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Mittwoch, 17. Januar 2018

Die schwedische Skiläuferin Toini Rönnlund

Toini Rönnlund kam am 17. Januar 1938 als Toini Karvonen im finnischen Dorf Suomussalmi nahe der russischen Grenze zur Welt. Im Alter von sechs Jahren kam das Mädchen dann als sogenanntes Kriegskind nach Björkenäs im Värmland und hatte das Glück in eine bürgerliche Familie zu kommen, die Rönnlund sehr früh bei ihren sportlichen Ambitionen unterstützte. Wie viele dieser Kriegskinder, so blieb auch Rönnlund nach dem Krieg in Schweden und nahm Mitte der 50er Jahre auch die schwedische Staatsbürgerschaft an.

Toini Rönnlund engagierte sich Mitte der 50erJahre erst im Sportklub Likenäs, den sie später gegen jenen in Skellefteå austauschte und machte 1957 ihr Debut als Skilangläuferin bei der schwedischen Meisterschaft in Malung. Bereits zu Beginn der 60er Jahre gehörte Rönnlund dann zu den besten Skiläuferinnen weltweit und gewann während der Olympiade der Jahre 1964 und 1968 jeweils eine Silbermedaille für Schweden, nachdem sie bei schwedischen und europäischen Ausscheidungen bereits vorher Medaillen gesammelt hatte.

Im Herbst 1968 heiratete Toini Rönnlund, die damals noch Gustafsson hieß, dann Assar Rönnlund, einen anderen Skiläufer, und entschied sich plötzlich ihre Karriere an den Nagel zu hängen um das Leben ruhiger zu nehmen, sowie mehr Zeit mit ihrem Ehemann und mit ihren damaligen drei Kindern zu verbringen. Rönnlund bildete sich in diesen Jahren auch zur Krankengymnastin aus, ohne jedoch ihre Skier völlig an den Nagel zu hängen, denn noch heute bricht sie zu ihren regelmäßigen Skiwanderungen auf. Rönnlund wird heute, am 17. Januar 2018, in Umeå 80 Jahre alt und ist immer noch eine Legende des schwedischen Skilaufs.


17. Januar 1861: Malla Silfverstolpe und der literarische Salon in Uppsala 
17. Januar 1909: Sven Hedin kehrt von seiner letzten Asienreise zurück 
17. Januar 1916: Die Eisenhütte Galtström bei Sundsvall
17. Januar 1918: Die Schriftstellerin und Künstlerin Elsa Grave
17. Januar 1938: Der schwedische Glaskünstler Bertil Vallien
17. Januar 1944: Jan Guillou, vom Sozialismus zum historischen Roman 
17. Januar 1944: Jan Guillou, der wegen Spionage verurteilte Schriftsteller 
17. Januar 1945: Raoul Wallenberg, ein schwedischer Held
17. Januar 1946: Jenny Nyström und die schwedischen Weihnachtstrolle 
17. Januar 1983: Der erste große Konflikt der Hotelbranche Schwedens
17. Januar 1994: Die schwedische Radiostation Mix Megapol 

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 16. März 2017

Die schwedische Radrennfahrerin Susanne Ljungskog

Susanne Ljungskog kam am 16. März 1976 bei Halmstad zur Welt und entdeckte bei der suche nach einer zu ihr am besten passenden Sportart mit zwölf Jahren das Fahrrad. Als Ljungskog dann mit 14 Jahren die schwedische Jugendmeisterschaft beim Rennen in Kungsbacka gewann, gab es für die Sportlerin kein Zurück mehr. Ab dieser Zeit war es für die spätere Radrennfahrerin klar dass sie nicht nur zur Weltelite gehören, sondern die Spitze darunter einnehmen wollte. Als Ljungskog 1995 ihre Hochschulreife in der Tasche hatte, setzte sie ganz auf den Radsport und fand in Klas Johansson einen idealen Trainer, aber der Weg zum Welterfolg schien dennoch in die Ferne zu rücken.

Als auch 1997 die Weltmeisterschaft noch in der Ferne lag, entschloss sich Susanne Ljungskog einiges zu ändern, vor allem aber ihr Training mit Hilfe aller möglichen Tests zu individualisieren, aber auch jedes Training zu überwachen und an Details zu arbeiten. Zur gleichen Zeit entschied sich Ljungskog auch von der Benutzung der Standardfahrrädern der Sportverbände abzugehen und ließ sich ein an sie angepasstes Fahrrad bauen. Das Ergebnis dieser Entscheidungen zeigte sich dann bereits 1998, denn Susanne Ljungskog gewann in diesem Jahr in Uppsala die Europameisterschaft und hatte damit den ersten Schritt zu ihrem Ziel erreicht.

Durch ein nahezu exzessives Training gelang es Susanne Ljungskog dann sowohl 2002 als auch 2003 die Weltmeisterschaft im Sprint zu gewinnen. Das nächste Ziel, das die Sportlerin danach anstrebte, war olympisches Gold, das ihr jedoch sowohl 2004 als auch 2008 versagt blieb, auch wenn Ljungskog nun zu den besten Radsportlerinnen Schwedens gehörte. Die Hoffnung, die beste Radrennfahrerin weltweit zu werden, zerschlug sich dann im Jahre 2009, als man bei Ljungskog eine genetisch bedingte Blutkrankheit entdeckte, die Hämochromatose, und ein Jahr später musste die Sportlerin einsehen dass der Radsport für sie zu Ende war. Immerhin war einer der ersten Käufe der Sportlerin nach Ende der Karriere der Kauf eines ganz gewöhnlichen neuen Fahrrads.


16. März 1596: Ebba Brahe, die Geliebte des Königs Gustav II. Adolf
16. März 1757: Bengt Lidner, der Skalde, der in Ungnade fiel
16. März 1792: Mord auf dem Maskenball
16. März 1835: Der Buchdrucker Nils Magnus Lindh wird zum größten Verleger Schwedens
16. März 1846: Der schwedische Mathematiker Gösta Mittag-Leffler
16. März 1878: Schweden übergibt seine letzte Kolonie Saint-Barthélemy an Frankreich
16. März 1892: Die Kinderzeitschrift Kamratposten
16. März 1940: Selma Lagerlöf, christliche Literatur und Frauenbewegung
16. März 1957: Das Motel Gyllene Ratten in Stockholm
16. März 1968: Gunnar Ekelöf, der erste surrealistische Autor Schwedens
16. März 1970: Karl Gustav Ossiannilsson, nationalistisches Denken als Arbeiterliterat
16. März 1971: Der schwedische Stand-up Künstler Jakob Öqvist

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 18. April 2016

Der schwedische Skiläufer Per-Erik Hedlund

Per-Erik Hedlund wurde am 18. April 1897 in Särnaheden in Dalarna geboren und gehört zu jenen Skiläufern Schwedens, die als Legende auch in Zukunft weiterhin existieren werden, und dies aus mehreren Gründen gleichzeitig. Hedlund, der in Schweden allgemein nur als Särna-Hedlund bezeichnet wird, war von Kind auf auf Skibrettern zu Hause, allerdings dienten diese nur der Fortbewegung und bis Anfang der 20er Jahre wagte der bekannte Skiläufer keinen Abfahrtslauf. Selbst über die Zeit als sich der Skiläufer sportlich für den Skilauf interessierte, kursiert noch die Legende, dass Särna-Hedlund sechs Tage im Wald arbeitete und nur den siebten Tag dem Skilauf widmete.

Die sportliche Karriere von Särna-Hedlund war relativ kurz, denn seine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen im Jahre 1924 in Chamonix waren noch eine Katastrophe und erst sein Sieg beim Vasalauf zwei Jahre später brachte ihm den Ruf eines hervorragenden Skiläufers. 1928 gewann Per-Erik Hedlund dann nicht nur den Vasalauf, sondern er gewann in Sankt Moritz auch olympisches Gold im 50 Kilometer-Lauf, und dies mit einem Vorsprung von knapp 15 Minuten. Bereits nach einer Goldmedaille im Stafettenlauf während der Skiweltmeisterschaft in Innsbruck, wurde der Skilauf für Särna-Hedlund wieder ein Priatvergnügen.

Im Jahre 1928 trat der sehr eigenwillige Skiläufer Särna-Hedlund gleich zweimal mit einer „hitzigen“ Aktion an die Öffentlichkeit, die ihn weltberühmt machen sollten. Beim Vasalauf entschieden sich Särna-Hedlund und Sven Utterström den Sieg zu teilen. Als die Jury dann jedoch ausschließlich Hedlund zum Sieger erklärte, sägten die beiden Freunde die Gold- und Silbermedaille auseinander und löteten jeweils eine Gold- und eine Silberhälfte zusammen. Die Aktion während der Olympiade war noch bedeutender, denn der Skiläufer weigerte sich im schwedischen Blau anzutreten und bestand auf seinen weißen Skianzug, obwohl ihm der Nationaltrainer drohte ihn deswegen zu disqualifizieren. Nach seinem Olympiasieg wurde jedoch entschieden, dass die schwedischen Skianzüge nicht mehr blau, sondern weiß sein sollten.


18. April 1589: Prinz Johan verzichtet zweimal auf die schwedische Krone
18. April 1647: Der Künstler und Heraldiker Elias Brenner
18. April 1676: Fredrik I., König Schwedens dank seiner Ehefrau
18. April 1759: Thomas Thorild, der revolutionäre Schriftsteller des 18. Jahrhunderts
18. April 1854: Julia Nyberg und die philanthropischen Balladen des 19. Jahrhunderts
18. April 1896: Der Literaturwissenschaftler Henry Olsson
18. April 1896: Henry Olsson und die wissenschaftliche Literaturgeschichte
18. April 1962: Jan Björklund, der Kultusminister mit militärischem Hintergrund
18. April 1965: Der Priester, der sich für die Homosexualität einsetzt

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Freitag, 18. März 2016

Die schwedische Skilegende Ingemar Stenmark

Ingemark Stenmark kam am 18. März 1956 in Joejö in Västerbotten als Sohn eines Bahnlegers im Orientierungslauf zur Welt, wuchs jedoch im nahen Tärnaby auf, wo die Familie ein Haus kaufte als Stenmark drei Jahre alt war. Schon in diesem Alter fühlte sich der spätere Sportler auf Skiern sehr wohl und als er acht Jahre alt war gewann er dort beim Abfahrtslauf die Donald-Duck-Trophäe, was dazu führte, dass er von Hermann Nogler entdeckt wurde, der ab diesem Jahr sein Trainer wurde. Nur ein Jahr später errang Stenmark dann seine ersten Punkte für den Weltcup im Skilauf.

Die Karriere von Ingemar Stenmark begann endgültig im Jahre 1974, als er seinen ersten Weltcupsieg feiern konnte. In der Folge versuchte sich der Skiläufer auch im Abfahrtslauf, musste jedoch feststellen dass seine Stärke im Slalom lag, auch wenn er im 1984 im Super G in Garmisch Partenkirchen den fünften Platz belegen konnte. Stenmark gewann acht Weltcups im Slalom und sieben im Riesenslalom, eine Leistung, auf die nur sehr wenige Skiläufer zurückblicken können. Als Stenmark dann in der Saison 1978/79 insgesamt dreizehn Rennen gewann, wurde er zu einer schwedischen Skilegende, auch wenn der Skiläufer damals gerade einmal 22 Jahre alt war.

Ingemar Stenmark, der heute vor allem als Produktentwickler für die Skimarke Elan arbeitet, schloss seine sportliche Karriere Ende der 80er Jahre ab, wobei er bei seiner letzten Meisterschaft im Jahre 1989 in Vail in Colorado immer noch den siebten Platz einnahm. Im selben Jahr wurde er in Aspen, ebenfalls in Colorado, auch letztmals Weltmeister im Riesenslalom, ein Sieg, den man als würdigen Abschluss einer langen Karriere als Skiläufer bezeichnen kann. Als Sveriges Radio 1979 den Jerringpriset einrichtete, bei dem die Hörer ihren beliebtesten Sportler wählen können, war Stenmark der erste Preisträger, wobei ihm die Trophäe auch im kommenden Jahr erneut verehrt wurde.


18. März 1655: Maria Eleonora von Brandenburg, die schönste Königin Schwedens
18. März 1862: Der schwedische Künstler Eugène Jansson
18. März 1907: Eisenbahnraub in Schweden
18. März 1915: Der erste Meereseisbrecher Schwedens: S/S Sankt Erik
18. März 1935: Der schwedische Sprachforscher Axel Kock
18. März 1957: Christer Fuglesang, der erste Schwede im All
18. März 1986: Die schwedische Sängerin Lykke Li 

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Freitag, 4. März 2016

Der schwedische Künstler Gunnar Widholm

Gunnar Widholm wurde am 4. März 1882 als Sohn eines Schuhmachers in Stockholm geboren. Ohne größere Schulbildung besuchte Widholm sehr früh die Tekniska Skola, in der er auf eine künstlerische Ausbildung an der Kunsthochschule vorbereitet wurde.  Widholm schoss indes die Ausbildung an der Kunsthochschule nie ab und begann als 18-Jähriger als Zeichner und Karikaturist zu arbeiten, unter anderem für die humoristische Satirezeitschrift Kaspar. Bereits um diese Zeit zeichnete er sich als Zeichner von Frauen aus, da es ihm gelang diesen Frauen immer eine gewisse Eleganz zu verleihen.

Es dauerte nur wenige Jahre bis Gunnar Widholm dann vom Stockholms Dagblad als Zeichner beschäftigt wurde um die wichtigsten Ereignisse der schwedischen Hauptstadt auch bebildern zu können. Als Pressezeichner erhielt Widholm 1912 die Aufgabe die olympischen Kämpfer während der Olympiade in Stockholm zu zeichnen, was den Künstler zu einem Vorreiter der Sportzeichner und heutigen Sportfotografen macht, denn hier gelang ihm den richtigen Augenblick in seinen Zeichnungen festzuhalten. Diese Zeichnungen gelten als die bedeutendsten Kunstwerke Widholms.

Gunnar Widholm wurde jedoch nicht nur als Pressezeichner bekannt, denn er zeichnete auch zahlreiche Buchumschläge, Postkarten, Reklameplakate, malte Aquarellgemälde und die Altartafel der Kapelle in Grisslehamn. Während sein Stil zu Beginn zur Dokumentation neigte, findet man in den späteren Werken nahezu grundsätzlich die Zeichen eines Karikaturisten, der die Schwächen der Gesellschaft sehr deutlich auszudrücken versteht und eine Vermögen zur Ironie zeigt. Die größten Sammlungen des Künstlers findet man heute in den Museen in Norrtälje und Västerås, einige Aquarelle auch im Seefahrtmuseum in Göteborg.


4. März 1574: Stadthalter und Reichsrat Carl Carlsson Gyllenhielm
4. März 1824: Der schwedische Philosoph Carl Yngve Sahlin
4. März 1828: Erik Sjöberg und der Kampf gegen die literarischen Schulen
4. März 1882: Die sozialdemokratische Bewegung in Schweden
4. März 1931: Die schwedische Jazzsängerin Sonya Hedenbratt
4. März 1948: Elsa Brändström, der „Sibirische Engel“ aus Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 16. Februar 2016

Die schwedische Leichtathletin Sanna Kallur

Sanna Kallur kam am 16. Februar 1981, mit ihrer Zwillingsschwester Jenny Kallur, als Tochter eines Eishockeyspielers in Huntington in den USA zur Welt, da der Vater um diese Zeit für die New York Islanders spielte. Allerdings wuchs Kallur dann ab ihrem vierten Lebensjahr in Falun auf, wo sie auch zur Schule ging, sich auf eine sportliche Karriere vorbereitete und wo sie noch heute, gemeinsam mit ihrem Eheman Klas, der Tochter Majken und ihrer Katze Greta, lebt. Gegenwärtig bereitet sich Kallur in ihrem Heimatort auf die Olympiade in Rio de Janeiro vor.

Der sportliche Durchbruch kam für Sanna Kallur, die eigentlich Susanna Kallur heißt, mit der Weltmeisterschaft der Junioren im Jahre 1998, als die Sportlerin gerade einmal 17 Jahre alt war und sie beim 100-Meter-Hürdenlauf den dritten Platz errang. Nur zwei Jahre später gewann Kallur dann die Weltmeisterschaft der Junioren und sie wechselte zu den Senioren. In den folgenden Jahren gelang es der Sportlerin jedoch nicht die Spitzenposition zu halten und erst 2005 kam dann die erste  Bronzemedaille bei der Hallenweltmeisterschaft in Moskau, der im gleichen Jahr der Sieg bei der Europameisterschaft in Göteborg folgte.

Im Jahre 2008 gelang Sanna Kallur der Weltrekord beim 60-Meter-Hürdenlauf, was bedeutete, dass die Leichtathletin nun zur Weltspitze gehörte. Zwischen Dezember und Februar bewies Kallur mit fünf besten Zeiten ihre Leistungsfähigkeit, aber eine Verletzung unterbrach für sie die Saison und beim Neustart während der Olympischen Spiele 2008 schied Kallur im Semifinale aus. Anschließend unterbrach Sanna Kallur ihre Karriere und kehrte erst 2010 wieder langsam zurück zur Leichtathletik. Als 2013 ihre Tochter Majken zur Welt kam, setzte sich die Pause fort und Schwierigkeiten mit Sponsoren machten ein echtes Comeback problematisch. Nun hofft Kallur während der Olympiade 2016 wieder ihre volle Form zu zeigen, vermutlich die letzte Chance um eine Sportlegende zu werden, da Sanna Kallur nun 35 Jahre alt wurde.

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 26. August 2015

Die schwedische Schwimmerin Therese Alshammar

Therese Alshammar, von ihren Fans Tessan genannt, kam am 26. August 1977 als Tochter der Sportschwimmerin Britt-Marie Smedh in Solna bei Stockholm zur Welt, lebte jedoch von Dezember 2008 bis 2012 mit ihrem Partner und Trainer in Sydney in Australien um sich anschließend mit ihrer Familie in der Schweiz niederzulassen. Auf Grund der Mutter lag es nahe, dass sich auch Therese Alshammar sehr früh für den Schwimmsport entschied und eisern trainierte. Zu Beginn spezialisierte sich Alshammar auf das Rückenkraulen, ging dann Ende der 90er Jahre auf das Freistilschwimmen über um letztendlich auch im Schmetterlingsschwimmen international anzutreten.

Erstmals aufmerksam wurde man auf Therese Alshammar während der Europameisterschaften des Jahres 1993, als die Sportlerin im 100 Meter Rückenkraulen den vierten Platz einnahm. Der Durchbruch in die Weltelite sollte dann jedoch weitere sieben Jahre dauern als sie bei der Schwimmweltmeisterschaft des jahres 2000 sowohl im 50 Meter Freistilschwimmen, als auch im 100 Meter Freistilschwimmen den damaligen Weltrekord aufstellte und im gleichen Jahr auch noch zweimal Europameisterin wurde. Zudem kam Alshammar bei der Olympiade des Jahres 2000 in Sydney zweimal auf den zweiten Platz, was keinen Zweifel mehr daran ließ, dass die Schwedin nun weltweit zu den Spitzenschwimmerinnen gehörte.

Als ab 2008 neue Badeanzüge aus Gummi einzogen, schien dies zum Nachteil von Therese Alshammar zu sein, denn während der Olympiade 2008 in Beijing riss kurz vor dem Semifinale ihr Badeanzug, was die Schwimmerin jedoch nicht daran hinderte in den folgenden Jahren wieder eine Spitzenposition einzunehmen und 2011 wurde sie im 50 Meter Freistilschwimmen auf der Langbahn erneut Weltmeisterin, was bedeutete, dass Alshammar damit bei 50 Meter sowohl auf der Kurzbahn als auch der Langbahn den Weltrekord hielt. Aber auch wenn Alshammar immer noch die erfolgreichste internationale Schwimmerin Schwedens ist, so ist ihr nun Sarah Sjöström dicht auf den Fersen.


26. August 1551: Die schwedische Königin Margareta Eriksdotter
26. August 1861: Der Komponist, Dirigent und Violinist Johan Fredrik Berwald
26. August 1932: Olov Svedelid, Kriminalromane im Stockholmer Milieu
26. August 1932: Olov Svedelid und der Stockholmer Kriminalroman
26. August 1996: Sven Stolpe, der katholische Schriftsteller Schwedens
26. August 2005: Der Schwein- und Schlittschuhverein GOSF in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 22. Dezember 2014

Der schwedisch Schwergewichtsboxer Anders Eklund

Anders Eklund, der in der schwedischen Boxwelt als Lillen Eklund bekannt ist, kam am 22. Dezember 1957 in Skutskär im Uppland zur Welt und war nach dem legendären Ingemar Johansson der einzige Schwede der im Schwergewicht Karriere machte. Sein Beiname Lillen (der Kleine) war im Grunde ironisch gemeint, denn Eklund war nahezu zwei Meter groß und wog nicht weniger als 117 Kilogramm. Verzweifelt versuchte er über Jahre hinweg den Kosenamen Lillen gegen Viking auszutauschen, aber ohne jeden Erfolg.

Anders Eklund betrat im Alter von 18 Jahren im Trainingslokal des Sportklubs BK Falken in Gävle erstmals einen Boxring. Sein Trainer, Tommy Antman, forderte von Eklund das Äußerste, nach dem Motto „der Junge wird ein Boxer oder er beendet das Training“. Eklund blieb und wurde in relativ kurzer Zeit ein zu fürchtender zukünftiger Boxer. Als er dann 1976 im Volkspark in Gävle erstmals öffentlich kämpfte, weigerte sich sein Gegner nach der ersten Runde weiterhin gegen Eklund anzutreten. Damit waren die Weichen endgültig gestellt und ein Jahr später war der Amateurboxer schwedischer Jugendmeister im Schwergewicht. 1979 nahm Eklund dann sowohl in der Jugendmannschaft als auch bei den Senioren an der Europameisterschaft in Köln teil.

Die erste große Herausforderung kam für Anders Eklund mit dem Ausscheidungskampf zur Olympiade in Moskau. Die Sensation dabei war, dass der unerfahrene Eklund im dritten Ausscheidungskampf gegen Roger Andersson diesen in der dritten Runde durch ein KO eliminierte. Als Amateur stand Eklund, der am 1. April 2010 in Uppsala starb, 81 mal im Boxring und gewann 57 Mal. Da der professionelle Boxkampf um diese Zeit in Schweden verboten war, boxte Ekelund ab 1982 für Dänemark, behielt jedoch seinen schwedischen Wohnsitz im Uppland bei. In dieser Zeit gelang es Eklund zu den 15 weltweit besten Boxern aufzusteigen. Als der Sportler 1990 seine Karriere beendete, konnte er als professioneller Boxer auf 19 Siege, fünf verlorene Kämpfe und ein Unentschieden zurückblicken.


22. Dezember 1775: Der Buchdrucker Nils Magnus Lindh wird zum Verleger
22. Dezember 1854: Der schwedische Künstler Bengt Erland Fogelberg
22. Dezember 1878: Carl Wilhelm Böttiger, der wissenschaftliche Lyriker Schwedens
22. Dezember 1952: Johan Göth und die Lokalgeschichte Smålands
22. Dezember 1984: Jonas Erik Altberg, bekannt als Basshunter
22. Dezember 1998: Brandattentat auf das Stockholmer Kaufhaus PUB

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 3. September 2014

Die schwedische Skilegende Assar Rönnlund

Assar Rönnlund kam am 3. September 1935 in Sävar bei Umeå zur Welt, verbrachte jedoch nahezu seine gesamte Kindheit in der Stadt Umeå. Über die frühen Jahre und das Skiinteresse Rönnlunds weiß man relativ wenig so dass die Biographie des Skiläufers im Grunde erst im Jahre 1961 beginnt, als er im Alter von 26 Jahren erst in Umåker an der schwedische Meisterschaft über 30 Kilometer teilnahm und wenig später auch den 50-Kilometer-Lauf im finnischen Lahti gewann. Nahezu über Nacht war damit Rönnlund zu einem der bedeutendsten Skiläufer Schwedens geworden.

Nachdem  Assar Rönnlund dann im folgenden Jahr sowohl die schwedische Meisterschaft in Skilanglauf über 15 Kilometer als auch über 50 Kilometer gewonnen hatte, wunderte es niemanden mehr, dass Rönnlund im folgenden Jahr drei Medaillen bei der Weltmeisterschaft im Stafettenlauf und Skilanglauf holte. Rönnlund war innerhalb von nur zwei Jahren zur größten Hoffnung des schwedischen Skisports geworden und galt damit im Skilanglauf als Favorit für die olympischen Winterspiele in Innsbruck. Während der Weltmeisterschaft in Zakopane lernte Rönnlund auch seine spätere Frau, die finnische Skiläuferin Toini Gustafsson Rönnlund, kennen, die er 1968 heiratete, als beide mit olympischen Medaillen nach Schweden zurückkehrten.

Weltweit bekannt wurde Assar Rönnlund allerdings bereits während der Olympischen Spiele im Jahre 1964, als der Skiläufer plötzlich als Erster aus einem Waldstück, das nicht von Kameras überwacht wurde, auftauchte und damit olympische Geschichte schrieb. Im Jahre 1967 gewann Rönnlund noch den Vasalauf und nur zwei Jahre später - und nach dem vierten Kind der Familie - gab Rönnlund den Skisport auf und entwickelte sich zu einem der meist geschätzten Sportkommentatoren im schwedischen Rundfunk. Am 5. Januar 2011 starb die schwedische Skilegende nach längerer Krankheit im Universitätskrankenhaus in Umeå, der Stadt, zu der er immer eng verbunden war.


3. September 1686: Das schwedische Kirchengesetz und seine Bedeutung
3. September 1807: Elias Wilhelm Rudas Weg zur Literatur
3. September 1872: Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere
3. September 1925: Der schwedische Künstler Bengt Lindström
3. September 1942: Schweden unterstützt das geplünderte Norwegen
3. September 1949: Vilhelm Ekelund, zwischen Poesie, Prosa und Philosophie
3. September 1967: Die Einführung des Rechtsverkehrs in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 21. Februar 2013

Die ersten Paralympischen Winterspiele in Örnsköldsvik

Am 21. Februar 1976 wurden in Örnsköldsvik die ersten Paralympischen Winterspiele eröffnet, die parallel zu den Olympischen Winterspielen veranstaltet werden und sich an Behinderte jeder Art richten, die bei diesen Spielen zeigen können zu welchen enormen Leistungen sie fähig sind. Natürlich waren diese ersten Winterspiele noch relativ bescheiden und insgesamt konnte man nur 14 Länder mit insgesamt 250 Sportlern zählen, was sich jedoch bei den neun folgenden Winterspielen bedeutend änderte.

Die Grundidee zu Paralympischen Spielen wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg im Krankenhaus Stoke Mandeville bei London, wo die Ärzte die Bedeutung von Sport bei der Rehabilitierung von schweren Kriegsschäden feststellten. Der Neurochirurg Dr. Ludwig Guttman kam dann auf die Idee im Jahre 1948, parallel zu den Olympischen Spielen, einen Wettbewerb für Bogenschützen zu arrangieren. Ab diesem Jahr veranstaltete der Arzt jedes Jahr einen sportlichen Wettbewerb an dem allem Behinderte des Zweiten Weltkriegs teilnehmen konnten, die an den Rollstuhl gebunden waren.

Es sollte dann jedoch noch bis 1960 dauern bis die ersten internationalen Paralympischen Spiele stattfinden sollten, die jedoch noch als die 9th Annual International Stoke Mandeville Games angekündigt waren, da sie vom Internationalen Olympischen Komitee nicht anerkannt waren. Erst 1984 waren die Paralympics, die grundsätzlich im Anschluss an eine Olympiade stattfinden, auch offiziell anerkannt, wobei bei diesen Spielen Sponsoren, im Gegensatz zu den Olympischen Spielen, auch in der Arena Werbung anbringen dürfen, was die Öffentlichkeitswirkung etwas erhöht.


21. Februar 1950: Håkan Nesser, Kommissar Van Veeteren und Kommissar Barbarotti
21. Februar 1950: Håkan Nesser und Kommissar Van Veeteren

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 31. Januar 2013

Tomas Gustafson und der Weltrekord im Eisschnelllauf

Der am 28. Dezember 1959 in Katrineholm geborene Tomas Gustafson begann seine sportliche Karriere bei der Jugendweltmeisterschaft im französischen Grenoble im Jahre 1979, als er im Mehrkampf den vierten Platz belegte. Nur ein Jahr später gelang es ihm bei den Olympischen Spielen im Eisschnelllauf über 1500 Metern den siebten Platz zu erlangen, was ihn zu einem der erfolgversprechendsten schwedischen Eisschnellläufern machte.

Am 31. Januar 1982 wurde Tomas Gustafson dann nicht nur Europameister beim Eisschnelllauf über 10.000 Meter, sondern stellte dabei gleichzeitig einen Weltrekord auf. Bei den Olympischen Spielen im Jahre 1984 in Sarajewo errang Gustafson über 5000 Meter Gold und über 10.000 Meter Silber. Motivation und Training halfen Gustafson dann 1988 in Calgary in beiden Ausscheidungen zur Goldmedaille. Dieses Jahr war jedoch das letzte, bei dem er brillieren konnte und in Schweden zudem mit dem Jerringpris ausgezeichnet wurde.

Als Tomas Gustafson 1992 erneut bei der Olympiade in Albertville antrat, verblasste sein Stern und der Sportler gab seine Karriere auf um sich als Firmenberater zu betätigen und seinen Zuhörern Motivation und persönlichen Erfolg zu erklären, gegen eine Gebühr ab 20.000 Kronen. Neben dieser Tätigkeit ist Gustafson auch der Vorsitzende des schwedischen Olympiakomitees. Tomas Gustafson lebt mit seiner Frau, der ehemaligen Curlerin Elisabet Gustafson, in Uppsala.


31. Januar 1976: Evert Taube, der abenteuerlichste Künstler Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 4. August 2012

Der Stockholm Marathon wird zum Erfolg

Als am 4. August 1979 der erste Stockholm Marathon stattfand, wagte selbst der Veranstalter nicht an den grossen Erfolg zu glauben, der sich durch die Menge der Anmeldungen bereits Tage vorher angekündigt hatte. Insgesamt hatten sich 2155 Teilnehmer, darunter 69 Frauen, zum Lauf angemeldet, wovon 1946 starteten und 1799 auch rechtzeitig ins Ziel kamen. Jeder frühere Versuch einen Marathon in Schweden zu veranstalten hatte weniger als 200 Läufer angelockt, verglichen mit den 15.968 Läufern, die sich für den Jubiläumsmarathon im Jahre 2012 angemeldet hatten.

Die Idee zum Stockholm Marathon kam Anders Olsson im November 1978, als er in einer amerikanischen Zeitschrift einen Artikel über den New York Marathon las, denn in seinen Augen musste ein entsprechender Lauf auch in Stockholm funktionieren. Da ihm jedoch klar war, das der Klub Hässelby SK ein solches Ereignis nicht allein zum Erfolg bringen konnte, kontaktierte er die Stockholmer Spårvägen, die ihm sofort die Unterstützung zusagten. Als dann am 5. März 1979 das Ereignis der Presse vorgestellt wurde, gab es kein Zurück mehr, denn die Media lobten den Vorstoß und schon bald hatten sich Läufer aus neun verschiedenen Ländern zum Marathon durch das Zentrum Stockholms angemeldet.

Mittlerweile findet der Stockholm Marathon jedes Jahr zwischen Ende Mai und Mitte Juni statt, wobei die 42.195 Meter durch das zentrale Stockholm führen und die Läufer innerhalb einer vorgegebenen Zeit drei Krontrollen passieren müssen. Um nicht disqualifiziert zu werden muss ein Läufer die Strecke innerhalb von sechs Stunden absolviert haben, was jedes Jahr für viele weniger trainierte Läufer ein bedeutendes Hindernis darstellt. Am 14. Juli 2012 fand der Jubiläumsmarathon Stockholm in Erinnerung an die Olympischen Spiele des Jahrs 1912 in Stockholm statt.


4. August 1892: Der schwedische Erfinder Bo Kalling
4. August 1912: Raoul Wallenberg, ein schwedischer Held

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 25. Juni 2012

Mora-Nisse, eine schwedische Legende des Skisports

Am 25. Juni 1917 wurde Nils Emanuel Karlsson in Östnor bei Mora geboren, ein Sportler, der als Mora-Nisse besser bekannt wurde als mit seinem tatsächlichen Namen. Mora-Nisse nahm zwischen 1943 und 1953 zehn Mal am legendären Vasalauf teil und ging dabei neun Mal als Sieger hervor, was noch heute der absolute Rekord ist und nur sehr schwer von einem anderen Sportler geschlagen werden kann.

Auch wenn Mora-Nisse seinen Ruf vor allem den Vasaläufen verdankt, an denen er sich bis zu seinem Tod am 16. Juni 2012 engagierte, wenn auch seit vielen Jahren mehr auf der organisatorischen Seite, so gewann er 1948 auch das olympische Gold, erhielt 1950 die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften im Langlauf und gewann 37 Mal die Goldmedaille bei schwedischen Meisterschaften. Ohne die Leistungen von Mora-Nisse wäre der schwedische Vasalauf, den der Skiläufer bei jeder Gelegenheit hervorhob, vermutlich nie weltweit bekannt geworden.

Als Mora-Nisse vor 20 Jahren einen Schlaganfall erlitt, musste er zwar den Skilauf an den Nagel hängen und hatte Schwierigkeiten sich mündlich auszudrücken, aber dennoch war er noch bei jedem Vasalauf an der Strecke. Als Nils Emanuel Karlsson 65 wurde, wurde der Mora-Nisse Jubiläumsfond eingerichtet, der seither junge Skitalente unterstützt. Auch wenn Mora-Nisse in vielen Punkten sehr konservative Anschauungen zum Skisport hatte und, zum Beispiel, gegen Freestyle war, war es dennoch Mora-Nisse, der beim Vasalauf durchsetzte, dass die Zeit der Läufer computergesteuert genommen wurde.


25. Juni 1630: Gustav II. Adolf tritt in den 30-jährigen Krieg ein
25. Juni 1888: Vier Städte Schwedens brennen am gleichen Tag

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 5. Mai 2011

Die Olympischen Spiele in Stockholm

Am 5. Mai 1912 wurden die Olympischen Spiele in Stockholm eröffnet. Nächstes Jahr hat dieses Ereignis sein 100-jähriges Jubiläum, was auch das Olympische Komitee in Stockholm dazu bewogen hat, zahlreiche Ereignisse darauf einzustellen. Stockholm wird mit sehr vielen sportlichen Ereignissen, darunter einem Marathonlauf, mit Kongressen und einer Jubiläumsausstellung zur Stockholmer Olympiade an dieses bedeutende Ereignis erinnern.

Die Olympischen Spiele in Stockholm waren in mehreren Hinsichten ein besonderes Ereignis, denn hier wurden erstmals, wenn auch inoffiziell, elektronische Stoppuhren, die auch für das Publikum sichtbar waren, eingesetzt. Die Anzahl der weiblichen Sportler war mit 2,23 Prozent (entspricht 57 Sportlerinnen) so hoch wie nie zuvor und schwedische Sportler errangen 64 Medaillen und damit mehr als jedes andere Land, auch wenn dies nur zum zweiten Platz (nach der USA) in der Medaillen-Rangliste reichte.

Die Olympischen Spiele in Stockholm erhielten den Beinamen „Sonnscheinolympiade“, da dieses Jahr besonders warm und sonnig war, was für die Besucher von großem Vorteil und für den portugiesischen Marathonläufer Lazara fatal war, denn er erlitt während des Laufes einen Hitzschlag und starb wenig später. Mit dem Ereignis im Jahre 1912 ist jedoch die Geschichte der Olympischen Spiele in Stockholm nicht beendet, denn nun plant die Stadt, gemeinsam mit Åre, die Olympischen Winterspiele 2026.

5. Mai 1939: Schweden und die Rechte der Frau
5. Mai 1984: Herreys, Schwedens erste Boyband, gewinnt den ESC 

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