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Donnerstag, 25. September 2014

Der schwedische Schauspieler Mikael Persbrandt

Mikael Persbrandt kam am 25. September 1963 in Jakobsberg im Uppland zur Welt und begann seine Karriere als Balletttänzer am Dramaten in Stockholm, arbeitete dort jedoch immer häufiger als Schauspieler, was ihm auch die Möglichkeit bot parallel eine Karriere beim Fernsehen und beim Film anzustreben. Als der Film immer mehr Zeit forderte, kam es am 13. Oktober 2007 zum Bruch zwischen Persbrandt und dem Dramaten, genau genommen meldete sich der Schauspieler nach nur vier Vorführungen des Stückes Måsen krank und schickte wenig später seine Kündigung ab. Persbrandt hinterließ damit eine weniger angenehme Erinnerung bei seinen Kollegen am königlichen Schauspielhaus.

Wenn man die damalige Situation betrachtet, so hatte sich Mikael Persbrandt um diese Zeit längst für den Film entschieden und musste zwangsweise zwischen Theater und Film wählen, denn bereits ab 2006 hatte er in vier Filmen „Kommissar Beck“ des Autorenpaars Maj Sjöwall und Per Wahlöö den exzentrischen Polizisten Gunnvald Larsson gespielt und für 2007 waren weitere vier Beck-Filme vorgesehen, neben drei weiteren Kinofilmen. Persbrandt wurde um diese Zeit auch längst mit seiner Rolle als Polizist identifiziert und kaum jemand dachte noch an den Balletttänzer und Schauspieler des Dramaten.

Auf der einen Seite sammelte Mikael Persbrandt für seine schauspielerischen Leistungen in diesen Jahren mehrere wichtige Preise, zum anderen hat er jedoch wenige Freunde unter der Presse des Landes, die ihn bereits 2005, ohne jeden Beweis, als Alkoholiker darstellten. Wegen dem Besitz von 12 Gramm Kokain wurde Persbrandt im Jahre 2014 in erster Instanz nicht nur zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt wurde, sondern auf mehreren Titelseiten musste er sich auch als enger Freund von Verbrechern dargestellt sehen, was teilweise sicher auch auf seine Rolle als eigenwilliger und ungeliebter Polizist Gunnvald Larsson zurückzuführen ist.


25. September 1826: Eine schwedische Königin gibt drei Orten ihren Namen
25. September 1828: Charlotte Seuerling, die blinde Harfenspielerin
25. September 1853: Der schwedische Architekt Fredrik Blom
25. September 1935: Maj Sjöwall und Kommissar Beck
25. September 1935: Sjöwall-Wahlöö und Polizist Martin Beck

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 25. September 2011

Sjöwall-Wahlöö und Polizist Martin Beck

Am 25. September 1935 wurde Maj Sjöwall in Stockholm geboren, die ihren größten Erfolg gemeinsam mit ihrem Partner Per Wahlöö feierte, indem die beiden, die seit 1963, nach einem beruflichen Verhältnis, auch ein privates hatten, zehn Kriminalromane mit der Hauptfigur Martin Beck verfassten, die heute bereits als Klassiker des schwedischen Kriminalromans gelten. Das Paar Sjöwall/Wahlöö machte den Krimi in Schweden salonfähig, wovon heute noch alle schwedischen Autoren von Kriminalromanen profitieren.

Maj Sjöwall arbeitete von 1954 bis 1963 in drei bedeutenden schwedischen Verlagen, was darauf schließen lässt, dass sie den Ideen von Per Wahlöö, der als radikaler Autor sehr emotional schrieb, den literarischen Stil gab und die Gesellschaftskritik der Krimis in ein allgemein lesbares und akzeptiertes Niveau brachte. Der Erfolg von Martin Beck wäre ohne die Zusammenarbeit von Maj Sjöwall und Per Wahlöö undenkbar, da gerade das linke Engagement und die Einarbeitung der literarischen Feinheiten zu den weltweit gelesenen Büchern führte.

Die zehn Bücher der Kooperative Sjöwall/Wahlöö wurden alle verfilmt, wobei die von ihnen geschaffene Figur Martin Beck zu weiteren 26 Filmen führte, in denen Polizist Martin Beck alle Zeichen der beiden Autoren trägt. Maj Sjöwall wirkte in drei der ersten zehn Filme auch als Schauspielerin in einer Nebenrolle mit und die beiden gemeinsamen Söhne Tetz und Jens arbeiten ebenfalls in der Filmindustrie und waren bei der Produktion der ersten Filme beteiligt.

Maj Sjöwall und Per Wahlöö wurden mehrmals des Plagiats der Bücher Ed McBains angeklagt, worauf Maj Sjöwall erwiderte, dass nur der Humor in den eigenen Büchern mit jenem in McBains Büchern vergleichbar sein kann, nicht jedoch die Gesellschaftskritik und der literarische Stil, die man bei Sjöwall/Wahlöö findet. Außerdem hätten sie beide keines der Bücher von McBain gelesen als sie ihre Charaktere schufen und das erste Manuskript verfassten.

25. September 1826: Eine schwedische Königin gibt drei Orten ihren Namen
25. September 1828: Charlotte Seuerling, die blinde Harfenspielerin
25. September 1935: Maj Sjöwall und Kommissar Beck

Copyright: Herbert Kårlin