Samstag, 28. Januar 2017

Der Biochemiker und Nobelpreisträger Tomas Lindahl

Tomas Lindahl wurde am 28. Januar 1938 als Sohn eines Buchhalters in Stockholm geboren und wechselte mit acht Jahren von der Grundschule zum Gymnasium in Bromma, das Lindahl nach acht Jahren mit der Hochschulreife verließ. Die Interessen Lindahls lagen um diese Zeit insbesondere bei Sport, ohne größere Leistungen zu bringen, und Musik, insbesondere klassischer Musik und Jazz. Mit dem Beginn eines Medizinstudiums am Karolinska Institut war dann jedoch, aus zeitlichen Gründen, auch die begonnene Musikkarriere zu Ende, denn während der Semesterferien war Lindahl gezwungen seinen Militärdienst abzuleisten.

Nach den grundlegenden Kursen des Medizinstudiums und der Erkenntnis dass er für die Arbeit eines Chirurgen völlig ungeeignet war, gingen die Interessen von Tomas Lindahl immer mehr zur Biochemie und Bakteriologie über. Als dann die Abteilung für Bakteriologie Medizinstudenten suchte, die ihr Medizinstudium für ein Jahr unterbrachen um erste Forschungen in der Bakteriologie betreiben zu können, meldete sich Lindahl, und wurde, trotzt seiner mittelmäßiger Leistungen in der Medizin akzeptiert, denn die Konkurrenz war gering, da diese Entscheidung auch bedeutete weiterhin seinen Militärdienst in den Semestern leisten müssen, was zukünftigen Chirurgen bald erspart blieb. Die Arbeit mit Einar Hammersten, der die DNA-Forschung lebendig machen konnte, fand Lindahl dann sein wahres Interesse.

Nach seiner Disputation am Karolinska Institut im Jahre 1967 begann sich Tomas Lindahl vollkommen auf die DNA-Forschung, insbesondere in Zusammenhang mit Krebserkrankungen, zu spezialisieren. Seine größte Leistung war dabei die Entdeckung dass gewisse Proteine in der Lage sind Enzyme zu schaffen, die wiederum in der Lage sind beschädigte Teile des DNA erst zu eliminieren und anschließend zu ersetzen. Diese Erkenntnis führte dazu dass man heute die lebenden Zellen besser verstehen kann, aber auch den Ursachen von Krebs und des Alterungsprozesses näher kam. Für diese Leistung wurde Tomas Lindahl 2015, gemeinsam mit den Forschern Paul Modrich und Aziz Sancar, der Nobelpreis für Chemie verliehen.


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Copyright: Herbert Kårlin

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