Samstag, 16. Februar 2013

Ingmar Bergmans Film „Das siebente Siegel“

Als am 16. Februar 1957 der siebzehnte Film Ingmar Bergmans im Kino Röda Kvarn in Stockholm Premiere hatte, fühlten nur die Insider der Filmwelt, dass dieser Film etwas Besonderes war und den Filmer weltweit bekannt machen würde, denn das Thema der Pest gehörte zu jenen Themen, die überall auf der Welt diskutiert wurden und Bergman war es gelungen die Atmosphäre dieser Epoche gekonnt einzufangen. Noch heute gehört „Das siebente Siegel“ (Det sjunde inseglet) zu den Klassikern der Filmwelt und nimmt unter den besten je gedrehten Filmen den Platz Nummer 117 ein.

Das Thema als solches beschäftigte Bergman schon lange, denn bereits 1953 schrieb er den Vorläufer des Films, das Theaterstück Trämålning, das die Theaterschüler des Malmöer Stadtteaters aufführten. Am 21. September 1954 wurde das Stück als Hörspiel im Radio verbreitet und am 18. März 1955 fand man es auf der Bühne des Malmöer Theaters. Am 16. September 1955 kam Trämålning dann ins Dramaten, und überall hatte es Erfolg und zog das Publikum in den Bann des Todes.

Für Bergman war die Verfilmung eine persönliche Angelegeneheit mit dem Tod, weswegen er ihm auch vom ersten Moment an die Hauptrolle geben wollte. Die Idee zum Film kam von einem Besuch in der Täby Kyrka, wo Bergman das mittelalterliche Bild von Albertus Pictor entdeckte, eine Malerei, bei der ein Ritter mit dem Tod Schach spielt. Entsprechend war der Arbeitstitel des Filmes nicht Det sjunde inseglet, sondern Riddaren och Döden (Der Ritter und der Tod). Das Leitthema des Filmes ist die Offenbarung, mit der der Betrachter sowohl zu Beginn als am Ende des Filmes konfrontiert wird.



16. Februar 1869: Oscar Patric Sturzen-Becker, ein literarischer Revolutionär

16. Februar 1895: Fredrik August Dahlgren, der Forscher der schwedischen Sprache 
16. Februar 1987: Carl von Linné ersetzt König Gustav II. Adolf

Copyright: Herbert Kårlin

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