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Donnerstag, 15. September 2016

Der schwedische Physiker Oskar Klein

Oskar Klein wurde am 15. September 1894 als Sohn des ersten Rabbi in Stockholm geboren. Sein Vater war 1883 von Deutschland aus nach Schweden ausgewandert. Klein zeigte sehr früh ein wissenschaftliches Interesse, erst für Biologie, dann für Chemie und 1910, zwei Jahre bevor er die Hochschulreife machte, als er von Svante Arrhenius dazu eingeladen wurde am Nobel Institut zu arbeiten, schließlich auch für Physik. Erst 1914 schrieb sich Klein dann an der Universität ein und Arrhenius wollte den jungen Wissenschaftler zu Jean-Baptise Perrin in Paris schicken, was jedoch durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs unmöglich wurde. 1917 arbeitete Klein daher zusammen mit Niels Bohr in Kopenhagen und 1921 schloss er sein Studium an der Universität Stockholm mit einer Disputation ab.

Bevor Oskar Klein 1926 Dozent in Physik an der Universität Lund wurde, was 1930 zu einer Professur in Physik an der Universität Stockholm führte, verbrachte der Physiker zwei Jahre als Professor an der University of Michigan, wobei Klein im gleichen Jahr in dem er nach Schweden zurückkehrte auch die sogenannte Klein-Gordon-Gleichung aufstellte, die auf Teilchen mit Spin Null angewendet werden kann, auch wenn Walter Gordon um diese Zeit noch an der Universität Hamburg arbeitete und es eigentlich mehr ein Zufall war, dass beide Physiker an der gleichen Theorie zu arbeiten begonnen hatten.

Oskar Klein, der am 5. Februar 1977 in Danderyd starb und ab 1945 Mitglied der Akademie der Wissenschaften war, gilt in der Physik als Visionär, der bei seiner Forschung immer mehr zur Astrophysik neigte und, unter anderem, gemeinsam mit Hannes Alfvén, eine alternative Kosmologie präsentierte und später auch eine Alternative zum Big Bang mit physikalischer Logik darstellte, auch wenn seine Theorien zur Plasmaphysik heute kaum noch einen wissenschaftlichen Bestand haben. Die Bedeutung des schwedischen Physikers sieht man auch darin, dass Forscher der Universität Stockholm und der Königlich Technischen Hochschule der schwedischen Hauptstadt heute gemeinsam im Oskar Klein Center nach Antworten zu grundlegenden Fragen zum Universum suchen.


15. September 1664: Karlshamn wird zur Stadt ernannt
15. September 1907: Gunnar Ekelöf, der erste surrealistische Autor Schwedens
15. September 1969: Die Karriere von Åke Grönberg
15. September 1972: Flugzeugentführung in Schweden
15. September 1973: Gustav VI. Adolf, der König mit Interesse für Archäologie
15. September 1973: Daniel Westling wird Prinz Daniel Westling Bernadotte
15. September 1975: Der Name Arla wird in Schweden geboren
15. September 1990: Der private Fernsehkanal TV4 sendet analog

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Dienstag, 19. Februar 2013

Svante Arrhenius, der erste schwedische Nobelpreisträger

Svante Arrhenius wurde am 19. Februar 1859 geboren und gehört, mit Wilhelm Oswald und Jacobus Henricus van't Hoff, zu den Gründern der physikalischen Chemie. Arrhenius, der an der Universität Stockholm Physik unterrichtete, wurde jedoch nicht nur wegen seinen wissenschaftlichen Leistungen bekannt, sondern auch, weil er der erste Schwede war, dem im Jahre 1903 der Nobelpreis in Chemie überreicht wurde und damit schwedisches Wissen auf eine internationales Niveau stellte.

Svante Arrhenius studierte an der Universität Uppsala in Rekordzeit Mathematik, Chemie und Physik mit einigen Nebenfächern. Problematisch wurde es jedoch als Arrhenius in Uppsala seine Doktorarbeit zu schreiben plante indem er die Grenzforschung zwischen Physik und Chemie betreiben wollte, denn sein Professor entschied, dass er sich für eines der beiden Fächer entscheiden müsse. Diese Auseinandersetzung führte dazu, dass sich der Wissenschaftler an die Vetenskapsakademien in Stockholm wendete und den Doktorvater wechselte. Erik Edlund, der neue Professor, half  Arrhenius und zwei seiner Freunde dann beim Zugang zum Labor, und ermöglichte die Forschung, die letztendlich zum Nobelpreis führte.

Svante Arrhenius machte sich unmittelbar an die Arbeit das Molekülgewicht chemischer Verbindungen zu untersuchen und ging dann darauf über das elektrolytische Leitungsvermögen zu erforschen, was letztendlich das Thema seiner Doktorarbeit wurde. Sein Professor in Uppsala zeigte sich von den Ergebnissen der Arbeit wenig erfreut und lehnte sie ab. Arrhenius wandte sich daher an Otto Pettersson, der Professor für Chemie an der neugegründeten Universität in Stockholm war, der sofort die immense Leistung des Wissenschaftlers erkannte und nur einige kleinere Änderungen vorschlug. Aber auch das half Arrhenius in Uppsala noch wenig und seine Karriere schien zu Ende. Erst die Unterstützung von Wilhelm Oswald, der ihm nach der Lektüre der Arbeit sofort eine Dozentenstelle in Riga anbot, half Arrhenius bei seinem Durchbruch in Schweden. In Uppsala wurde der Forscher jedoch sein Leben lang nie voll anerkannt, trotz der bahnbrechenden Erkenntnisse, die er bereits als Doktorand lieferte.


19. Februar 1719: Georg Heinrich von Görtz wird hingerichtet
19. Februar 1930: Kjell Espmark, ein Leben für eine unsterbliche Literatur 

Copyright: Herbert Kårlin