeutete, dass die Waren auf schnellstem Weg in ganz Schweden verkauft werden konnten.


4. September 1563: Das Schloss Älvsborg wird von Dänemark erobert
4. September 1564: Das Blutbad von Ronneby
4. September 1755: Axel von Fersen der Jüngere in der schwedischen Geschichte
4. September 1776: Jacob Serenius und die Konfirmation in Schweden
4. September 1826: Martin Wiberg, ein vergessener Erfinder Schwedens
4. September 1922: Per Olof Sundman und die Sehnsucht nach dem Norden
4. September 1994: Folke Mellvig, der schwedische Krimiautor der 50er Jahre

Copyright: Herbert Kårlin

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