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Montag, 7. März 2016

Die Bergbahn in Åre, Bergbanan

Obwohl die Bergbahn in Åre bereits ab Juli 1909 im Testbetrieb war und die Fahrgäste kostenlos vom Marktplatz zum Fjällgården brachte und dabei eine Steigung von 158 Metern überwältigte, wurde die Åre bergbana, allgemein nur Bergbanan genannt, erst am 7. März 1910 offiziell eingeweiht. Die Bahn, die damals 230.000 Kronen kostete, was heute etwa 12 Millionen Kronen entspricht, wurde, wie auch die Skansens bergbana in Stockholm, vom schweizer Unternehmen von Roll gebaut, das Erfahrung mit dieser Art von Fahrzeugen hatte.

Die Entstehung der Bergbahn in Åre verdankt man dem Ingenieur Carl Olof Rahm, der den Wintersport in Åre ausbauen wollte und natürlich weitaus mehr als nur eine Bergbahn zur Anhöhe sah, denn Rahm dachte bereits an ein Hotel, ein Restaurant und den Ausbau der Infrastruktur, ein Wunsch, der mittlerweile längst in Erfüllung gegangen ist, auch wenn selbst die Eisenbahn und die Waggons mittlerweile längst modernisiert wurden, trotzt ihrem rustikalen Aussehen. Lediglich der Gepäckwagen, den man auf halben Weg entdecken kann, stammt auch der Anfangszeit der Åre Bergbana.

Heute kann jeder der beiden Waggons jeweils 60 Personen transportieren, wobei die geringe Geschwindigkeit von 7,5 Kilometer die Stunde auch das Bewundern der Natur ermöglicht. Mit einer Haltestelle auf halber Strecke dauert die Reise maximal zehn Minuten. Eigentlich war die heutige Endhaltestelle nicht als Ziel der Bahn gedacht, denn die Idee war, die Strecke bis zur Spitze des Åreskutan weiterzuführen, aber leider blieb das Projekt aus finanziellen Gründen bis heute ein Traum, wobei der Åreskutan seit 1976 mit einer Seilbahn erreicht werden kann, was Wintersportler in Åre stark begrüßen.


7. März 1768: Der Aufstieg des Grafen Carl Gustaf Löwenhielm
7. März 1785: Sklaverei in schwedischer Kolonie
7. März 1897: Der schwedische Sportklub Hammarby IF
7. März 1905: Anna Wästberg, Dichtung und Theater im 19. Jahrhundert
7. März 1932: Ein dreifacher Mord und zwei Selbstmorde
7. März 1965: Lady Louise Mountbatten wird Königin von Schweden


Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Dienstag, 9. Februar 2016

Der Vinterparken (Winterpark) in Östersund

Als am 9. Februar 1996 der Vinterparken in Östersund eingeweiht wurde, geschah dies auf Initiative der Unternehmer Östersunds, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde der Stadt. Die Idee dabei war die Stadt Östersund auch im Winter attraktiver zu gestalten. In diesem Fall dachte man allerdings weniger an die Touristen, die zum Wintersport in die Region kommen, sondern vielmehr an die Bewohner Östersunds, denen man auch in der dunklen und kalten Jahreszeit interessante Aktivitäten bieten wollte.

Die Idee des Vinterparken (Winterparks) zeigte unmittelbar einen großen Erfolg und aus einer relativ kleinen Attraktion entwickelte sich im Laufe der Jahre ein Ereignis, das mittlerweile auch zu einem touristischen Interesse wurde. Seit 1996 verwandelt sich das Ufer des Sees und der Storsjön ab Ende Januar oder Beginn Februar in eine Winterlandschaft in der man den Winter Jämtlands in vollen Zügen genießen kann. Am Ufer des Sees reiht sich ein Liegestuhl an den anderen und die nahezu unendliche Eisfläche des Sees lädt zu zahlreichen Aktivitäten ein.

Am Ufer des Storsjön findet jedes Alter seinen Spaß, denn die jüngsten Besucher können sich im vinterparken in der Burg aus Eis und Schnee vergnügen, während die etwas ältere Schicht zu einer längeren Schlittschuhtour aufbricht oder mit Langlaufskis die gebahnten Spuren benutzt. Aber man findet auch Grillplätze, kann Eisbaden oder in einer Sauna die Grenzen seines Wärmeempfindens testen. Heute ist der Winterpark in Östersund eine Art Treffpunkt für die gesamte Umgebung Östersunds geworden. Und die Skigebiete von Åre ist ebenfalls nicht weit von der Stadt entfernt.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Von Pirate Radio City bis zu Cityradion Gävle

Auch wenn die am 23. Dezember 1979 gegründete private Radiostation Pirate Radio City zu den ersten Radiostationen gehörte, die in Schweden auf legale Weise entstanden, so wollte man an die Piratenstationen anknüpfen und eine Alternative zum Staatsfunk bieten, insbesondere in Hinblick auf die ausgestrahlte Musik. Die kleine Station hatte kaum die Kraft um ganz Stockholm zu bestrahlen und an nationale Sendungen war um diese Zeit gar nicht erst zu denken. Bereits 1984 änderte Pirate Radio City seinen Namen und wurde für einige Jahre zu FMAK.

FMAK, was eine Abkürzung für Verein (Förening) für Moderne Alternative Kultur ist, spielte Funk, Disco, Soul und Pop und konnte sich damit ein treues und junges Publikum schaffen. FMAK gilt bis heute als der erste professionelle private Rundfunksender Schwedens, der nicht nur  die besten Discjockeys beschäftigte, sondern auch sehr viele jüngere Künstler jener Epoche interviewte und ein lebendiges Radioprogramm schuf. FMAK wurde in den 80er Jahren geradezu eine Bewegung und einige andere Stationen, unter anderem auch Fjällradion in Åre, wurden gegründet, allerdings alle mit weitaus weniger Erfolg als die Station in Stockholm, die 1991 den Namen Cityradion annahm.

Cityradion entwickelte sich zu einem kleinen Netzwerk, aber die finanziellen Probleme kleinerer Lokalradios führten auch dazu, dass Cityradion Åre im Jahre 2007 aufgab und Cityradion Södra Dalarna zwei Jahre später in Konkurs ging. Erhalten blieben im Jahre 2010 lediglich Cityradion Värmland und Cityradion Gävle, wobei letztere sich aus dem Netzwerk löste und heute jedem anderen Privatsender mit einer breiten Musikmischung entspricht, immer noch mit der Bezeichnung Cityradion, jedoch mit einem neuen Logo. Die Sendestation in Karlskoga/Degerfors gibt mittlerweile auch eine kostenlose Werbezeitschrift heraus, die die Station mitfinanzieren kann.


Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Samstag, 15. August 2015

Die Nationalflagge der Samen

Auch wenn die Samen über keinen eigenen Staat verfügen, sondern mittlerweile lediglich als Volksgruppe anerkannt werden, so verfügen sie seit dem 15. August 1986 über eine eigene Flagge, die offiziell elfmal im Jahr gehisst wird um besondere Ereignisse in der Geschichte der samischen Geschichte hervorzuheben. Aber noch heute ist dieses Ereignis nur in wenigen Orten im Norden zu beobachten, denn sobald man sich von den Dörfern der Samen entfernt, spricht man nur sehr wenig über die Samen, da die Geschichte in diesem Fall weder für Finnland, noch für Norwegen, Schweden oder auch Russland sehr glorreich aussieht, was sich bereits an dem früher üblichen Ausdruck Lappen, statt Samen, sehr deutlich zeigte.


Die Flagge der Samen wurde von Astrid Båhl gezeichnet, wobei diese bei der Wahl der Farben sowohl auf die traditionellen Farben der samischen Kleidung zurückgriff, als auch auf die Symbole des Volkes und sich zudem vom Gedicht Paiven parneh (Die Kinder der Sonne) des samischen Dichters Anders Fjellner inspirieren ließ. In der Flagge der Samen findet man alle Elemente, die das Leben symbolisieren, die Gewächse, das Wasser, das Feuer und die Sonne. Keine Flagge der anerkannten Staaten beinhaltet eine so starke Aussage wie diese Flagge, die jedoch zu den am wenigsten bekannten Flaggen weltweit gehört.

Während die Entscheidung über die samische Flagge bereits 1986, während der Konferenz des samischen Volkes in Åre, fiel, konnte der Nationaltag der Samen erst ab dem 6. Februar 1992 gefeiert werden, denn über diesen wurde erst während der 15. Konferenz der Samen in Helsingfors (Helsinki) entschieden. Als die wichtigsten Flaggentage der Samen gelten daher natürlich der 6. Februar und der 15. August jeden Jahres, von Mittsommer abgesehen, das nicht nur für die Schweden einer der wichtigsten Tage  des Jahres ist, sondern seit ältester Zeit den wichtigste Feiertag der Samen ausmacht.


15. August 1247: Sigtuna, die Dominikaner und die Mariakyrkan
15. August 1794: Elias Magnus Fries, der erste schwedische Fachmann für Pilze
15. August 1901: Der Vorname Estelle und Prinzessin Estelle von Schweden
15. August 1954: Stieg Larsson, der Erfolg kam nach seinem Tod
15. August 1982: Der schwedische Biochemiker Hugo Theorell
15. August 2004: Sune Bergström und der Nobelpreis in Medizin
15. August 2011: Sif Ruud, noch mit 85 auf der Bühne des Dramaten

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Donnerstag, 5. Mai 2011

Die Olympischen Spiele in Stockholm

Am 5. Mai 1912 wurden die Olympischen Spiele in Stockholm eröffnet. Nächstes Jahr hat dieses Ereignis sein 100-jähriges Jubiläum, was auch das Olympische Komitee in Stockholm dazu bewogen hat, zahlreiche Ereignisse darauf einzustellen. Stockholm wird mit sehr vielen sportlichen Ereignissen, darunter einem Marathonlauf, mit Kongressen und einer Jubiläumsausstellung zur Stockholmer Olympiade an dieses bedeutende Ereignis erinnern.

Die Olympischen Spiele in Stockholm waren in mehreren Hinsichten ein besonderes Ereignis, denn hier wurden erstmals, wenn auch inoffiziell, elektronische Stoppuhren, die auch für das Publikum sichtbar waren, eingesetzt. Die Anzahl der weiblichen Sportler war mit 2,23 Prozent (entspricht 57 Sportlerinnen) so hoch wie nie zuvor und schwedische Sportler errangen 64 Medaillen und damit mehr als jedes andere Land, auch wenn dies nur zum zweiten Platz (nach der USA) in der Medaillen-Rangliste reichte.

Die Olympischen Spiele in Stockholm erhielten den Beinamen „Sonnscheinolympiade“, da dieses Jahr besonders warm und sonnig war, was für die Besucher von großem Vorteil und für den portugiesischen Marathonläufer Lazara fatal war, denn er erlitt während des Laufes einen Hitzschlag und starb wenig später. Mit dem Ereignis im Jahre 1912 ist jedoch die Geschichte der Olympischen Spiele in Stockholm nicht beendet, denn nun plant die Stadt, gemeinsam mit Åre, die Olympischen Winterspiele 2026.

5. Mai 1939: Schweden und die Rechte der Frau
5. Mai 1984: Herreys, Schwedens erste Boyband, gewinnt den ESC 

Copyright: Herbert Kårlin