Mittwoch, 20. Februar 2013

Der schwedische Maler Gotthard Werner

Der schwedische Maler Gotthard Werner, geboren am 9. Dezember 1837 mit einem deutschen Vater und eine schwedische Mutter, starb am 20. Februar 1903 im Alter von 65 Jahren in Rom. Der Künstler wurde vor allem mit seinen historischen Motiven bekannt und hatte eine gewisse Vorliebe für die Heilige Birgitta, die er auf mehreren Gemälden abbildete. Auch wenn er eine für Schweden ungewöhnliche Art zu malen hatte, so gehört er bis heute nur zu den Künstlern, die es zwar geschafft haben in der Kunstgeschichte Schwedens verewigt zu werden ohne jedoch zu den bedeutendsten Malern des Landes zu zählen.

Gotthard Werner, dessen Mutter Ida Werner einen gewissen Ruf als Malerin von Blumenmotiven hatte, studierte an der Kunstakademie in Stockholm. Nach Abschluss des Studiums im Jahre 1861 ging er in Begleitung seiner Mutter nach Paris, eine Zeit, in der man wenig über seinen Werdegang weiß, jedoch umso mehr über seine Wandlung, denn in dieser Epoche trat der Künstler zum katholischen Glauben über und ging mit der Kapuze eines Mönches durch die Stadt. In Briefen seiner Bekannten wird Werner nun als extremer Katholik bezeichnet, der über alles Schwedische negativ spricht.

Parallel zu dieser Wandlung, die ihn wenige Jahre später nach Spanien und nach Italien führt, beginnt Gotthard Werner nahezu ausschließlich biblische und religiöse Motive zu malen. Erst nach 1870 kehrt der Künstler zurück nach Stockholm und beginnt hier historische Motive zu malen und sich auf das Ausschmücken von Kirchen zu spezialisieren. Sowohl die Altartafeln der alten katholischen Kirche in Malmö als auch die Fresken der Kapelle Sankta Birigitta in Göteborg stammen von Werner. Wenn man seine Arbeiten betrachtet, so sieht man unmittelbar den Einfluss, den alte italienische und spanische Meister auf ihn ausübten. Einige seiner Werke sind im Nationalmuseum in Stockholm und im Kunstmuseum in Göteborg zu betrachten.


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Copyright: Herbert Kårlin

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