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Dienstag, 14. Januar 2014

Waldemar Bülow, Verleger und Politiker

Waldemar Bülow wurde am 14. Januar 1864 in Lund geboren und war durch seinen Vater, der ebenfalls Verleger war, in der Welt der Presse und der Information aufgewachsen. Mit dem Abschluss der Reifeprüfung im Jahre 1886 begann er in der Folkets tidning als Redakteur zu arbeiten und bereits fünf Jahre später übernahm er die Zeitung des Vaters. So nebenbei hatte Bülow noch an der Universität in Lund studiert, auch wenn ihm dabei die Studentenorganisationen wichtiger waren als die tatsächliche Ausbildung.

Waldemar Bülow, der für seine Zeit sehr fortschrittlich war, begnügte sich jedoch nicht mit der Herausgabe der Folkets tidning, sondern verband seine Tätigkeit gleichzeitig mit einer politischen Karriere und einem starkem Engagement im Kulturleben Lunds, wobei er sich politisch vor allem für das Schicksal von Waisenkindern und ein besseres Schulwesen einsetzte und in sämtlichen Komitees zur Veränderung des Wahlrechts aktiv war. Während seiner Zeit und dank seines starken Einsatzes verbesserte sich die Situation von Kindern in Skåne bedeutend.

Neben seinen beruflichen Aktivitäten zeigte sich Waldemar Bülow zusätzlich als Naturfreund und Naturschützer, wobei es ihm hierbei auch gelang Teile Skånes zum Naturschutzgebiet zu machen. Selbstverständlich half ihm dabei sein politischer Einfluss und seine Artikel in der Folkets tidning. Auch wenn das Hauptinteresse Bülows in der Natur den Pilzen galt, über die er auch ein verständliches und bebildertes Nachschlagewerk veröffentlichte, so versuchte er durch regelmäßige und einfach geschriebene Artikel seine Leser allgemein an die Natur heranzuführen und ihr Interesse dafür zu wecken. Waldemar Bülow starb am 30. Mai 1934 in seiner Heimatstadt Lund.


14. Januar 1794: Erik Sjöberg und der Kampf gegen die literarischen Schulen
14. Januar 1814: Der Kieler Frieden einigt Schweden und Norwegen
14. Januar 1912: Ein Kreuzer für Kriegszwecke aus privaten Mitteln 
14. Januar 1928: Lars Forssell und die Nachkriegsliteratur Schwedens 
14. Januar 1963: Ingmar Bergman wird Chef des Dramaten in Stockholm
14. Januar 2006: Der Mord an einem Jungen bringt ein neues Gesetz 
14. Januar 2011: Sun Axelsson, die Welt der Diktaturen und der Bekenntnisroman

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 22. Dezember 2012

Der Buchdrucker Nils Magnus Lindh wird zum größten Verleger Schwedens

Nils Magnus Lindh wurde am 22. Dezember 1775 in Örebro geboren und übernahm 1798 die Druckerei seines Vaters, die er zwar zu einem der lukrativsten Geschäfte der Stadt ausbaute, ihm jedoch nicht die Befriedigung gab, die er suchte. Das Gespür des Buchdruckers führte ihn daher zu einer Tätigkeit als Verleger, eine Aktivität, die ihm tatsächlich weitaus mehr einbringen sollte als eine optimal geführte Buchdruckerei, die er selbstverständlich behielt, allein schon um selbst produzieren zu können.

Die Idee des Verlegers Nils Magnus Lindh, der ab 1806 auch die Örebro Tidning herausgab und ab 1810 die alleinigen Rechte für die Herausgabe des Katechismus, der Bibel und den anderen Kirchenbüchern hatte, war natürlich nicht hoch wissenschaftliche Werke herauszugeben, sondern billige Bücher, die eine möglichst große Menge an Kunden anspricht. Ab dem Jahre 1802 hatte Lindh daher auf Räuberromane, die Vorläufer der heutigen Kriminalromane, gesetzt und publizierte nebenbei auch allgemein verständliche Bücher zu Themen, die jeden Schweden interessierten.

Aber selbst wenn dieses Geschäft Nils Magnus Lindh bedeutende Summen einbrachte, so strebte er auch bald danach etablierte Schriftsteller zu veröffentlichen, was sich insbesondere ab den 20er Jahren sehr deutlich zeigte. Allerdings baute sein Geschäftsmodell auch darauf, dass sich eine Menge an Autoren gedruckt sehen wollten, so dass er selbst die besten Schriftsteller mit minimalsten Bezahlungen abfinden konnte, falls er überhaupt bereit war zu bezahlen, was ab den 30er Jahren, als er der größte Verleger Schwedens geworden war, immer seltener der Fall war. Allerdings waren auch andere Klagen häufig, denn die Druckqualität und die Bindearbeit, die Lindh lieferte, war teilweise so schlecht, dass vor allem die billigeren Bücher teilweise kaum zu lesen waren und Psalmbücher nach wenigen Malen Anwendung auseinanderfielen. Aber als Marktführer hatte er kaum Konkurrenz.
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22. Dezember 1878: Carl Wilhelm Böttiger, der wissenschaftliche Lyriker Schwedens
22. Dezember 1998: Brandattentat auf das Stockholmer Kaufhaus PUB

Copyright: Herbert Kårlin