Montag, 25. Februar 2013

Acht Personen erfrieren im Jämtland

Leichtsinnige Touristen hatten sich am 23. Februar 1978 bei Sonnenschein aufgemacht um einen Skiausflug in die Anarisfjällen im Jämtland zu machen. Der Ausflug sollte für acht der neun Personen der zwei Gruppen, die sich dort trafen, am 25. Februar 1978 tödlich enden, denn das 1400 Meter hohe Gebirge sollte sich innerhalb kürzester Zeit in eine Falle verwandeln, der man nur mit guten Bergkenntnissen oder mit einem schnellen Bergrettungstrupp entkommen konnte.

Das Problem entstand durch die in den Anarisfjällen vorkommenden Fallwinde, die dort regelmäßig entstehen wenn sich sehr viel kalte Luft über dem Gebirge sammelt und sich dabei ein Tiefdruckgebiet nähert. In diesem Fall entstehen sehr plötzlich eisige Winde, die in die Tiefe ziehen, manchmal nur wie ein plötzlicher eisiger Hauch, manchmal wie ein Orkan vor dem man sich nur durch den Bau eines Schutzes und entsprechende Kleidung schützen kann. Die Gruppe im Jahre 1978 hatte zwar an einen Schutz gedacht, kannte jedoch weder das Terrain noch hatte jemand in der Gruppe die nötigen Kenntnisse um einen sicheren Schutz zu bauen. Alle, die im provisorischen Schutz lagen, erfroren in diesen Tagen und nur jener, der von außen den Schutz verstärken wollte und nicht mehr ins Innere fand, wurde mit schweren Erfrierungen gerettet.

Nach diesem und zahlreichen anderen weniger schweren Unglücken in den Anarisfjällen entschloss man sich im Jahre 1979 an der Storumans Volkshochschule eine zweijährige Ausbildung als Bergführer zu schaffen und im Jämtland richtete man die Bergwetterwarnungen ein, die dabei helfen sollen so schwere Unglücke in aller Zukunft zu vermeiden, eine Warnung, die verbreitet wird sobald das Risiko einer Abkühlung auf mindestens minus 28 Grad zu erwarten ist.. Leider führt Leichtsinn immer noch jedes Jahr zu einigen kleineren Problemen, da viele Touristen immer noch Abenteuer mit Leichtsinn verwechseln.


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25. Februar 1952: Thomas Ledin, ein Musiker gegen Rassismus

Copyright: Herbert Kårlin

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