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Sonntag, 15. Februar 2015

Der schwedische Ministerpräsident Arvid Posse

Arvid Posse kam am 15. Februar 1820 als Sohn eines führenden Regionalpolitikers auf Schloss Rosendal in Kropp im Malmöhus Län, dem heutigen Skåne, zur Welt und schrieb sich nach seiner Hochschulreife an der Universität Lund ein, an der der 1840 sein hovrättsexamen ablegte, eine juristisches Examen, das den Weg in den gehobenen Staatsdienst ermöglichte. Anschließend arbeitete Posse mehrere Jahre lang in verantwortlichen Position an verschiedenen Gerichten bis er sich 1849 dazu entschloss sich auf sein Gut Charlottenlund zurückzuziehen und sich der Landwirtschaft zu widmen.

Die politische Laufbahn leitete Arvid Posse im Jahr 1856 als Vertreter des Adels und der Ritter im Parlament ein. Posse zeichnete sich dabei als konservativer Politiker vor allem dadurch aus, dass er jede Reform und Modernisierung ablehnte und ein Verfechter des Freihandels war, da er im Import große Vorteile für Schweden sah. Obwohl der Politiker sich als Reformgegner auszeichnete, konnte er nicht verhindern, dass Besitzer von bedeutenden Gütern mehr politische Macht bekamen. Um in seiner eigenen Karriere davon zu profitieren, schloss sich Arvid Posse 1867 daher der Lantmannapartiet an, dessen Vorsitzender er nur wenig später wurde. Wie Posse sehr richtig vorausgesehen hatte, gewann die Lantmannapartiet auch die Mehrheit in der Zweiten Kammer des Parlaments.

Am 19. April 1880 wurde Arvid Posse, nach dem Rücktritt von Louis De Geer, zum Ministerpräsidenten Schwedens ernannt, in der Hoffnung, dass dieser die geplante Steuerreform und die Neuordnung der Verteidigung durchsetzen könne an der der Vorgänger gescheitert war. Posse bereitete beide Projekte vor und nutzte dabei seine Verbindungen zu den wichtigsten Politikern der verschiedenen Parteien, als er jedoch 1883 seine Vorschläge präsentierte, zeigte sich, dass er weder in der Ersten Kammer noch in der Zweiten Kammer die Mehrheit erreichen konnte. Am 13. Juni 1883 sah Arvid Posse, der am 24. April 1901 in Stockholm starb, keinen anderen Ausweg mehr als vom Amt als Ministerpräsidenten zurückzutreten, woraufhin der Politiker zum Präsidenten des Kammergerichts ernannt wurde.


15. Februar 1362: Håkan Magnusson, der König auf verlorenem Posten 
15. Februar 1700: Casten Rönnow und das älteste Herbarium Schwedens 
15. Februar 1794: Olof Celsius der Jüngere, Philosoph und Politiker 
15. Februar 1819: Jacob Axelsson Lindblom, ein besonderer Bischof Schwedens
15. Februar 1893: Hans von Euler-Chelpin erhält den Nobelpreis in Chemie

Copyright: Herbert Kårlin

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Samstag, 14. Februar 2015

Der schwedische Ministerpräsident Robert Themptander

Robert Themptander kam am 14. Februar 1844 als Sohn eines Leutnants in Stockholm zur Welt und studierte nach seiner Hochschulreife Jura an der Universität Uppsala, was ihm eine sichere und schnelle Karriere als Beamter garantierte, auch wenn sein Ziel von Beginn an war Politiker zu werden. Als Themptander 1879 erstmals in die Zweite Kammer des Parlaments gewählt wurde, stand er der regierungstreuen Zentrumsgruppe nahe, näherte sich dann jedoch mehr und mehr der konservativen Lantmannapartiet, die sich vor allem für Entwicklung der ländlichen Regionen Schwedens einsetzte.

Nur zwei Jahre später wurde Robert Themptander zum Finanzminister der Regierung Arvid Posses ernannt, eine Position, die er bis 1884 behielt, dem Jahr, in dem er zum Ministerpräsidenten Schwedens ernannt wurde. Diese Ernennung verdankte der Politiker vor allem der Tatsache, dass er von allen politischen Parteien des Landes anerkannt war und blockübergreifend gute Kontakte pflegte. Seine erste Aufgabe konnte Themptander auch tatsächlich klären, denn es gelang im 1885 eine Einigung in Verteidigungsfragen herbeizuführen und damit die heftigen Auseinandersetzungen in dieser Frage zu beenden.

Bei seiner zweiten und ebenso wichtigen Aufgabe gelang es Robert Themptander jedoch nicht sich durchzusetzen, was letztendlich auch zu seinem Rücktritt als Ministerpräsidenten im Jahre 1888 führte. Der Politiker wollte das von Louis De Geer dem Älteren eingeführte Freihandelssystem beibehalten und damit Schweden modernisieren. Da jedoch gerade um diese Zeit die Lebensmittelpreise in Nordamerika einbrachen, war in Schweden der Ruf nach hohen Importzöllen stärker. Vermutlich hätte sich Themptander auch in diesen Fragen durchsetzen können, aber da ein Mitglied der Gruppe, die für den Freihandel eintrat, seine Steuern nicht bezahlt hatte und deswegen die gesamte Liste der Gruppe für ungültig erklärt wurde, musste Themptander die Regierung an die Befürworter der Zölle abgeben. Als letzten Ausweg versuchte Themptander Oscar II. von Neuwahlen zu überzeugen, jedoch ohne Erfolgt. Ein Rücktritt als Ministerpräsident war daher nicht zu umgehen. Robert Themptander starb am 30. Januar 1897 im Alter von 52 Jahren in Stockholm.


14. Februar 1805: Carl Eneas Sjöstrand und das finnische Kalevala
14. Februar 1900: Bengt Helldal, der fitte Arzt aus Falkenberg
14. Februar 1944: Schwedens bester Formel 1 Fahrer stirbt nach Unfall
14. Februar 1960: Sven Lidman, ein Nihilist wird zum Autor von Psalmen
14. Februar 1995: Metro, die kostenlose Tageszeitung Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

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