Donnerstag, 16. Oktober 2014

Gillis Bildt als Ministerpräsident Schwedens

Gillis Bildt kam am 16. Oktober 1820 in Göteborg unter relativ bescheidenen Verhältnissen zur Welt, verbrachte jedoch bereits seine Kindheit nahezu ausschliesslich in Stockholm. Da ihm seine Eltern jedoch eine gute Bildung boten, gelang es Bildt in den Militärdienst zu treten und, dank seines Mutes und seiner Loyalität, auch sehr schnell im Rang zu steigen. Seinem Wissen und seiner Königstreue verdankte es Bildt später auch, dass er unter zwei Königen die höchsten Ämter bekleiden konnte.

Neben seiner Tätigkeit als militärischer Befehlshaber wurde Gillis Bildt zeitweise die Macht über Gotland übergeben und unter Oscar II. kam er als Diplomat nach Deutschland, da der König hoffte dass Bildt die etwas angestrengte Lage zwischen Schweden und Deutschland verbessern könne. Auf Grund einer Krankheit kehrte Bildt jedoch frühzeitig nach Stockholm zurück und wurde dort als Vertreter der Stadt ins Parlament geschickt, allerdings gegen den Wunsch von Oscar II., der Bedenken hatte, dass der Königstreue in der Regierung gegen die Interessen des Königshauses arbeiten müsse.

Dies war auch der Grund, warum Oscar II. mit Gillis Bildt einen Pakt schloss noch bevor Bildt in der Ersten Kammer Platz nahm. Bildt schloss sich daher im Parlament keiner Partei an, was ihm erlaubte gegen den noch aktuellen Freihandel und für den Protektionismus zu arbeiten. Dieser Tatsache verdanke der Politiker dann auch, dass er vom Klönig zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. In dieser Eigenschaft verfolgte Bildt eine strikt konservative Linie, auch wenn er jeweils die Hälfte seiner Minister unter den Forderern des Freihandels und der Protektionisten auswählte. Sein Ziel war dabei, ohne zu grossen Wiederstand, den Übergang zum Nationalismus zu erreichen. Als Bildt jedoch einsah, dass er nicht einmal in der Lage war seine Regierungserklärung umzusetzen, trat er am 12. Oktober 1889, nach nur 20 Monaten im Amt, als Ministerpräsident zurück.


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Copyright: Herbert Kårlin

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