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Dienstag, 6. September 2016

Der schwedische General Bengt Nordenskiöld

Bengt Nordenskiöld wurde am 6. September 1891 als Sohn einer Direktors in Sundsvall geboren und begann seine militärische Karriere im Alter von 16 Jahren, denn 1907 begann er als Seekadett, wobei er sich jedoch bald als Freiwilliger zur Svea livgarde, einem Infanterieverband in Stockholm, meldete. Fünf Jahre später war Nordenskiöld dort zum Unterleutnant aufgestiegen und nach dem Besuch der Kriegshochschule kam der Militär 1924 zum Generalstab und wurde Kapitän der Leibgarde.

Nur wenige Jahre später sollte Bengt Nordenskiöld erneut seine militärische Linie wechseln, denn zwischen 1934 und 1936 machte er eine Ausbildung zum Piloten und 1936 war er Chef der Luftflotte. 1941 wurde Nordenskjöld dann der jüngste Generalmajor Schwedens, was ihn geradezu zu einer Berühmtheit machte. Nur ein Jahr später war Nordenskiöld dann Chef der gesamten schwedischen Luftwaffe. In dieser Eigenschaft war er der erste Offizier der Luftwaffe, der auch eine Ausbildung als Pilot hatte und trotz seines hohen Amtes auch selbst in eine Maschine stieg, ein Kriegsflugzeug, das er 1944 bei einem Start in Schrott verwandelte.

Als die schwedische Regierung im Jahre 1951 einen Oberbefehlshaber suchte, stand Bengt Nordenskiöld mit auf der Liste der Anwärter, aber, nach Aufzeichnungen von Tage Erlander, wurde er wegen seinem heftigen Temperament und seinen sehr persönlichen Aussagen zur Außenpolitik Schwedens bald aus der Liste gestrichen. Kurz bevor Nordenskiöld 1954 pensioniert wurde, wurde er ehrenhalber noch zum General ernannt, ohne jedoch in dieser Stellung aktiv zu werden. Als Bengt Nordenskiöld am 28. Jnuar 1983 in Överhaninge bei Stockholm starb, ging er geradezu als Legende in die Geschichte Schwedens ein.


6. September 1815: Der schwedische Sprachforscher Johan Ernst Rietz
6. September 1868: Axel Anders Teodor Hägerström, der Gründer der Uppsala-Schule
6. September 1893: Stefan Oljelund und die Arbeiterbewegung Schwedens
6. September 1900: Der Skandalschriftsteller und Spion Gustaf Ericsson
6. September 1910: Der Tod durch die Guillotine in Schweden
6. September 1965: Die schwedische Sängerin Louise Hoffsten 

Copyright: Herbert Kårlin

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Sonntag, 3. April 2011

Schwedischer Pilot über Blekinge abgeschossen

Am 3. April 1945 wurde bei Sölvesborg in Blekinge der erste und einzige schwedische Pilot von deutschem Militär über schwedischem Gebiet abgeschossen, obwohl Schweden neutral war und sich die deutsche Maschine ohne Genehmigung im schwedischem Luftraum aufhielt.

Am Vormittag des dritten April drang eine deutsche DO24 in den schwedischen Luftraum ein und flog in Richtung Simrishamn. Obwohl die Luftabwehr die Maschine beschoss und stoppen wollte, behielt sie ihren Kurz bei. Daraufhin sollten zwei schwedische Abwehrjäger die DO24 aus dem schwedischen Raum abdrängen, ohne jedoch die Maschine abzuschießen. Als Erik Harry Nordlund, der als erster mit seiner J 20 auf Höhe des deutschen Flugzeugs auftauchte, dem Piloten Zeichen zum Abdrehen gab, antwortete die Besatzung mit einer Salve aus den installierten Maschinengewehren, was zum Absturz der schwedischen J 20 führte.

Der Pilot, Harry Nordlund, wollte sich mit dem Fallschirm retten, was ihm jedoch, aus unbekannten Gründen, nicht gelang, so dass er mit seiner Maschine am Boden zerschellte. Die zweite Maschine konnte dann die deutsche DO24 zum Abdrehen bringen ohne beschossen zu werden. Harry Nordlund wurde mit militärischen Ehren im Ullångers Friedhof bei Kramfors beigesetzt. Am 17. November 1995 wurde außerhalb von Sölvesborg ein Gedenkstein zu seinen Ehren errichtet.

3. April 1581: Johannes Rudbeckius und die erste Mädchenschule Schweden
3. April 1780: Abraham Rydberg, vom Großhändler zum Wohltäter

Copyright: Herbert Kårlin