Donnerstag, 2. Oktober 2014

Maria Wetterstrand und die grüne Bewegung Schwedens

Maria Wetterstrand kam am 2. Oktober 1973 in Eskilstuna zur Welt und wurde bereits mit 15 Jahren Mitglied der Grünen Schwedens (Miljöpartiet). Nahezu unmittelbar nach den Wahlen des Jahres 1988 gründete die Jugendliche dann in ihrer Heimatstadt eine Lokalgruppe des Jugendverbands der Grünen. Ihr Engagement zeigte schon 1996 ihre Früchte, denn Wetterstrand wurde, gemeinsam mit Paulo Silva, Vorsitzende des nationalen Jugendverbands der Grünen und nahm an zahlreichen Kongressen teil. In der Zwischenzeit war die junge Politikerin auch nach Göteborg umgezogen um dort Biologie zu studieren, ein Studium, das sie mit einem Master abschloss.

In Göteborg wurde Maria Wetterstrand 1998 in den Stadtrat gewählt und war dort für den Verbraucherschutz zuständig. Bei den Parlamentswahlen im Jahre 2000 wechselte Wetterstrand ihre Position in Göteborg gegen einen Platz im Parlament und prägte ab dieser Zeit das Gesicht der Grünen. Nur zwei Jahre später wurde die Politikerin, dieses Mal gemeinsam mit Peter Eriksson, zur Vorsitzenden der Grünen Schwedens gewählt. Der Aktivität der beiden war es auch zu verdanken, dass die Partei von 4,5 Prozent an Wählern auf 7,3 Prozent anstieg. Im Jahre 2011 gab Wetterstrand dann jedoch ihren Sitz im Parlament und den Vorsitz der Partei auf.

Die Entscheidung von Maria Wetterstrand war jedoch erwartet, da sie seit 2004 mit dem späteren finnischen Umweltminister Ville Niinistö verheiratet war, zwei Kinder bekam und wechselweise in Stockholm, Åbo (Turku) und Helsingfors (Helsinki) lebte. Die Kinder wurden in Schweden in die finnische Schule geschickt und in Finnland in die Schwedische um beide Sprachen als Muttersprachen zu sehen. Die Ehe Wetterstrands hielt nur bis 2012, da beide Politiker in ihren respektiven Ländern aktiv waren und kaum gemeinsame Zeit hatten. Nach dem Ausscheiden aus der politischen Szene hielt Wetterstrand vor allem Vorträge über grüne Themen und arbeitete als Umweltsautorin und Journalistin. Bei den Wahlvorbereitungen des Jahres 2014 betätigte sich Wetterstrand dann jedoch als Beraterin der Grünen und von mehreren Seiten war zu hören, dass sie wieder in die politische Szene zurückkehren wird.


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2. Oktober 1905: Die Hallands Nyheter werden ein Sprachrohr für die Landwirtschaft
2. Oktober 1908: Ingrid Albiner und die christliche Literatur
2. Oktober 1927: Svante Arrhenius, der erste schwedische Nobelpreisträger
2. Oktober 1979: Die schwedische Sängerin Maja Ivarsson
2. Oktober 2008: Der samische Künstler Lars Pirak 

Copyright: Herbert Kårlin

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