Donnerstag, 28. Februar 2013

Sophia Isberg, als Künstlerin bekannt als Jungfru Isberg

Sophia Isberg wurde am 28. Februar 1819 im nördlichen Småland geboren und kam im Alter von 21 Jahren mit ihren Eltern nach Motala. Das kleine Häuschen, das die Familie bezog sollte für Sophia und ihren Bruder das Heim und die Werkstatt werden bis die Künstlerin im Jahre 1875 starb. Das Kunsthandwerk als Holzschnitzerin hatte sie von ihrem Vater gelernt, der allerdings kein Künstler war, sondern als Holzdreher arbeitete. Den Namen Jungfru Isberg erhielt sie, weil sie sich ganz der Kunst widmete und nichts mit Männern im Sinn hatte.

Sophia Isberg hatte keinerlei künstlerische Ausbildungen und alle ihre Werke, die sie überwiegend in Birke schnitzte, waren vermutlich von Zeitungen und Zeitschriften inspiriert, die sie dann nach ihrem Geschmack in Kunstwerke verwandelte. Sehr schnell hatte sie sich einen Ruf als Holzschnitzerin gemacht und als Otto Mörner, ein Nahestehender des Königs, 1847 einen von ihr hergestellten Pfeifenkopf in Stockholm ausstellte, wurde die 28-jährige in ganz Schweden bekannt.

An dieser Stelle hätte sich das Leben von Sophia Isberg vollständig verändern können, denn nicht nur das Königshaus wurde auf ihre Kunstwerke aufmerksam, sondern auch der bekannte Künstler Carl Gustaf Qvarnström sah den Pfeifenkopf und bat Isberg an die Kunsthochschule in Stockholm zu kommen. Qvarnström bot ihr dort ein Stipendium an und Königin Josefina wollte ihr eine Pension in Höhe von 200 Reichstalern gewähren. Sophia Isberg lehnte alles ab und wollte in Motala bleiben, dort wo man nun im Museum die bedeutendste Sammlung ihrer Werke finden kann.


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Copyright: Herbert Kårlin

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