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Samstag, 1. November 2014

Die Hinrichtung des Ritters Johan von Brunkow

Auch wenn die ältere Geschichte Schwedens wegen dem geringen Quellmaterial jener Zeit nur sehr oberflächlich bekannt ist, so findet man mehrere Hinweise zu den Geschehnissen unter König Birger Magnusson und der Hinrichtung seines Getreuen Johan von Brunkow am 1. November 1318 auf dem Brunkaberg im heutigen zentralen Stockholm. Von Brunkow hatte um diese Zeit bereits den Rang eines Drots und war damit, vermutlich in bereits sehr jungen Jahren, der wichtigste Mann des Reiches, unmittelbar nach dem König, geworden.

Johan von Brunkow war einer der treuesten Anhänger des Königs Birger Magnusson und gilt als die Person, die dafür verantwortlich war, dass der König 1317 während eines Festes seine beiden Brüder Valdemar und Erik festnehmen ließ, dem sogenannten Nyköpings gästabud. Nach existierenden Aufzeichnungen soll die Idee jedoch nicht von Brunkow selbst gekommen sein, sondern von der Königin Märta von Dänemark, die dadurch die Macht ihres Mannes stützen wollte. Von Brunkow war jedoch, im Gegensatz zur Königin, bei der Festnahme anwesend und hatte auch die entsprechende politische Macht.

Diese Festnahme sollte allerding Johan von Brunkow auch zum Verhängnis werden, denn als das Heer der beiden Brüder Stegeborg belagerte, die Burg in der sich Magnus Birgersson, der Sohn des Königs, aufhielt, wollte von Brunkow diesen befreien und die Belagerung durchbrechen. Bei diesem Versuch wurde er jedoch festgenommen und, als der bedeutendste Feind der Herzöge Valdemar  und Erik, zum Tode verurteilt und hingerichtet. Diese Hinricchtung war jedoch auch Nahestehenden des Königs willkommen, denn von Brunkow war als Einwanderer ohnehin nicht von allen geliebt und galt als der Günstling des Königs.


1. November 1735: Jakob von Engeström und der Mord an Gustav III.
1. November 1772: Allerheiligen in Schweden
1. November 1778: Gustav IV. Adolf, der vom Thron verstoßene König Schwedens
1. November 1876: Torgny Segerstedt und der Kampf gegen den Nazismus
1. November 1937: Die Pfadfinderbewegung in Schweden
1. November 1961: Louise Boije af Gennäs und die schwimmende Grenze

Copyright: Herbert Kårlin

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Montag, 10. Februar 2014

Torgils Knutsson, der Gründer Viborgs

Am 10. Februar 1306 wurde Torgils Knutsson auf dem Pelarbacken in Stockholm der Kopf mit dem Schwert abgeschlagen, was einer Todesstrafe für Verbrecher gleichkam. Und wie ein Verbrecher, so sollte er auch nicht in geweihter Erde begraben werden. Allerdings wurden seine Gebeine aus unerklärten Gründen nur wenige Jahre später dann doch in die Riddarholmskyrkan gebracht und seine Ehre war damit wieder hergestellt.

Torgils Knutsson war bereits 1289 von Magnus Ladulås zum Ritter geschlagen worden und machte selbst für jene Zeit eine ungewöhnliche Karriere, da er als Vormund des späteren Königs Birger Magnusson eingesetzt wurde und diesen später mehrmals vertrat, also über lange Zeit hinweg sogar der Regent Schwedens war. Auch als Krieger zeichnete sich Torgils Knutsson aus, denn er eroberte Karelien, legte dort Viborg an und er drang mit seinem Heer selbst bis zur Mündung der Neva vor. Aber all dies konnte ihn später nicht von einem Todesurteil retten.

Im Grunde stolperte Torgils Knutsson über seine Hauptidee und den Gedanken, dass der Adel die Macht im Reich übernehmen müsse und nicht der König. Der Reichsmarschall Knutsson stärkte daher nicht nur Schweden und versuchte König Birger Magnusson zu steuern, sondern er überging diesen auch oft bei seinen Entscheidungen, was zwangsweise irgendwann zu Problemen führen musste. Am 6. Dezember 1305 war dann die Geduld des Königs zu Ende und er ließ Torgils Knutsson festnehmen. Im Einverständnis mit seinen Brüdern Erik und Valdemar wurde der damals zweite Mann des Reiches dann hingerichtet.


10. Februar 1050: Ingegerd Olofsdotter, eine russisch-orthodoxe Heilige 
10. Februar 1858: Nils Lovén, der schreibende Priester Skånes 
10. Februar 1881: Pauline Brunius, die erste Frau, die das Dramaten leitete
10. Februar 1914: Karl Staaff tritt mit der liberalen Regierung zurück

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 29. September 2013

Birger Magnusson und das Håtunaleken

Das sogenannte Håtunaleken ist vor allem durch die Erikskrönikan (Erichschronik) überliefert worden und soll sich nach dieser Chronik am 29. September 1306 abgespielt haben. Die Ursache dazu war die Tatsache, dass Magnus Ladulås seinen Sohn Birger zum König machte und dessen Brüder Erik und Valdemar nur große Ländereien und den Titel von Herzogen erhalten hatten, jedoch die gleiche Macht wollten wie ihr älterer Bruder. In ihren Augen sollte Schweden in drei Königreiche aufgeteilt werden, was Magnus Ladulås durch seine Entscheidung jedoch verhindern wollte.

Als Håtunaleken bezeichnet man das Ereignis, als die Herzoge Erik und Valdemar am 29. September 1306 bei ihrem Bruder in Håtuna am Mälaren ankamen und dieser zu diesem Anlass ein großes Fest veranstaltete. Nachts überfielen dann jedoch die beiden Brüder Birger Magnusson und die Königin und nahmen beide gefangen. Die Herzöge brachten den König ins Nyköpingshus und ließen ihn erst wieder frei als er ihnen zwei Drittel seines Reiches abgetreten hatte und daher beide ebenfalls ein Königreich besaßen.

Allerdings sollten die beiden neuen Könige ihre Macht nicht sehr lange ausüben, denn sehr bald hatten sie sich wegen verschiedenen Überfällen Dänemark und Norwegen zu Feinden gemacht und ihr Bruder Birger Magnusson sann ebenfalls auf Rache. Im Jahr 1317 lud er die beiden Brüder daher zu einem Fest im Nyköpingshus ein, machte sie betrunken und ließ sie anschließend gefangen nehmen. Als Mats Kättimundsson die beiden Gefangenen retten wollte, war es zu spät, denn Erik und Valdemar waren in der Gefangenschaft gestorben.


29. September 1560: Gustav Vasa, der berühmteste König Schwedens 
29. September 1985: Ein antroposophisches Krankenhaus in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin