Sonntag, 17. Februar 2013

Der einzige unaufgeklärte Polizistenmord in Schweden

Am 17. Februar 1992 wurde der Polizeiassistent Leif Widengren während eines Raubüberfalls auf einen Wertetransport von Securitas ermordet. Obwohl sich die Polizei sehr große Mühe machte den Fall aufzuklären und zwei Millionen Kronen Belohnung für sinnvolle Hinweise ausgesetzt wurden, konnte dieser Mord bis heute nicht geklärt werden. Auch dass zwei Fernsehanstalten den Mord im Jahre 2005 in Cold Case Sverige und 2012 in Veckans brott aufnahmen und auf Tipps hofften, gab keinerlei Resultate.

Der Auftrag am 17. Februar 1992 schien eine reine Routine zu sein, denn drei Polizisten, einer unter ihnen Leif Widengren, sollten lediglich einen Wertetransport zum Postamt im Einkaufszentrum Högdalen in Stockholm begleiten. Aber dieser Auftrag war nicht wie die anderen, denn vier Räuber überfielen den Transport, nahmen die Fahrer von Securitas als Geiseln und verschwanden mit etwa 20 Millionen Kronen, die ebenfalls bis heute verschwunden blieben.

Leif Widengren saß zur Zeit des Überfalls auf dem Rücksitz eines Polizeifahrzeuges und die Beamten überlegten gerade wie sie das Fahrzeug der Täter zum Stoppen bringen konnten. Alles geschah in nur wenigen Sekunden, denn als die Täter das Polizeifahrzeug sahen, warfen die Geiseln noch aus dem Auto, feuerten auf das Polizeifahrzeug und verschwanden. Widengren war der Einzige, der bei diesem Überfall getötet wurde. Wie sich später herausstellte, fand man die Kugeln von drei verschiedenen Waffen im Polizeifahrzeug. Getötet wurde der Polizist jedoch mit einer schwedischen AK 4, einem Sturmgewehr, das um diese Zeit vor allem von Reservisten benutzt wurde.


17. Februar 1753: Schweden greift zum Gregorianischen Kalender

Copyright: Herbert Kårlin

Keine Kommentare:

Kommentar posten