Sonntag, 17. Juli 2011

Graböffnung und Untersuchung der Wunde von Karl XII.

Am 17. Juli 1917 wurde der Sarkophag mit den Resten von Karl XII. erneut geöffnet, da man glaubte nun in der Lage zu sein die Herkunft der Kugel, die ihn tötete, und damit seine Todesursache, bestimmen zu können. Bereits einen Tag nach der Graböffnung wurden sämtliche Wunden des Königs untersucht, ohne jedoch der Wahrheitsfindung erheblich näher zu kommen. Noch heute ist daher jede Spekulation über den Tod Karl XII. offen.

König Karl XII wurde während einer Belagerung am 30. November 1718 entweder von einer Kugel oder aber einem Knopf, wie seriöse Wissenschaftler behaupten, getötet. Bis heute weiß man weder ob es ein Knopf oder eine Kugel war, und ebenso wenig weiß man, ob er vom Feind oder jemandem aus dem eigenen Lager getötet wurde, oder auch ob es sich um einen Querschläger oder eine gezielte Tötung handelte.

König Karl XII war einer der kriegerischsten schwedischen Könige, der einen absoluten Gehorsam von all seinen Untertanen forderte, was auch dazu führte, dass er von zeitnahen Autoren als sehr herrschsüchtiger und unbeliebter König beschrieben wird. Die spätere Haltung ihm gegenüber hing jeweils von der Regierung ab. Karl XII, wurde daher teilweise selbst zu einem schwedischen Helden stilisiert. Die Leistungen des Königs werden heute vor allem von schwedischen neonazistischen Bewegungen hervorgehoben, die in ihm einen schwedischen Freiheitskämfer sehen, der sein Land gegen alle anderen Einflüsse schützte.

17. Juli 1862: Oscar Levertin, Autor, Literaturkritiker und Professor
17. Juli 1951: Der schwedische Musiker Jan Hammarlund 

Copyright: Herbert Kårlin

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