Montag, 13. Oktober 2014

Der schwedische Rechtsgelehrte Laurentius Gunnari Banck

Laurentius Gunnari Banck, der am 13. Oktober 1662 im holländischen Franeker starb, gehört zu jenen wenigen Schweden die im 17. Jahrhundert in einem fremden Land eine wissenschaftliche Karriere machten, jedoch wegen ihren Schriften in der gleichen Epoche auch in Schweden zur intellektuellen Führungsschicht gehörten. Unbekannt ist bis heute, warum Banck zu jener Zeit in Holland blieb, denn in diesem Jahrhundert hatte die schwedische Wissenschaft einen sehr schlechten Ruf und es war daher als Wissenschaftler sehr schwierig außerhalb Schwedens anerkannt zu werden.

Bereits mit zwölf Jahren  schrieb sich Laurentius Gunnari Banck an der Universität Uppsala ein um diese jedoch im Alter von 19 Jahren ohne Examen zu verlassen. Banck reiste im selben Jahr nach Franeker, schrieb sich an der dortigen Universität ein und legte dort, was ebenfalls extrem ungewöhnlich für jene Zeit war, im Jahre 1642 dort sein Examen als Jurist ab. Im Anschluss begab sich der Rechtskundige mehrere Jahre lang auf eine Studienreise durch Frankreich, Spanien und Italien, kam jedoch 1647 zurück nach Holland und wurde im gleichen Jahr zum Professor in Jura in Franeker ernannt.

Während Laurentius Gunnari Banck, der 1917 in Norrköping geboren worden war, sich in Holland einen Ruf als Jurist machte, veröffentlichte er in Schweden, wie in diesem Jahrhundert üblich in lateinischer Sprache, mehrere aufsehenerregende historische Werke unter denen besonders seine Geschichte über die christlichen schwedischen Könige vor der Reformation und sein Werk über Königin Kristina (Christina von Schweden) als Grundlagewerke jener Zeit galten. Wenn man die Werke Bancks heute liest, so stellt man allerdings fest, dass er sich in ihnen massiv gegen den Katholizismus ausspricht und dabei Propaganda für den Protestantismus macht. Dies ist vermutlich auch einer der Gründe, warum der Wissenschaftler in Holland als Hexenmeister angezeigt wurde.


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Copyright: Herbert Kårlin

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