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Sonntag, 29. September 2013

Birger Magnusson und das Håtunaleken

Das sogenannte Håtunaleken ist vor allem durch die Erikskrönikan (Erichschronik) überliefert worden und soll sich nach dieser Chronik am 29. September 1306 abgespielt haben. Die Ursache dazu war die Tatsache, dass Magnus Ladulås seinen Sohn Birger zum König machte und dessen Brüder Erik und Valdemar nur große Ländereien und den Titel von Herzogen erhalten hatten, jedoch die gleiche Macht wollten wie ihr älterer Bruder. In ihren Augen sollte Schweden in drei Königreiche aufgeteilt werden, was Magnus Ladulås durch seine Entscheidung jedoch verhindern wollte.

Als Håtunaleken bezeichnet man das Ereignis, als die Herzoge Erik und Valdemar am 29. September 1306 bei ihrem Bruder in Håtuna am Mälaren ankamen und dieser zu diesem Anlass ein großes Fest veranstaltete. Nachts überfielen dann jedoch die beiden Brüder Birger Magnusson und die Königin und nahmen beide gefangen. Die Herzöge brachten den König ins Nyköpingshus und ließen ihn erst wieder frei als er ihnen zwei Drittel seines Reiches abgetreten hatte und daher beide ebenfalls ein Königreich besaßen.

Allerdings sollten die beiden neuen Könige ihre Macht nicht sehr lange ausüben, denn sehr bald hatten sie sich wegen verschiedenen Überfällen Dänemark und Norwegen zu Feinden gemacht und ihr Bruder Birger Magnusson sann ebenfalls auf Rache. Im Jahr 1317 lud er die beiden Brüder daher zu einem Fest im Nyköpingshus ein, machte sie betrunken und ließ sie anschließend gefangen nehmen. Als Mats Kättimundsson die beiden Gefangenen retten wollte, war es zu spät, denn Erik und Valdemar waren in der Gefangenschaft gestorben.


29. September 1560: Gustav Vasa, der berühmteste König Schwedens 
29. September 1985: Ein antroposophisches Krankenhaus in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 26. Dezember 2011

Valdemar Birgersson, der Frauenheld unter den Königen

Valdemar Birgersson starb am 26. Dezember 1302 als Gefangener im Nyköpingshus. Bereits im Jahre 1250, im Alter von nur elf Jahren, war Valdemar Birgersson in der Linköpings Domkyrka zum König gekrönt worden. Allerdings hatte dies zur Folge, dass die tatsächliche Regierung in der Hand von Birger jarl, seinem Vormund, lag. Erst als Birger jarl dann 1266 verstarb, konnte Valdemar Birgersson die Herrschaft über Schweden übernehmen, wenn auch nur für neun Jahre.

Während der Herrschaft von Birger jarl und Valdemar Birgersson entwickelte sich Schweden kaum, auch wenn beide mit bestimmten Attributen in die Geschichte eingingen. Birger jarl schuf - für seine Zeit - mit den Edsöre, den Eidesschwüren, ein Friedensrecht, das den hemfrieden, den kyrkofriden, den tingsfriden und den kvinnofriden regelte, was man als erste juristische Gesellschaftsordnung Schwedens bezeichnen kann, in der auch Frauen ein gewisses Recht erhielten. Valdemar Birgersson hingegen ging als Frauenheld mit unzähligen Liebesaffären, und unehelichen Kindern, in die Geschichte ein. Seine Ausschreitungen waren so bedeutend, dass er im Jahre 1274 selbst eine Pilgerfahrt nach Rom leisten musste um Vergebung zu erhalten.

Als Valdemar Birgersson aus Rom zurückkehrte, brach der Erbzwist mit seinem Bruder Erik wieder aus, der letztendlich dazu führte, dass Valdemar mit seiner Ehefau, Sofia Eriksdotter av Danmark, nach Norwegen fliehen musste. Als Valdemar Birgersson dann mit einem Heer nach Schweden zurückkehrte um die Macht wieder zu übernehmen, wurde er gefangen genommen und sein Bruder, Magnus Ladulås, wurde zum König Schwedens gewählt. Selbst nach seiner Freilassung versuchte Valdemar mehrmals wieder an die Macht zu gelangen, was jedoch dazu führte, dass er, offiziell zumindest, wegen seinem lockeren Lebenswandel im Nyköpingshus eingekerkert wurde, wo er dann 1302 starb.

26. Dezember 1925: Die Uppståndelsekapellet im Stockholmer Waldfriedhof
26. Dezember 1965: Der Film Att angöra en brygga von Hasse und Tage

Copyright: Herbert Kårlin