Sonntag, 24. Februar 2013

Sven Markelius, der Architekt der schwedischen Funkis-Bewegung

Als der schwedische Architekt Sven Markelius am 24. Februar 1972 starb, verschwand einer der bedeutendsten Architekten der Funkis-Bewegung Schwedens, ein Architekt,für den nicht das Aussehen eines Gebäudes im Vordergrund lag, sondern seine Funktionalität, die der Bauhaus-Schule in Dessau am nächsten kommt und in Schweden, etwas verspätet, nach der Stockholmutställning im Jahre 1930 ihren Durchbruch hatte und das klassisch Verschnörkelte an den Fassaden der Bauten verschwinden ließ.

Sven Markelius, der von 1909 bis 1913 an der Königlichen Technischen Hochschule und der Kunstakademie in Stockholm Architektur studiert hatte, hatte früh erkannt, dass er es mit seinem Nachnamen Jonsson etwas schwierig haben würde in der Architektur Karriere zu machen, denn mehrere seiner Kollegen hießen ebenfalls Jonsson. Die einfachste Lösung war daher den Nachnamen in Markelius zu ändern, einen Namen, der einmalig und einzigartig war. Als der Architekt daher 1920 sein eigenes Architekturbüro öffnete, war sein erster Schritt der Namenswechsel von Jonsson in Markelius.

Die Idee zum funktionellen Bau hatte sich Sven Markelius bei einer Studienreise nach Deutschland geholt, wo er Walter Gropius traf und diesen neuen Baustil kennenlernte, den der Architekt allerdings den schwedischen Ideen des Funktionalismus anpasste. Sein erster Bau, einer der ersten im Funkis-Stil in Schweden, ist das Konzerthaus in Helsingborg. Markelius hatte die Ausschreibung aus dem Jahre 1927 für diesen Bau gewonnen, also bevor er den Funktionalismus kannte. Er gewann daher mit einem klassischen Projekt, das er jedoch immer mehr modernisierte bis es seinen neuen Ideen entsprach. In den Folgejahren zeichnete Markelius dann zahlreiche Wohnkomplexe im Funkis-Stil, aber auch das Folkets Hus und das Sverigehuset in Stockholm, aber auch ein Symbol der Hauptstadt, nämlich das dritte der fünf Hochhäuser, die zu einem Wahrzeichen Stockholms wurden.


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Copyright: Herbert Kårlin

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