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Mittwoch, 10. Mai 2017

Der schwedische Sängerin Susie Päivärinta

Susie Päivärinta kam am 10. Mai 1964 als Susanne Päivärinta, als Tochter eines Musiklehrers und Klarinettisten, in Sundbyberg zur Welt und begann, nach Abschluss des Gymnasiums in Upplands Väsby, gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Lili, eine musikalische Karriere. Die Karriere war in einer rein musikalischen Familie nahezu vorbestimmt, wobei die beiden Schwestern auch bereits während der Schulzeit klassischen Gesang und Tanz gelernt hatten, und zudem mehrere Instrumente spielen konnten.

Nachdem Susie und Lili Päivärinta in mehreren Orchestern mitgewirkt hatten und ab 1984 als professionelle Chorsängerinnen gearbeitet hatten, entschieden sie sich im Folgejahr eine eigene Karriere als Duo aufzubauen. Es kam die erste Schall
platte Sommar I Natt, die sowohl in Discotheken als auch im Radio gespielt wurde, was schließlich auch zum ersten Fernsehauftritt im gleichen Jahr führte. Nach diesem Auftritt waren die Geschwister, die als Lili & Susie auftraten, in ganz Schweden bekannt und 1987 hatten sie sich zu einer Karriere in Europa und den USA hochgearbeitet. Im darauf folgenden Jahr waren Lili & Susie Päivärinta die bedeutendsten Diskothekenkünstler Schwedens.

Im Jahr 2000 lösten die beiden Schwestern das Duo auf und die beiden Sängerinnen gingen separate Wege. Während sich Lili vor allem dem Tierschutz widmete, gründete Susie Päivärinta einen Musikverlag und begann, mit großem Erfolg, Lieder für andere Sänger und Sängerinnen zu schreiben. Im Jahr 2009 kehrten die Schwestern in der schwedischen Vorausscheidung zum ESC zu einer kurzfristigen Zusammenarbeit zurück, die sie jedoch, trotz dem Erfolg ihres Beitrags Show Me Heaven nicht fortsetzten. Heute schreibt Susie Päivärinta vor allem Songs für andere Künstler, wobei sie hierbei mehr und mehr zum Countryrock tendiert.


10. Mai 1641: Der legendäre Feldmarschall Johan Banér
10. Mai 1657: Der schwedische Feldherr Gustaf Carlsson Horn
10. Mai 1742: Johan Bielke und der Mord an Gustav III.
10. Mai 1809: Gustav IV. Adolf, der vom Thron verstoßene König Schwedens
10. Mai 1815: Der schwedische Spielmann Anders Ljungqvist
10. Mai 1879: Der eigenwillige schwedische Architekt Carl Bergsten
10. Mai 1952: Die schwedische Sängerin Kikki Danielsson
10. Mai 1963: Rechtsverkehr in Schweden
10. Mai 1983: Gustav Fridolin und die Grünen Schwedens
10. Mai 2006: Nils Strinning, ein Architekt wird als Designer bekannt

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 19. Januar 2017

Die schwedische Popsängerin Lena Philipsson

Lena Philipsson, oft nur Lena Ph genannt, kam am 19. Januar 1966 als Magdalena Filipsson in einer Musikerfamilie in Vetlanda im Småland zur Welt und wuchs daher wie selbstverständlich mit Musik auf, wählte dann jedoch im Gymnasium die Technische Linie und bereitete sich auf ein Architekturstudium vor. Als Philippson jedoch mit 16 Jahren einen Nachwuchswettbewerb mit einem selbst geschriebenen Song gewann, war die Architektur weitgehend gestrichen, denn die Sängerin erhielt das Angebot in einem Musical in Norrköping mitzuspielen und nahm ihre erste Single auf.

Noch hielt Lena Philipsson allerdings eine Hintertür zur Architektur offen und nach ihrer Hochschulreife begann sie in einem Architekturbüro zu arbeiten. Mit 20 kam dann jedoch die Einladung zur Teilnahme an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest bei dem die Sängerin mit Kärleken är evig auf den zweiten Platz kam, in die Svensktoppen einzog und gewissermaßen ihre Karriere gefunden hatte. Als Philipsson ein Jahr später zur sexiesten Frau und Sven Wollter dem sexiesten Mann gewählt wurden, zeigte Lena Philipsson auch erstmals ihren Humor und trat mit Wollter im Fernsehen mit dem Song Teach Me Tiger auf. Wenig später erhielt die Sängerin einen Plattenvertrag mit der Schallplattenfirma von Bert Karlsson.

Für Lena Philipsson folgten anschließend mehrere Alben, Tourneen und Konzerte mit guten Verkaufsergebnissen und sie wurde sogar auf einer Briefmarke verewigt. Die Sängerin nahm im Jahr 2004 mit Det gör ont erneut bei der Vorausscheidung zum ESC teilnahm und vertrat mit diesem Erfolgshit Schweden. Auch wenn Philipsson mit der englischen Version It Hurts nur auf dem geteilten fünften Platz landete, so zählte sie nun zu bedeutendsten und vielseitigsten Sängerin Schwedens. Lena Philipsson, die auch Lieder für andere Musikkünstler schreibt, feierte 2011 in Stockholm 25 Jahre als Künstlerin und hatte zu dieser Gelegenheit die Show Min Drömshow geschaffen, die sie erst im Cirkus in Stockholm und anschließend im Rondo in Goteborg präsentierte. Einige ihrer Lieder begleitet die Sängerin selbst am Piano.


19. Januar 1156: Bischof Henrik wird während eines Kreuzzugs getötet 
19. Januar 1790: Per Daniel Amadeus Atterbom, der romantische Skalde Schwedens 
19. Januar 1790: Per Daniel Amadeus Atterbom, der letzte SkaldeSchwedens 
19. Januar 1826: Axel Rudolf Mauritz Wall und die Dagens Nyheter 
19. Januar 1909: Axel Petersson, bekannt als Döderhultarn
19. Januar 1925: Albin Hagström und das schwedische Akkordeon
19. Januar 1937: Die schwedische Prinzessin Birgitta von Hohenzollern
19. Januar 1943: Die HMS Älvsnabben auf großer Fahrt

Copyright: Herbert Kårlin

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Montag, 17. Oktober 2016

Der schwedische Sänger Roger Pontare

Roger Pontare kam am 17. Oktober 1951 all Roger Johansson in Bockträsk bei Sorsele im südlichen Lappland zur Welt und wuchs bei seinen Großeltern in einer Mischkultur zwischen schwedischer und samischer Gesellschaft auf. Über seine Kindheit und Jugend ist sehr wenig bekannt, auch wenn Pontare selbst berichtete, dass er bereits mit drei Jahren zu singen begann, aber auch davon träumte mit einer eigenen Rentierherde durch die Natur zu streifen. Da der Sänger wenig klare Aussagen macht, ist seine Karriere erst zu verfolgen als er als Teenager in der Band Sankt Pauls mitspielte und in den 70er Jahren Mitglied der Rockband Nebulosa wurde.

Nachdem sich Nebulosa nach nur einer selbst produzierten LP auflöste und Roger Pontare 1976 nach Stockholm zog, dort seine Lebenspartnerin Elisabeth kennenlernte und sie gemeinsam den Familiennamen Pontare annahmen, begann seine Karriere als Musiker. Bereits in den 80er Jahren nahm der Sänger mehrere Songs mit bekannteren Künstlern auf, unter anderem 1988 das Weihnachtslied Christmas Time mit Pernilla Wahlgren, was auch dazu führte dass Pontare bald nicht mehr aus dem Musikgeschehens wegzudenken war, wobei auch Elisabeth, mit der der Sänger immer noch zusammenlebt, seine Eingebungsquelle wurde.

Roger Pontare, der seit 1993, als Sarah Mårskog begann seine Bühnenkleidung zu schaffen, in einer Kleidung auftritt, die sowohl an die Naturvölker als auch die Samen erinnert, hatte seinen großen Durchbruch im Jahre 1993, als er mit Stjärnorna die Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest gewann. Bis heute gehört Pontare zu den wenigen männlichen Sängern Schwedens, die Schweden zweimal beim ESC vertraten und mit Som av is 1999 den fünften Platz der Vorausscheidung erreichte, im Jahre 2000 mit När vindarna viskar mitt namn erneut Schweden beim ESC vertreten durfte und erst 2006 mit Silverland nicht mehr in die Nähe der Endausscheidung kam. Neben Musik interessiert sich Pontare für die Rettung der Natur und gilt in diesem Punkt auch als singender Botschafter.


17. Oktober 1796: Bernhard von Beskow und die konservative Literatur Schwedens
17. Oktober 1842: Gustaf Retzius, der bedeutendste Rassenbiologe Schwedens
17. Oktober 1866: Die Strömstads Tidning, ein Sprachrohr im Bohuslän
17. Oktober 1904: Moderaterna, von extrem rechts zur Mitte
17. Oktober 1956: Die schwedische Sängerin Anne-Lie Rydé
17. Oktober 1969: Die Eisenhütte in Nykroppa wird stillgelegt
17. Oktober 1991: Ester Lindin und der vergessene Bestseller

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Mittwoch, 14. September 2016

Die schwedische Sängerin Sarah Dawn Finer

Sarah Dawn Finer kam am 14. September 1981 in Stockholm zur Welt, auch wenn ihr Name über ihre Eltern, die aus den USA und Großbritannien kommen, nicht an ihre schwedische Herkunft erinnert. Da die Musik in der Familie Finer immer eine große Rolle spielte, kam auch Sarah Down Finer sehr früh mit der Bühne und dem Gesang in Berührung. Im Alter von acht Jahren hatte die Sängerin eine Rolle in der Fernsehserie Maskrosbarn und mit zwölf begann sie im Gospel- und Soulchor One Voice zu singen, einer Musikgruppe, der Finer sieben Jahre lang treu blieb.

Bevor Sarah Dawn Finer ihr erstes Soloalbum veröffentlichte, trat sie mit sehr vielen bekannten Sängern und Sängerinnen Schwedens auf und sammelte Erfahrung. So stand Finer sehr früh mit Björn Skifs, Peter Sjöback, Agnetha Fältskog, Mauro Scocco und vielen anderen Künstlern auf der Bühne, bis Finer 2007 ihr Album I Remember Love veröffentlichte und mit dem Titelsong auf den vierten Platz der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest kam, Platz Eins in den Svensktoppen eroberte und mit der ausgekoppelten Singel auch eine goldene Scheibe erhielt. Ihr zweites Album mit dem Song Moving On, mit dem sie ebenfalls an der Vorausscheidung des ESC teilnahm, und das zwei Jahre später erschien, hatte den gleichen Erfolg.

Sarah Down Finer, die mittlerweile sechs Alben vorweisen kann, machte sich jedoch nicht nur als Sängerin einen Namen, sondern wirkte auch als Schauspielerin in mehreren Filmen, nahm in Magnus Ugglas Revue im Jahre 2010 teil, spielte im Musical Rent und ist als Sprecherin und Sängerin in Zeichentrickfilmen zu hören. Für ihre Rolle im Musical Jekyll & Hyde im Jahre 2008 wurde Sarah Dawn Finer als beste weibliche Hauptrolle sogar für eine Goldmaske nominiert. Finer gehört zu den Sängerinnen Schwedens, die bereit sind auch Humor zu zeigen, was auch das internationale Publikum der Sängerin bemerken konnte, als Finer während des Eurovision Song Contests des Jahres 2013 in Malmö mehrere Sketche zum Besten gab.


14. September 1706: Der Frieden von Altranstädt beendet zwei Kriege
14. September 1730: Sophia Elisabet Brenner, Frauenliteratur im 17. Jahrhundert 
14. September 1805: Hans Magnus Melin und die moderne Bibel Schwedens
14. September 1838: Hanna Ouchterlony und die schwedische Heilsarmee 
14. September 1910: Lasse Dahlquist, vom Seemann zum Sänger 
14. September 1913: Die schwedische Schauspielerin Annalisa Ericson 
14. September 1933: Der Flugzeugträger HMS Gotland wird zu Wasser gelassen
14. September 1974: Die schwedische Stiftung Contra
14. September 2003: Referendum über den Euro in Schweden
 
Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 13. Juni 2016

Der schwedische Sänger Måns Zelmerlöw

Måns Zelmerlöw kam am 13. Juni 1986 als Sohn eines Chirurgen in Lund zur Welt und besuchte dort ein Gymnasium mit dem Schwerpunkt Musik. In der Schule spezialisierte sich Zelmerlöw auf Chorgesang und Musical, was nahezu automatisch dazu führte, dass er in Lund auch dem Studentenchor beitrat und 2002, im Alter von sechs Jahren in einem Musical mitwirkte. Auch wenn Zelmerlöw ab dieser Zeit im Sommer immer wieder Auftritte hatte und damit Erfahrung sammelte, so reichte es bei der Nachwuchssendung Idol 2005 nur zu einem fünften Platz.

Måns Zelmerlöw gab nicht auf, nahm im Folgejahr an Let's Dance teil und erhielt im gleichen Jahr die Hauptrolle im Musical Grease, das in Malmö auf die Bühne kam. 2007 nahm der Sänger dann an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teil und landete mit Cara Mia auf dem dritten Platz. Auch wenn Zelmerlöw dadurch Schweden nicht vertreten durfte, so war er ab diesem Zeitpunkt in ganz Schweden bekannt. Allerdings setzte er nicht voll auf Musik, sondern arbeitete abwechselnd als Sänger, Moderator und Schauspieler. 2009 kam Zelmerlöw erneut ins Finale des Melodifestivalen, und erreichte mit Hope & Glory nur den vierten Platz, da er die Zuschauer, im Gegensatz zur Jury, nicht überzeugen konnte.

Im Jahre 2011 übernahm Måns Zelmerlöw die Rolle Romeos im Musical Romeo & Julia, das im Göta Lejon in Stockholm aufgeführt wurde, und gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass er im Sommer der neue Moderator für Allsång på Skansen werde, eine Aufgabe, die er auch die folgenden zwei Jahre übernahm. 2015 kehrte Zelmerlöw mit Heroes zurück zur Vorausscheidung des Eurovision Song Contests und gewann die Ausscheidung nicht nur mit einem sehr großen Vorsprung vor den anderen Teilnehmern, sonder es gelang ihm auch der Sieg beim ESC, wodurch er die Endauscheidung des Eurovision Song Contests 2016 zurück nach Schweden holte.


13. Juni 1817: Erik af Edholm wird Chef der Königlichen Oper und des Dramaten
13. Juni 1854: Jenny Nyström und die schwedischen Weihnachtstrolle
13. Juni 1878: Der schwedische Entomologe Carl Stål
13. Juni 1901: Tage Erlander und der schwedische Sozialismus
13. Juni 1925: Der schwedische Sprachforscher Adolf Noreen
13. Juni 1951: Stellan Skarsgård, anerkannter Schauspieler ohne Ausbildung
13. Juni 1952: Die verschwundene DC-3 und die Catalinaaffäre
13. Juni 2004: Junilistan, die europakritische Partei Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 15. April 2016

Die schwedische Sängerin Amy Diamond

Amy Diamond kam am 15. April 1992 als Amy Deasismont mit englischem Vater und schwedischer Mutter in Norrköping zur Welt und kam mit ihren Eltern im Alter von zehn Monaten nach England. Mit Viereinhalb zog die Familie jedoch zurück nach Schweden. Das erste große Hobby der späteren Sängerin war Eiskunstlauf, wo sie bis zur Silbermedaille in der regionalen Meisterschaft kam. Da Diamond jedoch gleichzeitig viel zu singen begann, musste sie bald zwischen Eiskunstlauf und Singen wählen. Ab 1999 nahm Amy Diamond dann an zahlreichen Nachwuchswettbewerbs teil und im Jahre 2004 gewann sie bei Mix Megapol den ersten Preis und durfte eine Single aufnehmen, wobei Diamond um diese Zeit bereits durch zahlreiche Fernsehauftritte in ganz Schweden bekannt war.

Der Durchbruch für Amy Diamond kam bereits ein Jahr später, als die junge Sängerin gerade einmal zwölf Jahre alt war, denn What´s in it for Me wurde in ganz Skandinavien ein Hit und wurde selbst in Polen der meist gespielte Song des Jahres. Über Monate hinweg fand man Diamonds Song in den schwedischen Toplisten. Neben der Schule, die sie später mit einer Friseurausbildung abschloss, spielte Diamond 2006 und 2007 auch kleinere Rollen für das Fernsehen und es entstanden drei Alben. Als Amy Diamond 2008 auch noch eine Weihnachtsplatte mit klassischen und neuen Weihnachtsliedern auf den Markt brachte, war die Karriere der damals 16-Jährigen nicht mehr zu bremsen.

Im Jahre 2008 nahm Amy Diamond mit Thank You an der schwedischen Vorausscheidung des Eurovision Song Contests teil, kam direkt ins Finale, aber musste sich dann mit dem achten Platz zufrieden geben. Mit It's my life, mit dem Diamond im Folgejahr erneut am Melodifestivalen, der Vorausscheidung zum ESC, teilnahm, kam sie nicht einmal ins Finale. Während die Karriere als Sängerin ab dieser Zeit relativ ruhig verlief, wurde Diamond für Ihre Hauptrolle im Film Min lilla syster des Jahres 2015 von der Presse extrem gelobt und für mehrere Filmpreise nominiert. Diamond versucht nun Musik, Film und eine Arbeit als Fernsehmoderatorin zu verbinden.


15. April 1624: Gustav II. Adolf gründet die Stadt Sala
15. April 1659: Der Befehlshaber Adam Ludwig Lewenhaupt
15. April 1931: Tomas Tranströmer und die Renaissance der klassischen Versform
15. April 1931: Die Lyrik des Tomas Tranströmer
15. April 1942: Erik Femström, als Sänger bekannt unter dem Namen Jerry Williams
15. April 1942: Ludvig Nordström und das Paradies in Nordschweden
15. April 1990: Greta Garbo, von der Friseuse zum Weltstar

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 17. Februar 2016

Die schwedische Sängerin Shirley Clamp

Shirley Clamp kam am 17. Februar 1973 bei Borås zur Welt und verdankt ihren Vornamen ihrem in England geborenen Vater, der der Tochter einen Namen geben wollte der unmöglich ins Schwedische zu übertragen sei. Clamp arbeitete sehr früh an einer Karriere als Sängerin und besuchte erst die Ballettakademie in Göteborg um dort Musical zu studieren. Neben ihrer Teilname an verschiedenen Bands, die allerdings sehr kurzlebig waren, setzte die Sängerin dann ihre Ausbildung an der Musiktheaterschule in Bjärnum fort. Mit 16 gewann die Künstlerin auch ihren ersten Talentwettbewerb, der ihr zwar einige Auftritte brachte, nicht jedoch den Durchbruch.

Shirley Clamp schloss sich neuen Musikgruppen an, gewann 1994 erneut einen Talentwettbewerb und 1997 war sie im Finale von Sikta mot stjärnorna. Auch wenn die Stimme der Sängerin bald bekannt war, da sie diese Rickard Engfors in einer Dragshow lieh und 2002 beim Pridelied des Jahres sang und sowohl 2001 als auch 2002 als Backgroundsängerin im Eurovision Song Contest mitwirkte, so sollte Clamp erst ab 2005 den nationalen Durchbruch haben, allerdings bereits auf zwei Ebenen, denn in diesem Jahr ging sie mit Robert Wells, Nanne Grönvall und Peter Jöback auf Tournee und hatte erstmals als Solokünstlerin bei der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest Erfolg.

Allerdings gelang es Shirley Clamp mit ihrem Song Mr. Memory Im jahre 2003 nicht in die schwedische Endausscheidung zu gelangen. Im folgenden Jahr sang Clamp in der Vorausscheidung Min kärlek, den bisher größten Publikumserfolg der Sängerin. Beim dritten Anlauf beim ESC im Jahre 2005 gelang es Clamp mit Att älska dig direkt ins Finale zu gelangen, um dann jedoch nur auf dem vierten Platz zu landen. Der Einsatz der Sängerin führte jedoch zu ihrem ersten Album und zu zahlreichen Auftritten. Shirley Clamp nahm noch mehrmals an den Vorausscheidungen zum Eurovision Song Contest teil, hatte damit jedoch weitaus weniger Erfolg als auf der Bühne oder auch ihrem Weihnachtsalbum des Jahres 2014. Shirley Clamp lebt mit ihrem Partner und der gemeinsamen Tochter Vilja gegenwärtig in Stockholm.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 4. November 2015

Die schwedische Schauspielerin Kjerstin Dellert

Kjerstin Dellert, geborene Häggbom, kam am 4. November 1925 in Stockholm zur Welt und nahm 1948 an einem Talentwettbewerb in New York teil, den sie gewann. Obwohl dies bedeutete, dass ihr eine Karriere in Amerika offen stand, kehrte die Gewinnerin zurück nach Schweden und begann ihre künstlerische Karriere als schöne Helena am Stora teatern in Göteborg. Auch wenn Dellert in Göteborg Erfolg hatte, so wollte sie zum Großstadtleben zurückkehren und in Stockholm auf der größten Bühne des Landes stehen, obwohl dies schlechter bezahlt war als in Göteborg.

Bereits im folgenden Jahr gelang Kjerstin Dellert der Sprung nach Stockholm, wo sie als Musette in La Boheme an der königlichen Oper engagiert wurde. 1954 wechselte Dellert dann von der Operette in die lyrisch-dramtische Oper und überzeugte in ihrer Rolle als Carmen. 25 Jahre lang sollte die Opernsängerin dann dem Königlichen Theater treu bleiben und dabei mehr und mehr Charakterrollen übernehmen, was die Künstlerin jedoch nicht davon abhielt 1972 mit Kärlek behöver inga ord an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilzunehmen und dort den vierten Platz einzunehmen.

Als Diva war es Kjerstin Dellert immer wichtig im Zentrum zu stehen, was ihr auch gut gelang, da die Künstlerin auch Galas organisierte und vom Reichstag finanzierte Unterhaltungen für ein ausgewähltes Publikum, unter anderem für das Hochzeitsfest von König Carl Gustaf und Königin Silvia. Als Dellert im Alter von Mitte 50 immer mehr Charakterdarstellerin wurde, entdeckte sie 1981 bei einem Spaziergang das Ulriksdals Schlosstheater, genannt Confidencen, und entschied sich das älteste schwedische Rokokotheater wieder zum Leben zu erwecken. Heute ist Kjerstin Dellert die Direktorin dieses Theaters, das rund 200 Jahre zu schlafen schien und ohne Dellert weiterhin am Verfallen wäre.


4. November 1520: Kristian II. wird in Schweden zum König gekrönt
4. November 1842: Olof Arborelius und die Landschaft Dalarnas
4. November 1954: Stig Dagerman, ein zerrissenes Leben bis zum Tod
4. November 1954: Stig Dagerman, der depressive Schriftsteller Schwedens
4. November 1970: Die schwedische Opernsängerin Malena Ernman

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 27. Oktober 2015

Der schwedische Sänger Salem Al Fakir

Salem Al Fakir kam am 27. Oktober 1981 als Sohn eines syrischen Immigranten und einer schwedischen Mutter in Huddinge zur Welt und wollte bereits im Alter von drei Jahren das Geigenspielen erlernen, was jedoch daran scheiterte, dass kein entsprechender Lehrer zu finden war. Al Fakir musste sich daher erst einmal mit Klavierstunden zufrieden geben. Nur ein Jahr später wechselte er dann zur Geige und hatte das Glück Michail Kazinik als Musiklehrer zu erhalten, der dem jungen Musiker dann bereits mit 13 Jahren zu den ersten Tourneen in Schweden und Russland verhalf. In dieser Zeit begann sich Al Fakir auch für das Jazzpiano zu interessieren, was auch mit seinem Übergang ins Gymnasium zusammenfiel.

Mit 16 Jahren begann Salem Al Fakir am Södra Latin in Stockholm in der Linie Jazzpiano sein Abitur vorzubereiten um später an der Königlichen Musikhochschule mit dem afroamerikanischen Programm fortzusetzen, ohne dann allerdings die Ausbildung an der Musikhochschule abzuschließen. Um diese Zeit hatte der Sänger allerdings bereits in mehreren Musikgruppen gespielt und begonnen für andere bekanntere Künstler zu schreiben. Es sollte allerdings noch bis 2006 dauern, bis Al Fakir seine erste EP Dream Girl auf den Markt brachte, der im Januar 2007 das Album This Is Who I Am folgte. Salem Al Fakir, der nahezu alle Texte geschrieben hatte, die Musik komponiert hatte und auch nahezu alle Instrumente selbst spielte, hatte unmittelbar Erfolg, da er einen eigen Stil verfolgte.

Nur ein Jahr später erhielt Salem Al Fakir vier Grammis, den bedeutendsten schwedischen Musikpreis und hatte damit den Durchbruch endgültig geschafft. Im März 2009 erschien dann das zweite Album Astronaut und im Sommer ging der Sänger auf Tournee. Nahezu die logische Folge war, dass Al Fakir 2010 mit Keep On Walking an der schwedischen Ausscheidung des Eurovision Song Contests teilnahm und dabei den zweiten Platz belegte, was zwar bedeutete, dass er Schweden nicht vertreten durfte, ihn jedoch landesweit bekannt war und zu den anerkannten Sängern Schwedens emporhob. Aber auch wenn Al Fakir immer noch Musikpreise sammelt, so wurde es um ihn nach diesem Erfolg relativ ruhig, nicht zuletzt deswegen, weil er immer mehr für andere Künstler, zum Beispiel Seinabo Sey oder Veronica Maggio, schreibt und komponiert, aber auch als Produzent aktiv ist.


27. Oktober 1844: Klas Pontus Arnoldson, Träger des Friedensnobelpreises
27. Oktober 1857: Ernst Trygger wird Ministerpräsident Schwedens
27. Oktober 1885: Die schwedische Künstlerin Sigrid Hjertén
27. Oktober 1964: Dawit Isaak, zehn Jahre Gefangenschaft eines Journalisten
27. Oktober 1967: Arvid Källström, der unermüdliche Skulpteur Schwedens
27. Oktober 2012: Die schwedische Nationalarena Friends Arena 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 12. Juli 2015

Der schwedische Sänger Yohio

Der schwedische Sänger Yohio kam am 12. Juli 1995 unter dem Namen Kevin Johio Lucas Rehn Eires in Stockholm zur Welt, ist jedoch in ganz Schweden, und einigen anderen Ländern, nur unter seinem Künstlernamen Yohio bekannt. Der Künstler lernte ab sechs Jahren Klavier spielen und ging mit elf Jahren zur Gitarre über, eine Entscheidung, die wiederum dazu führte, dass er als 14-Jähriger als Gitarrist zur Popgruppe Seremedy stieß, die 2010 in ganz Schweden spielte und bemerkenswerte Erfolge hatte, ohne allerdings je in die Topgruppe der schwedischen Bands vorzustoßen.

Yohio, dessen Musik vom japanischen visual kei inspiriert ist, organisierte 2011 auf Eigeninitiative eine Tournee in Japan, produzierte dort eine CD und kam anschließend nach Schweden zurück, wo er von bedeutenden Erfolgen in Japan sprach. Auch wenn Japan nicht unbedingt als sein Durchbruch zu sehen war und seine Platte dort lediglich kurzzeitig bis zum 84. Platz kletterte, war er nun in Schweden bekannt, was Yohio wiederum dazu verhalf mit Heartbreak Hotel an der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest 2013 teilzunehmen. Der Sänger kam auf den Zweiten Platz und durfte daher Schweden nicht vertreten, kam jedoch mit der Scheibe in die Svensktoppen.

Yohio, dessen Vater Gitarrist der Hardrockband Corrodet ist, wurde 2013, auch wegen seinem gesteilten Aussehen und Auftreten, zum Idol der schwedischen Mädchen, die bei jedem seiner Auftritte den größten Teil des Publikums ausmachten. Es war daher auch nahezu logisch, dass Yohio 2014 erneut bei der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnahm, dieses Mal jedoch bei der Endausscheidung in Stockholm mit To the End auf dem sechsten Platz landete. Nach einer Nebenrolle als Schauspieler in der Fernsehserie Jordskott wird Yohio im November 2015 als Schneewittchen im Maximteatern in Stockholm seinen Einstieg in die Welt des Musicals machen.


12. Juli 1698: Fredrik Gyllenborg, der Intrigant der schwedischen Geschichte
12. Juli 1873: Oscar von Sydow, für acht Monate Ministerpräsident Schwedens
12. Juli 1897: Josef Högstedt, der beliebte Lyriker Pälle Näver
12. Juli 1908: Fußball in Schweden
12. Juli 1931: Nathan Söderblom,Träger des Friedensnobelpreises
12. Juli 1953: Wolfgang Zaugg, alias John Ausonius, der Lasermannen

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Donnerstag, 18. Juni 2015

Der schwedische Sänger Magnus Uggla

Magnus Uggla wurde am 18. Juni 1954 in der gehobenen Schicht Stockholms geboren. Das Adelsgeschlecht Uggla ist sogar unter der Nummer 100 im Riddarhuset (Ritterhaus) der schwedischen Hauptstadt vermerkt. Zu seiner Geschlechterreihe gehört, unter anderem, auch der Kunstsammler Ernest Thiel. Sicher hatte diese „gesellschaftliche Last“ auch einen gewissen Einfluss auf Magnus Uggla, der sich im Alter von 16 Jahren der Musik zuwandte und mit Freunden der Nachbarschaft seine erste Band gründete, allerdings eine Hardrockband, die keinen Erfolg hatte, bis Uggla die Gruppe verließ und mit seinem Vater in die Innenstadt zog.

Magnus Uggla ließ sich nicht entmutigen, wandte sich nun jedoch dem englischen Punkrock zu. Im Jahre 1975 präsentierte der Sänger dann sein erstes Album unter dem Namen Om Bobbo Viking, das in gewisser Weise an den frühen David Bowie erinnert. Der Titelsong wurde 2009 in die 1000 schwedische Klassiker aufgenommen. Zwei Jahre später kam Ugglas zweites Album und Kritiker bezeichneten ihn als den ersten schwedischen Punkrocker, was Ugglas allerdings nicht sonderlich gefiel, da er diesen Stempel nicht wollte. Seine beiden Alben hatten so großen Erfolg, dass Magnus Uggla schon 1979 seine Magnus Uggla Band gründete und mit dem Song Johnny the Rocker an der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnahm. Da Uggla damit den letzten Platz belegte, wurde er 1979 nicht der Vertreter Schwedens.

In diesen Jahren übersetzte Magnus Ugglas auch einige seiner Lieder ins Englische und plante eine internationale Karriere. Aber auch wenn einige der Singles in den 80er Jahren in den USA, Deutschland und anderen Ländern erschienen, so blieb dort der Verkaufserfolg völlig aus. Ab Mitte der 80er Jahren ging Uggla mehr und mehr zum schwedischen Pop über und wurde mit seinen satirischen Einlagen in seinen Songs zu einem Warenzeichen, das ihn bis heute zu einer Kultfigur macht der man nicht entgehen kann. Mit För kung och fosterland versuchte sich Uggla 2007 erneut an der Vorausscheidung zum ESC, gelangte jedoch auch hier nicht in die Endausscheidung. Der größte Erfolg kam für Magnus Uggla dann im Jahre 2012, als er in der Sendung Så mycket bättre Olle Ljungströms Jag och min far interpretierte. Mit diesem Song schlug Uggla ab 2012 viele Rekorde in den Svensktoppen.


18. Juni 1754: Anna Maria Lenngren, Frauenbewegung und Bourgeoisie im 18. Jahrhundert
18. Juni 1796: Nils Lovén, der schreibende Priester Skånes
18. Juni 1796: Nils Lovén, der schreibende Priester Skånes
18. Juni 1827: Der schwedischen Sängerprinz Gustaf Oscar
18. Juni 1870: Der schwedische Astronom Nils Haqvin Selander
18. Juni 1947: Die Örebro-Ausstellung: Handwerk und Kleinindustrie
18. Juni 2003: Die verschwundene DC-3 und die Catalinaaffäre

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Die schwedische Sängerin Pernilla Wahlgren

Pernilla Wahlgren kam am 24. Dezember 1967 in Gustavsberg im Uppland in einer Schauspielerfamilie zur Welt. Da sowohl beide Eltern als auch beide Großeltern als Schauspieler arbeiteten, war es geradezu normal, dass Wahlgren bereits als Kind ebenfalls auf der Bühne stand, sowohl als Sängerin als auch als Schauspielerin, aber auch in anderer Weise immer wieder in den Medien als Kinderstar auftauchte. Der erste offizielle Auftritt Pernilla Wahlgrens war im Fernsehstück Den längsta dagen, als die Vierjährige im gleichen Stück mitspielte wie ihre Mutter Christina Schollin.

Die Bühne sollte Pernilla Wahlgren während ihrer Kindheit nie verlassen, denn sie besuchte die Musikschule Adolf Fredrik, spielte im Saltsjöbaden teater und lernte bei Lasse Kühler tanzen. Mit elf Jahren erhielt Wahlgren dann im Folkan beim Musical Annie ihre erste Hauptrolle. Später spielte Pernilla Wahlgren Pippi Långstrump, hatte Rollen in Karlsson på taket und trat in Musicals wie Greace und Annie get your gun auf. Noch heute teilt Pernilla Wahlgren ihre berufliche Karriere zwischen Theater, Musical und arbeitet zusätzlich als Sängerin.

Als Pernilla Wahlgren 20 Jahre alt war, begann sie an einer Parallelkarriere als Sängerin zu arbeiten, wobei ihr erstes Album bereits im Jahre 1985 erschien. Ihr Auftritt mit dem Song Picadilly Circus bei der Vorausscheidung zum Eurovisions Song Contest brachte Wahlgren zwar nicht den ersten Preis, aber eine bedeutende Aufmerksamkeit in der Presse, da ihre Aufmachung in so manchem an das Dritte Reich erinnerte. Das erste Gold kam für Wahlgren im Jahre 2006 mit ihrem Popsong Talking To An Angel und dem Album Beautiful Day. Auch wenn Pernilla Wahlgren immer wieder an der Vorausscheidung zum ESC teilnahm, unter anderem auch als Mitglied mehrerer Gruppen, gelang es ihr nie Schweden zu verteidigen.


24. Dezember: Der Heilige Abend (Julaftonen) in Schweden
24. Dezember 1643: Israel Kolmodin und der bekannteste Psalm Schwedens
24. Dezember 1731: Gustaf Fredrik Gyllenborg, der Satiriker des 18. Jahrhunderts
24. Dezember 1930: Die Schriftstellerin und Künstlerin Henny Utsi Åhlin
24. Dezember 1973: Martin Kellerman und der Hund Rocky
24. Dezember 2009: Bernt Erikson, der unverstandene Dichter Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 6. September 2014

Die schwedische Sängerin Louise Hoffsten

Louise Hoffsten wurde am 6. September 1965 als Tochter des Komponisten und Musikers Gunnar Hoffsten in Linköping geboren und kam daher bereits als Kind mit der Musik in näheren Kontakt. Auch wenn sich die Sängerin heute als Autodidakt bezeichnet, so vermittelte ihr der Vater auch grundlegende Kenntnisse in der Musik. Erfahrung auf der Bühne sammelte Hoffsten, die ursprünglich Schauspielerin werden wollte, ausreichend in ihrer Heimatstadt, denn im Laufe ihrer Jugend trat sie mit nahezu sämtlichen Bands Linköpings auf und der Weg zu einer musikaliscen Karriere war damit vorbestimmt.

Ab 1987 arbeitete Louise Hoffsten dann an einer Solokrarriere und es erschien ihr erstes Album Genom eld och vatten, das jedoch kaum Aufmerksamkeit erweckte. Bekannt wurde Hoffsten jedoch nach einer Nebenrolle als Sängerin im Film 1939, da es ihr mit dem Titelsong des Filmes gelang in die Svensktoppen zu gelangen. Der wahre Erfolg kam jedoch erst 1993 mit dem Album Rhythm & Blonde und Lieder wie Hit Me With Your Lovething. Einige der Titel dieses Albums wurden auch in amerikanischen Serien verwendet, was Hoffsten die Hoffnung gab auch in den USA anzukommen.

Louise Hoffsten hatte jedoch wenig Glück mit einer ausländischen Karriere, denn in Deutschland wollte man ihre Lieder dem Radiopublikum anpassen, was das Ende der Verbindung war und in den USA war jede Anstrengung erfolglos, da BMG die Herausgabe jedes Albums verhinderte. Ihre Rückkehr nach Schweden war dann zusätzlich noch von der Nachricht begleitet, dass Hoffsten an Mulipler Sklerose litt. In Schweden folgten jedoch weitere Alben, zahlreiche Auftritte im Fernsehen und mit Bringing Out The Elvis gelang der Sängerin sogar, wenn auch indirekt, der Einzug in die USA, denn Faith Hill interpretierte ihren Song auf ihrem Erfolgsalbum Breath. Ihren bisher letzten grossen Erfolg hatte Louise Hoffsten mit Only the Dead Fish Follow the Stream, einem Song mit dem sie bei der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest 2013 den fünften Platz in Schweden erreichte.


6. September 1815: Der schwedische Sprachforscher Johan Ernst Rietz
6. September 1868: Axel Anders Teodor Hägerström, der Gründer der Uppsala-Schule
6. September 1893: Stefan Oljelund und die Arbeiterbewegung Schwedens
6. September 1900: Der Skandalschriftsteller und Spion Gustaf Ericsson
6. September 1910: Der Tod durch die Guillotine in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 3. Juli 2014

Die schwedische Sängerin Molly Sandén

Molly Sandén wurde am 3. Juli 1992 in Stockholm geboren und entschied sich bereits in ihrer Kindheit für eine Karriere in der Welt der Musik. Wie auch ihre beiden Schwestern, besuchte sie die auf Musik ausgerichtete Grundschule Adolf Fredriks Musikklasser, der eine Ausbildung am Gymnasium Rythmus folgte. Auf ihre Karriere als Sängerin bereitete sich Sandén in der Band Helges All Stars vor, wo sie auch andere jugendliche Sängerinnen wie Amy Diamond, Zara Larsson und andere heute bekannte Sängerinnen traf. Helges Studio in Gävle bereitet noch heute Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren auf eine Gesangskarriere vor.

Die Solokarriere begann für Molly Sandén im Jahre 2006, als sie Schweden mit Det finaste någon kan få im Junior Eurovision Song Contest in Bukarest repräsentierte und dort den dritten Platz errang. Es folgten Fernsehauftritte und Molly sang im Duett mit Magnus Carlsson, Markoolio und Ola Svensson. Bereits 2007 war die Sängerin Teil der Diggilootourné und trat neben Künstlern wie Charlotte Perelli und Lotta Engberg auf. Mit 16 gehörte Molly Sandén dann zur Gruppe der Sängerinnen, die in ganz Schweden bekannt waren, obwohl sie um diese Zeit noch das Gymnasium besuchte und daher ihre Auftritte einschränken musste.

Zwei Jahre bevor Molly Sandén dann die Schule abschloss, nahm sie an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teil, kam zwar unmittelbar ins Finale im Globen, landete dort jedoch mit Så vill stjärnorna nur auf dem elften Platz. Als die Sängerin drei Jahre später mit Why Am I Crying erneut ins schwedische Finale der Vorausscheidung zum ESC kam, landete ihr Lied auf dem fünften Platz und nur wenig später erschien Sandéns zweites Album Unchained, das einen beachtlichen Verkaufserfolg zeigte. Ihr drittes Album bereitete Molly Sandén dann 2013 in Los Angeles vor, ein Album von dem sie selbst sagt, dass sie nun ihren eigenen Stil gefunden hat. Neben Gesang ist die Sängerin seit 2013 auch in Mode und Design aktiv, unter anderem auch mit einem eigenen Webshop.


3. Juli 1720: Der dritte Frieden von Stockholm
3. Juli 1746: Die schwedische Königin Sofia Magdalena von Dänemark
3. Juli 1811: William Chalmers, Gründer der Technischen Hochschule in Göteborg
3. Juli 1942: Gunilla Bergström und der kleine Willi Wiberg
3. Juli 1988: Der Åmselemord und ein Fahrraddiebstahl

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 24. Juni 2014

Der schwedische Sänger Magnus Carlsson

Magnus Carlsson wurde am 24. Juni 1974 im westschwedischen Fristad bei Borås geboreneinem Ort, in dem er bereits sehr früh im Kinderchor zu singen begann und später im Jugendchor weiterwirkte. Als Magnus 12 Jahre alt war, lernte er Piano zu spielen und wenig später nahm er an seinem ersten Talentwettbewerb teil, der auch im Fernsehen übertragen wurde. Da sich Magnus Carlsson sehr früh für eine Karriere innerhalb der Musik entschieden hatte, zog er mit 16 Jahren nach Göteborg um dort ein Musikgymnasium zu besuchen dem er eine vierjährige Ausbildung in Gesang und klassischem Piano an der Musikhochschule anschloss.

Die musikalische Karriere begann für Magnus Carlsson bereits im Gymnasium, als er mit einigen Freunden die Tanzband Barbados gründete, eine Band, die bereits 1994 mit Hold me zu einer der bedeutendsten Tanzbands Schwedens wurde und insgesamt, neben mehreren Singles, zwölf Alben veröffentlichte und dreimal an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnahmen, bis Carlsson im Dezember 2002 Barbados verließ und Mitglied der Popgruppe Alcazar wurde. In kürzester Zeit gelang es Alcazar international bekannt zu werden, wobei ihr größter Erfolgshit Crying at the Discotheque bisher 13 Millionen Mal verkauft wurde. Als sich Alcazar im Herbst 2005 für eine längere Pause entschied, begann Magnus Carlsson an einer Solokarriere zu arbeiten.

Bereits im Frühjahr 2006 nahm Magnus Carlsson dann als Solosänger mit Lev livet! an der Vorausscheidung zum ESC teil und kam auf Anhieb in die Endausscheidung, ohne allerdings im Globen in Stockholm den Sieg erringen zu können. In den Folgejahren zeigte Carlsson seine Vielseitigkeit und hatte sowohl als Operettensänger als mit Musicals und Volksmusik einen bedeutenden Erfolg, auch wenn dieser nicht mehr an jenen mit Barbados und Alcazar herankam. Carlsson singt auch weiterhin vor ausverkauften Häusern, gerät jedoch, nach der Veröffentlichung von vier Weihnachtsalben, immer mehr auf die Liste der Weihnachtskünstler, der bei allen großen Weihnachtstourneen in Schweden auf der Bühne stehen.


24. Juni 1687: Die Kupfergrube in Falun stürzt ein
24. Juni 1756: Olof Celsius der Ältere und die Botanik der Bibel
24. Juni 1833: Gustaf Åkerhielm, Ministerpräsident Schwedens
24. Juni 1853: Die Weltumseglung der HMS Eugenie
24. Juni 1920: Åland, die finnischen Inseln mit schwedischer Kultur
24. Juni 1923: Edith Södergran, die erste Modernistin der schwedischen Literatur
24. Juni 2004: Der Mord an Helén Nilsson in Hörby

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Montag, 26. Mai 2014

Die schwedische Sängerin Loreen

Als Loreen am 26. Mai 2012 mit Euphoria den Eurovision Song Contest in Baku für Schweden gewann, war Lorine Talhaoui, die am 16. Oktober 1983 von marokkanischen Eltern in Åkersberga geboren wurde, gewissermassen über Nacht internation bekannt geworden und ihre Träume waren endlich in Erfüllung gegangen. In Schweden war Loreen bereits seit ihrer Teilnahme bei Idol im Jahre 2004 für viele ein Begriff, wenn auch noch unter dem Namen Lorén Talhaoui.

Loreen - Copyright: Herbert Kårlin

Idol brachte Loreen allerdings nicht den großen Erfolg, denn auch wenn sie zu den 40 Ausgewählten gehörte, die zur Endaution geladen wurden, so wurde sie vom Publikum eliminiert. Dass Loreen dennoch teilnehmen konnte, lag ausschliesslich an der Wildcard der Jury, die in der jungen Sängerin ein Potential sahen. Loreen ging jedoch nicht den ganzen Weg und verpasste knapp die Endausscheidung. Es folgte eine Single, Tätigkeiten beim Fernsehen und ihre Stimme wurde bei einigen Filmen verwendet. Im Jahr 2011 nahm Loreen dann mit My Heart Is Refusing Me an der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teil, kam jedoch nicht bis zur Endausscheidung, da sie im Duell gegen Sara Varga zu wenig Punkte bekam.

Nur ein Jahr später nahm Loreen erneut am Melodifestivalen, der schwedischen Vorausscheidung zum ESC, teil und dieses Mal kam sie auf Anhieb in die Entausscheidung, die sie ebenfalls mit grossem Vorsprung gewann. In Baku erhielt die Sängerin dann sogar 113 Punkte mehr als die russischen Künstlerinnen, die den zweiten Platz einnahmen und damit war Loreen die fünfte Schwedin, die den europaweiten Wettbewerb nach Schweden brachte. Auch wenn Euphoria in Schweden, und auch international, ein immenser Erfolg wurde, so gelingt es Loreen bisher nicht wirklich mit einem weiteren Hit anzuschliessen und ihre Auftritte als Sängerin werden seltener.


26. Mai 1879: Der Streik von Sundsvall, der erste Großstreik Schwedens
26. Mai 1888: Karolina Widerström, die erste Ärztin Schwedens
26. Mai 1931: Die pädagogische Reformatorin Anna Sandström
26. Mai 1931: Sven Delblanc und die Nachkriegsliteratur Schwedens
26. Mai 1931: Sven Delblanc, Autor und Literaturwissenschaftler
26. Mai 1943: Alice Tegnér und die Kinderlieder Schwedens

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Sonntag, 18. Mai 2014

Die schwedische Sängerin Nanne Grönvall

Nanne Grönvall wurde am 18. Mai 1962 unter dem Namen Marianne Nordqvist in Stockholm geboren und steht seit 1985 auf der Bühne. Ihre Karriere begann in jenem Jahr mit der Gruppe Sound of Music, eine Band, die sie bereits mit ihrem Ehemann Peter Grönvall, einem Sohn von Benny Andersson, gründete. In etwas veränderter Besetzung, jedoch immer gemeinsam mit ihrem Mann, entstanden dann erst die Gruppe Peter’s Pop Squad und schließlich One More Time mit dem Erfolgshit Den Vilda, geschrieben vom Ehepaar Grönvall.

Für Nanne Grönvall bedeutete Den Vilda, das beim Eurovision Song Contest im Jahre 1996 in Oslo auf den dritten Platz kam, zwar nicht den ersten Auftritt im ESC, aber der Song wurde zum internationalen Bestseller und Nanne europaweit bekannt. Es sollten dann jedoch weitere zwei Jahre vergehen bevor Nanne ernsthaft an einer Solokarriere arbeitete, auch wenn sie weiterhin bei Text und Musik mit ihrem Mann zusammenarbeitete. Die Sängerin, die bisher insgesamt zehn Mal, als Sängerin oder Autorin, am Eurovision Song Contest teilnahm, präsentierte 1998 ihren Song Avundsjuk mit dem sie auf einem ehrenhaften vierten Platz landete. Ihr Beitrag Ett vackert par im Jahre 2002 galt erneut als Favorit beim ESC, wurde jedoch vor der Ausscheidung disqualifiziert, weil Nanne Grönvall den Song vorher bereits einmal öffentlich gesungen hatte.

Auch wenn Nanne Grönvall anschließend noch mehrmals und mit einem gewissen Erfolg an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnahm, so begann sie sich ab 2004 mehr und mehr dem Musical, der Revue und eigenen musikalischen Shows zuzuwenden. Bereits mit dem ersten Musical Hur man lyckas i business utan att bli utbränd stand sie im Stockholmer Intiman 210 Mal auf der Bühne. So nebenbei übernahm Nanne dann auch zwei Jahre lang die beliebte Radiosendung von Magnus Uggla und zeigte dabei erneut ihre Vielseitigkeit und Volksnähe. Im Frühjahr 2014 stand Nanne Grönvall mit dem Musical Rebecca auf der Bühne der Oper in Malmö und im Sommer nimmt sie an der 12. Diggilootournee teil, die vom 7. Juni bis zum 16. August durch ganz Schweden zieht.


18. Mai 1160: Erik, der einsame Herrscher, hat Namenstag
18. Mai 1160: Erich der Heilige in der schwedischen Geschichte
18. Mai 1160: Erik der Heilige stirb bei Uppsala
18. Mai 1717: Jean Eric Rehn und der gustavianische Stil Schwedens
18. Mai 1738: Die Eisenhütte Billingfors Bruk wird Papierfabrik
18. Mai 1946: Ein UFO mit Außerirdischen landet in Skåne

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Way Out West, Musik in Göteborg Göteborger Kulturfestival 2013

Samstag, 10. Mai 2014

Die schwedische Sängerin Kikki Danielsson

Kikki Danielssom, die eigentlich Elsie Ann-Kristin Roos heisst und ihren früheren Familiennamen Danielsson erhielt als sie im Alter von fünf Jahren von einem Ehepaar in Älmhult adoptiert wurde, kam am 10. Mai 1952 in Visseltofta in Skåne zur Welt und hatte ihren ersten Auftritt mit fünf Jahren, allerdings nur bei einem lokalen Luzienfest  und mit einem Weihnachtslied. Später wurde sie dann Mitglied im Kirchenchor der Gemeinde und als sie 15 Jahre alt war, nahm sie an einem Talentwettbewerb teil bei dem man auf die junge Sängerin erstmals aufmerksam wurde.


Als Kikki Danielsson dann 17 Jahre alt war, schloss sie sich der Tanzband Nickies an, der sie vier Jahre lang die Treue hielt, um dann jedoch zu Wizex zu wechseln, einer Gruppe, mit der sie im Jahre 1978 auch bei der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnahm, aber mit Miss Decibel leider nur auf den zweiten Platz gelangte. Die Lieder der Sängerin blieben während ihrer gesamten Karriere der Tanzmusik nahe, auch wenn sie in den 80er Jahren auch einen gewissen Erfolg mit Country hatte, dem immer noch ihre zweite musikalische Liebe gilt.

Die wichtigste Zeit in der Karriere von Kikki Danielsson waren die 80er und 90er Jahre und ihren Höhepunkt erreichte als die Sängerin mit Bra Vibrationer auf den dritten Platz des Eurovision Song Contests gelangte und mehrere ihrer Songs wochenlang in den Svensktoppen zu finden waren. Ab dem Jahrtausendwechsel tritt Kikki Danielsson wieder als Tanzbandsängerin auf, nimmt 2002 mit Lotta Engberg und Elisabeth Andreassen mit Vem é dé du vill ha erneut am ESC teil und veröffentlicht immer wieder einige mittlere Erfolge. Mit dem volksnahen Drama Kikkiland erscheint die Sängerin dann 2014 im Stadttheater Göteborg und kann feststellen, dass sie in Schweden in keiner Weise vergessen wurde.


10. Mai 1809: Gustav IV. Adolf, der vom Thron verstoßene König Schwedens
10. Mai 1815: Der schwedische Spielmann Anders Ljungqvist
10. Mai 1879: Der eigenwillige schwedische Architekt Carl Bergsten
10. Mai 1963: Rechtsverkehr in Schweden
10. Mai 1983: Gustav Fridolin und die Grünen Schwedens
10. Mai 2006: Nils Strinning, ein Architekt wird als Designer bekannt

Copyright: Herbert Kårlin

Way Out West, Musik in Göteborg Göteborger Kulturfestival 2014