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Mittwoch, 18. Januar 2017

Der schwedische Erzbischof Samuel Troilius

Als Samuel Troilius am 18. Januar 1764 in Uppsala starb, ging er als Religionserneuerer in die Geschichte ein, wobei der ehemalige Erzbischof bis heute als die Person zählt, die die Säkularisation der Kirche einleitete, eine Meinung, die geschichtlich nicht unbedingt als gesichert gilt, da Troilius als sehr konservativ für seine Zeit galt, der sich dafür einsetzte dem König mehr politische Macht zu geben und während der Hexenprozesse sechs Jahre dafür kämpfte dass 13 Frauen als Hexen verurteilt werden sollten, wenn auch vergebens. Der Beginn der Säkularisation passt daher nicht unbedingt in das Bild des Erzbischofs.

Samuel Troilius war am 22. Mai 1706 als Sohn eines Priesters und Bergwerkbesitzers in Stora Skedvi zur Welt gekommen und schrieb sich im Alter von acht Jahren an der Universität Uppsala ein, wo er die ersten Jahre lang Privatunterricht erhielt. Troilius beendete, dank eines Stipendiums, seine Studien im Jahre 1732 mit einer Disputation. Anschließend wurde der Theologe Hausprediger bei Ture Bielke, wurde zum Priester geweiht und bereits 1740 war es Troilius gelungen Hofprediger und Beichtvater von Friedrich I., und Königin Ulrika Eleonora zu werden, was gleichzeitig bedeutete dass ihm die Riddarholmskyrkan anvertraut wurde und er einen bedeutenden politischen Einfluss erhielt.

Der Aufstieg von Samuel Troilius ging sehr schnell, denn 1751 wurde er zum Bischof des Stifts Västerås ernannt und nachdem er Doktor in Theologie geworden war, erhielt er 1758 das höchste kirchliche Amt Schwedens, Troilius wurde zum Erzbischof ernannt. Als Politiker setzte sich Troilius sehr deutlich für die Hutpolitik ein und gilt als der geistige Führer der Partei ab Ende der 50er Jahre. Nur zwei Jahre nach seiner Wahl zum Erzbischof übernahm Troilius auch den Vira bruk, ein Bergwerk, das vorher sein Schwager Reinhold Angerstein geführt hatte.


18. Januar 1862: Anders Magnus Strinnholm und die schwedische Geschichte 
18. Januar 1865: Magnus Jacob Crusenstolpe der schreibende Revolutionär
18. Januar 1928: Das schwedische Folkhemmet als politische Bewegung
18. Januar 1938: Die Beerdigung des Schauspielers Gösta Ekman 
18. Januar 1945: Jane Horney, mit 27 Jahren im Meer versenkt
18. Januar 1964: Vi på Saltkråkan von Astrid Lindgren
18. Januar 1972: Prinzessin Sibylla von Sachsen-Coburg-Gotha 
18. Januar 1980: Warum die Almöbron von der Tjörnbron ersetzt wurde 
18. Januar 2008: Kerstin Johansson i Backe, Kinderbücher aus dem Norden

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Dienstag, 25. März 2014

Fredrik I., König Schwedens dank seiner Ehefrau

Als Fredrik I. am 25. März 1751 im Alter von 74 Jahren starb, hatte er 31 Jahre lang, zumindest offiziell, Schweden regiert und war, nach August Strindberg, der schlechteste König, den Schweden je hatte, da er weder die Sprache des Landes sprach noch sich um die Angelegeneheiten des Landes kümmerte, sondern nur an sich selbst dachte, eine Meinung, die von sehr vielen Geschichtswirssenchaftlern getragen wird, denn der deutschstämmige König liess sich von mehreren Seiten manipulieren und hatte an Liebhaberinnen mehr interesse als der schwedischen Staatsführung.

Dass der am 18. April 1676 im Hessen geborene Fredrik I., auch als Friedrich I. bekannt, überhaupt schwedischer König wurde, lag an einem deutlichen Kalkül, denn als er 1705 Witwer wurde, hielt er nahezu unmittelbar um die Hand von Ulrika Eleonora an, die die offizielle Thronfolgerin von Karl XII. war. Im November 1718 kam Ulrika Elenora auf den Thron, liess sich jedoch davon überzeugen knapp zwei Jahre später zu Gunsten Ihres Ehemannes abzutreten, der bis dahin einen sehr positiven Eindruck auf die Schweden gemacht hatte. Durch diesen Schritt hätte das Fürstenhaus Brabant die gesamte Königslinie gestellt, was lediglich daran scheiterte, dass der König keine offiziellen Erben mit Ulrika Eleonora bekam.

Während das schwedische Volk anfangs die Fähigkeiten und die Energie von Fredrik I. bewunderte, wuchsen die Zweifel bereits ein Jahr nach der Krönung, denn der Frieden von Neustadt (Freden i Nystad) war alles andere als günstig für Schweden und als der König dann auch noch grosse Gebiete an Deutschland und Russland abtrat, stand er sehr niedrig in der Gunst des Volkes. Gewissermassen führte das Machtstrebens Fredrik I. dazu, dass er mehr und mehr entmachtet wurde und der Parlamentarismus der Stände die Oberhand gewann. Der König glich die Entmachtung mit zahlreichen Maitressen aus, unter denen vor allem zwei Frauen eine grössere Rolle spielten, nämlich Hedvig Taube und später Catarina Ebba Horn.


25. März: Der Waffeltag in Schweden 
25. März 1902: Sten Broman, ein schwedisches Original 
25. März 1954: Massiver Widerstand gegen das Fernsehen in Schweden 
25. März 2008: Bengt Helldal, der fitte Arzt aus Falkenberg
25. März 2012: Der schwedische Spion Bertil Ströberg 

Copyright: Herbert Kårlin