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Donnerstag, 19. Mai 2016

Knut Agathon Wallenberg, Bankier, Mäzenat und Politiker

Knut Agathon Wallenberg kam am 19. Mai 1853 als Sohn eines Seeoffiziers in Stockholm zur Welt und hatte ursprünglich den Plan in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, hatte jedoch auch sehr früh eine solide Ausbildung als Bankkaufmann in Paris erworben, da sein Vater 1856 die Stockholms Enskilda Bank gegründet hatte, die sich anfangs sehr erfolgreich zeigte, während der Finanzkrise jedoch nur durch eine staatliche Unterstützung dem Konkurs entgehen konnte. Als Wallenberg denn 1886, nach dem Tod seines Vaters, die Bank übernahm, war Schweden im industriellen Aufschwung und das Bankgeschäft florierte.

Nachdem Knut Agathon Wallenberg auch Beziehungen zu französischen Banken hatte und Kredite in Schweden eine hohe Nachfrage aufwiesen, gelang es dem Bankier die  Stockholms Enskilda Bank in dieser Zeit zu einer der wichtigsten Banken der schwedischen Hauptstadt zu machen. Wallenberg war damit eine der Personen, die Schweden den industriellen Durchbruch ermöglichten, sich aber auch gleichzeitig in einen der reichsten und einflussreichsten Personen Schwedens verwandelte. Das hohe Einkommen Wallenbergs diente dem Bankier wiederum für Investitionen, unter anderem im Bergbau und im Immobilienmarkt.

Knut Agathon Wallenberg hatte jedoch nicht nur seinen persönlichen Wohlstand im Auge, sondern als wichtiger Politiker Stockholms dachte er auch an die Entwicklung Schwedens und ermöglichte, unter anderem durch eine bedeutende Spende, den Bau der Handelshochschule in Stockholm. Als Außenminister in den Kriegsjahren 1914 bis 1917 gelang es dem Politiker, unter Hjalmar Hammarskjöld, auch einen deutlichen Gegenpol gegen die deutschfreundlichen Strömungen in Regierung und Königshaus schaffen und damit die Stellung Schwedens zu stärken. Bereits 1917 gründete Wallenberg dann, gemeinsam mit Alice Wallenberg, seiner Ehefrau, die Knut und Alice Wallenberg Stiftung, die für ihre Einsätze in Kultur und Wissenschaft bekannt ist. Knut Agathon Wallenberg starb am 1. Juni 1938 im Alter von 85 Jahren in Stockholm.


19. Mai 1793: Jean Eric Rehn und der gustavianische Stil Schwedens
19. Mai 1890: Die Entwicklung der schwedischen Reederei Nordstjernan
19. Mai 1897: Der Silberschmied und Hofjuwelier Wiwen Nilsson
19. Mai 1903: Carl Snoilsky und die kulturelle Revolution Schwedens
19. Mai 1951: Religionsfreiheit und Svenska Kyrkan in Schweden
19. Mai 1956: Der schwedische Regisseur Kristian Petri

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 19. Dezember 2014

Die Knut und Alice Wallenberg Stiftung

Am 19. Dezember 1917 gründeten der Finanzmann Knut Wallenberg und seine Ehefrau Alice Wallenberg, geborene Nickelsen, eine gemeinnützige Stiftung mit einem Kapital von 20 Millionen Kronen, das in den folgenden 30 Jahren durch weitere Schenkungen immer wieder erhöht wurde und heute die größte Stiftung der Finanzfamilie Wallenberg ist. Im Jahre 2005 belief sich das Kapital der Stiftung bereits auf 42 Milliarden Kronen, die wiederum im Investmentunternehmen Investor, und beim Flugunternehmen SAS investiert sind.

Die Idee für die Stiftung hatte Knut Wallenberg vermutlich bereits im Jahre 1906, als er einer der Initiatoren für die Gründung des Vereins für eine Handelshochschule war und drei Jahre später erreichte dass in Stockholm die private Handelshochschule gegründet wurde, eine der ersten Wirtschaftshochschulen im nordischen Raum und die erste ihrer Art in Schweden. Die Stiftung Knut und Alice Wallenberg wird bis heute mehrheitlich von Mitgliedern der Familie Wallenberg verwaltet, was natürlich auch einen gewissen Einfluss auf die Hochschule beinhaltet.

Knut und Alice Wallenberg hatten in den Statuten der Stiftung als Hauptziel die Förderung der Wissenschaft festgehalten, insbesondere jedoch geschrieben, dass ein bedeutender Anteil der Stiftung der Finanzierung der Handelshochschule in Stockholm dienen soll. Eine der ersten bedeutenden finanziellen Einsätze sollte dann die Einrichtung einer Professur in Nationalökonomie werden, heute Nationalökonomie und Bankwesen. Diese private Professur wird auch heute noch von der Knut und Alice Wallenberg Stiftung getragen. Als bisher letzter Professor wurde 1995 Jörgen W. Weibull ernannt.


19. Dezember 1666: Die Gründung der schwedischen Universität Lund
19. Dezember 1880: Die Caroli kyrka, die Deutsche Kirche in Malmö
19. Dezember 1893: Harry Blomberg und die religiöse Literatur des 20. Jahrhunderts
19. Dezember 1954: Frans G. Bengtsson, Militärromantik und die Antidemokratie

19. Dezember 1996: Die Schengener Abkommen in Schweden
19. Dezember 2011: Das Ende der klassischen, schwedischen Saab Automobile
Copyright: Herbert Kårlin

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