Sonntag, 1. Januar 2017

Andreas Laurentii Björnram, Erzbischof in Uppsala

Andreas Laurentii Björnram wurde zu unbekanntem Zeitpunkt als Sohn eines Statthalters geboren und wurde nach seinem Theologiestudium an der Universität Rostock erst zum Priester in Umeå und später in Gävle ernannt. Nachdem sich Björnram um diese Zeit stark an die liturgischen Pläne des Königs Johan III. hielt und damit der erste Priester Schwedens wurde der sich an das röda boken anlehnte, wurde der Priester bereits 1577 zum Bischof des Stiftes Växjö ernannt. Dass sich Björnram in religiösen Fragen hinter Johan III. stellte, muss man jedoch als taktische Eigenschaft sehen, denn der Priester war weit davon entfernt Katholizismus und Protestantismus näher zusammenzuführen.

Trotz der offiziell unentschiedenen Haltung von Andreas Laurentii Björnram, wurde der Bischof 1583 vom König zum Erzbischof ernannt und hatte damit die Aufgabe dafür zu sorgen dass die neue Liturgie in ganz Schweden durchgesetzt wird, eine Aufgabe der Björnram nur sehr oberflächlich und nachlässig nachkam, obwohl Johan III. immer wieder versuchte Druck auf den Erzbischof auszuüben. Diese Haltung Björnrams könnte sich daraus erklären dass sich die Priester und Bischöfe Schwedens in Fragen der neuen Liturgie in zwei Gruppen geteilt hatten, die der Erzbischof indes zusammenhalten wollte, da das Risiko einer gespaltenen schwedischen Kirche bestand.

Während Johan III. die Macht und den Einfluss des Erzbischofs Andreas Laurentii Björnram, auch Bothniensis Bureus genannt, kannte und daher den Erzbischof nicht zu stark kritisierte, kam es zwischen Björnram und Herzog Karl zu einem Machtkampf, den der Herzog allerdings nicht gewinnen konnte. Der Höhepunkt dieser Auseinandersetzung war die Aussage des Erzbischofs dass Herzog Karl das Testament von Gustav Vasa wohl falsch auslegen würde. Als Folge dieser Auseinandersetzung kann man sehen dass Björnrams Stellung unter der Priesterschaft bei seinem Tod am 1. Januar 1591 ungebrochen war und der Erzbischof nahezu als Legende betrachtet wurde.


1. Januar 1516: Margareta Eriksdotter Leijonhufvud, Königin Schwedens
1. Januar 1747: Henrik Gahn, einer der bekanntesten Ärzte Schwedens
1. Januar 1942: Der schwedische Sprachforscher Knut Fredrik Söderwall
1. Januar 1879: Schweden führt die Normalzeit ein
1. Januar 1911: Eslöv in Skåne wird zur Stadt erhoben
1. Januar 1929: Cordelia Edvardson und das überlebte Auschwitz
1. Januar 1931: Hjalmar Bergman und die fiktive Stadt Wadköping
1. Januar 1980: Neues Thronfolgegesetz in Schweden
1. Januar 1993: Das schwedische Parlament unterschreibt den Europavertrag
1. Januar 2000: Die schwedische Kirche wird vom Staat getrennt

Copyright: Herbert Kårlin

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